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Zwölf Kliniken in Nordhessen setzen hessisches Onkologiekonzept um

Nordhessen, 29. Juli 2013. Der offizielle, landkreisübergreifende onkologische Kooperationsverbund für Nordhessen nimmt in diesen Tagen Form an. Zwölf Kliniken beteiligen sich im Rahmen des Hessischen Onkologiekonzeptes aktuell an dem onkologischen Zentrum für die Region. Das Onkologiekonzept wurde vom hessischen Sozialministerium entwickelt und wird hessenweit umgesetzt.

Koordinierendes Krankenhaus ist das Klinikum Kassel, die Kooperationspartner sind die Asklepios Kliniken in Nordhessen, die Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel, zu denen das Diakonissenkrankenhaus, die Frauenklinik Dr. Koch und das Burgfeld-Krankenhaus gehören, die drei Kliniken des Landkreises Kassel und das Krankenhaus Bad Arolsen, die der Gesundheit Nordhessen angehören sowie das Marienkrankenhaus in Kassel. Das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar befindet sich aktuell in Gesprächen für einen Beitritt zu dem Verbund. „Das hessische Sozialministerium strebt die bestmögliche medizinische Versorgung krebskranker Patienten in einer wohnortnahen Einrichtung an. Daher haben wir im Rahmen des neuen hessischen Onkologiekonzeptes im Großraum Kassel ausschließlich das Klinikum Kassel als koordinierendes Krankenhaus vorgesehen“, sagt Jochen Metzner, Leiter des Referats Krankenhausversorgung im Hessischen Sozialministerium.

Insgesamt ist Hessen in sechs Versorgungsgebiete aufgeteilt. Zum Gebiet Kassel zählen die Stadt und der Landkreis Kassel, der Landkreis Waldeck-Frankenberg, der Schwalm-Eder-Kreis und der Werra-Meißner-Kreis. „Wir freuen uns, in der ganzen Region bereits so viele kooperierende Krankenhäuser gewonnen zu haben. Im nächsten Schritt beginnen wir auf Klinikebene mit der praktischen Arbeit“, sagt Svenja Ehlers, kaufmännische Direktorin des Klinikum Kassel. „Kein Krankenhaus der Region Nordhessen ist gezwungen, sich an der flächendeckenden Versorgung nach dem hessischen Onkologiekonzept zu beteiligen. Allerdings gibt es aus Patientensicht keine Gründe, die gegen diese Art der wohnortnahen und doch hochspezialisierten Versorgung sprechen.“

Patienten mit Krebserkrankungen in Nordhessen sollen durch das neue Netzwerk an jedem Krankenhaus des Verbundes von den neuesten medizinischen Erkenntnissen und Methoden profitieren können. Gemeinsame Tumorkonferenzen, die Verzahnung des Qualitätsmanagements, die Festlegung eines Therapieplans für jeden individuellen Patienten und Konsildienste an den kooperierenden Krankenhäusern gehören zu den wichtigsten Vorteilen für die Patienten. „Lediglich die Patienten, die bei unseren Kooperationspartnern nicht mehr versorgt werden können, werden wir selbst aufnehmen“, unterstreicht Ehlers. In erster Linie hat der onkologische Kooperationsverbund die ständige Verbesserung der Behandlung von Tumorpatienten überall in Nordhessen zum Ziel. Die Partner reden auf Augenhöhe miteinander und bestimmen in einem gemeinsamen Ausschuss mit gleichberechtigter Stimmengewichtung, welche Projekte und Investitionen realisiert werden sollen.

Im nächsten Schritt soll nun die sektorübergreifende Zusammenarbeit ausgeweitet werden. Daher werden gezielt niedergelassene Fachärzte angesprochen, sich am onkologischen Kooperationsverbund für Nordhessen zu beteiligen.

 

Hintergrund: Im Jahr 2010 wurde eine Neufassung des hessischen Onkologiekonzeptes verabschiedet. Ziel ist, „dass nicht nur die Kompetenz der großen spezialisierten Krankenhäuser gewährleistet ist, sondern auch kleinere Krankenhäuser mit geringerer Fallzahl in die Lage versetzt werden, im Rahmen von vertraglich geregelten Kooperationen mit onkologischen Zentren das erforderliche Know-how aufzuweisen.“ Das hessische Sozialministerium stellt hohe Anforderungen an die koordinierenden Krankenhäuser und hat in ganz Hessen sieben Kliniken für diese Aufgabe ausgewählt. Für die Region Nordhessen ist das Klinikum Kassel koordinierendes Krankenhaus.

 
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