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Ausgewiesene Spezialisten arbeiten Hand in Hand

Kassel, 28. März 2012.  Das Beckenbodenzentrum Nordhessen am Klinikum Kassel hat seit Anfang dieses Jahres einen weiteren Fachmann in der Behandlung von Inkontinenz und Senkungszuständen gewonnen. Dr. Ralf Bentler, ehemaliger Chefarzt der Gynäkologie im Diakonissenkrankenhaus, verstärkt seitdem das Team um Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Durch den Zusammenschluss unserer individuellen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen konzentrieren wir das Know-how im Bereich Urogynäkologie in der Region und weit darüber hinaus“, sagt Prof. Dimpfl.

Prof. Dr. Thomas Dimpfl ist Vorsitzender der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dr. Ralf Bentler hat an den Diakonie Kliniken die Behandlung von Inkontinenz und Senkungszuständen etabliert. Einige OP-Methoden hat er in Deutschland als Erster angewandt. Inzwischen haben sich diese Verfahren landesweit durchgesetzt. Im Bereich der netzgestützten Senkungsoperationen gehört er zu den erfahrensten Operateuren. „Ich freue mich, die umfassenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Klinikum Kassel nutzen zu können“, sagt Dr. Bentler. Neben der optimalen Versorgung der Patienten liegt ihm die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte sehr am Herzen. „Die zum Teil sehr anspruchsvollen OP-Methoden bedürfen einer sorgfältigen Einarbeitung und Kontrolle durch den erfahrenen Operateur“, betont Bentler. Deshalb lehrt er unter anderem Beckenbodenanatomie und bietet operative Workshops für Urogynäkologen an.

„Durch seine Erfahrungen ist Dr. Bentler eine wertvolle Ergänzung für unser interdisziplinäres Team im Beckenbodenzentrum Nordhessen. Hier arbeiten Gynäkologen, Urologen, Chirurgen, Koloproktologen und Gastroenterologen nach festgelegten Standards Hand in Hand, um für jede einzelne Patientin das beste Behandlungsergebnis zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Thomas Dimpfl.

Das Beckenbodenzentrum Nordhessen (BBZ) behandelt jährlich mehr als 1500 Patientinnen mit Inkontinenzbeschwerden. In über 90 Prozent aller Fälle ist eine Heilung oder zumindest eine spürbare Verbesserung möglich. „Auf Grund der unterschiedlichen Inkontinenzformen und der vielschichtigen Ursachen sowie der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten ist die richtige Diagnose die Grundlage für jede erfolgversprechende Behandlung“, sagt Prof. Dimpfl. Die komplexen Krankheitsbilder von Inkontinenz und Senkungsbeschwerden werden am Klinikum Kassel schon seit dem Jahr 2004 von verschiedenen Fachdisziplinen gemeinsam behandelt. Die Frauenheilkunde und die Urologie waren maßgeblich an der Gründung des BBZ beteiligt. Am BBZ sind neben diesen Kliniken über 100 niedergelassene Fachärzte für Gynäkologie und Urologie beteiligt. Die Zertifizierung als Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum gemeinsam mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist für April geplant.

 
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