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Thermische Unfälle: 60 Prozent wären vermeidbar

Kassel, 1. Dezember 2015. Vom Säugling bis ins Vorschulalter vergrößert sich der Radius eines Kindes fortwährend. Damit kommen immer neue Gefahrenquellen für Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle im eigenen Zuhause hinzu. Jährlich werden mehr als 30.000 Kinder in Deutschland wegen so genannter thermischer Unfälle behandelt. Meist handelt es sich um Verbrühungen und mehr als 70 Prozent der verletzten Kinder sind jünger als 5 Jahre.

 „Verbrannt – verbrüht, was tun?“ ist daher das Motto des diesjährigen Tags des brandverletz-ten Kindes am Montag, 7. Dezember, von 14 bis 16 Uhr auf der Adventskalender-Bühne des Kasseler Weihnachtsmarktes auf dem Friedrichsplatz. Das Klinikum Kassel und die Freiwillige Feuerwehr nehmen diesen Tag zum Anlass, Kinder und Eltern auf potenzielle Gefahrenquellen hinzuweisen und Tipps für die Erste Hilfe bei Verbrennungsunfällen zu geben.

Dr. Andreas Strack ist Kinderchirurg und Leiter des Zentrums für schwerbrandverletzte Kinder am Klinikum Kassel, eines von nur 19 Zentren in ganz Deutschland, das einzige in Hessen spe-ziell für Kinder und Jugendliche. Hier erhalten Kinder und Jugendliche, die schwere thermische Verletzungen erlitten haben, eine hochprofessionelle, multidisziplinäre Therapie. „Bei Kindern spricht man schon von großflächigen Verbrennungen, wenn zehn Prozent der Körperoberfläche betroffen sind. Zum Vergleich: Der Inhalt einer einzigen Tasse heißen Tees kann bis zu 30 Pro-zent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen“, sagt Dr. Strack. Ex-perten gehen davon aus, dass fast zwei Drittel dieser Unfälle vermieden werden könnten, daher nutzt die Kinderchirurgie des Klinikum Kassel den Tag des brandverletzten Kindes, um Eltern für gefährliche Situationen zu sensibilisieren.

Die Brandschutzaufklärung der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Kassel beteiligt sich am „Paulinchentag“ mit kindgerechten Angeboten zur Brandprävention. Sie demonstriert anhand eines Rauchhäuschens und eines Explosionshäuschens wie sich Kinder im Brandfall verhalten sollten. Bunte Luftballons, die auf die Aktion hinweisen, werden als Geschenke an die Kinder verteilt.

 
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