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Schlafstörung kann andere Erkrankungen begünstigen

Bad Arolsen, 8. Mai 2012. Die schlafmedizinische Forschung in Deutschland ist eine der jüngeren Fachdisziplinen in der Medizin. Seit etwa 30 Jahren werden in spezialisierten Schlaflaboren schlafassoziierte Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. Das schlafmedizinische Zentrum des Krankenhauses Bad Arolsen unter der Leitung des Chefarztes und Schlafmediziners Walter Knüppel hat seit 1996 mehrere tausend Patienten diagnostiziert und erfolgreich therapiert. Auf dem diesjährigen Symposium für Fachkreise, Betroffene und interessierte Bürger am Freitag, 11. Mai, werden unter anderem die Wechselwirkungen zwischen schlafbezogenen Atemstörungen und Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen näher beleuchtet.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Häufung von Herzkreislauferkrankungen mit schlafbezogenen Atemstörungen bekannt. Neue Erkenntnisse zeigen nun, wie differenziert das Netz von Wechselwirkungen tatsächlich ist. Etwa 60 Prozent der Patienten im Schlaflabor sind an Bluthochdruck erkrankt; bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen wird ein deutlich erhöhter Anteil von Erkrankungen mit schlafbezogenen Atemstörungen gefunden. Patienten mit Herzschwäche haben ein deutlich erhöhtes Risiko unerkannt an schlafbezogenen Atemstörungen zu erkranken bzw. zu leiden und profitieren von einer entsprechenden Therapie. Überdurchschnittlich häufig tritt schlecht einstellbarer Diabetes mit einer schlafbezogener Atemstörung auf, und eine erfolgreiche Behandlung der Schlafapnoe führt zu einer Besserung der Diabetes-Einstellung.

Effektiv behandelte Patienten profitieren von einer unmittelbaren Besserung der Beschwerden, wie Tagesmüdigkeit, häufiges Erwachen wegen Schnarchens oder Luftnotgefühls. Sie profitieren zusätzlich von einer besseren Prognose bezüglich der Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, welche letztendlich zu einem längeren Überleben führt.

„Schlafmedizinische Kompetenz gepaart mit dem Wissen um Diagnostik und Therapie der häufigen internistischen Erkrankungen ist enorm wichtig“, erläutert Chefarzt Knüppel. Das Krankenhaus Bad Arolsen verfügt über eine Abteilung für Innere Medizin mit 83 stationären Betten inklusive Intensivstation und Intermediate-Care Station (IMC) sowie den Schwerpunkten Pneumologie mit Beatmungsmedizin und Schlafmedizin, Kardiologie, Gastroenterologie sowie Tumortherapie.

Eine weitere Erkrankung, die häufig zu Einschlafstörungen und Bewegungsdrang am Abend führt, ist das Restless-Legs-Syndrom. Dazu wird Prof. Claudia den aktuellen Stand des Wissens und die Behandlungsmöglichkeiten darstellen.

Das Forum Schlafmedizin 2012 beginnt am 11. Mai um 16 Uhr mit einer Fachausstellung in der Stadthalle Bad Arolsen-Mengeringhausen. Ab 17 Uhr gibt es Vorträge zu den Themen: „Wechselwirkung zwischen Schlafapnoe, Stoffwechsel, Herz und Kreislauf“, „Restless-legs-Syndrom - aktueller Stand“, „Allgemeinmaßnahmen für guten Schlaf“, „Aktuelles aus der Selbsthilfegruppe“. Referenten sind Prof. Dr. Claudia Trenkwalder (Elena-Klinik Kassel), Walter Knüppel und Friedrich Göbel (Volkmarsen). Der Eintritt ist frei.

Information:
Krankenhaus Bad Arolsen, Tel. 05691- 800 161 (Sekretariat Innere Medizin)

 
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