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Instrumente beschränken OP-Kapazitäten

Kassel, 11. Februar 2011. Im Klinikum Kassel werden inzwischen wieder rund 30 Operationen täglich ausgeführt. Wann der OP-Betrieb wieder planmäßig laufen kann, lässt sich nach den Worten von Klinikum-Geschäftsführer Dr. Gerhard M. Sontheimer derzeit allerdings noch nicht sagen. „In den nächsten Wochen wird es noch zu Einschränkungen kommen.“ Die Zahl der Operationen hänge von den verfügbaren Instrumenten ab. Das Klinikum lässt derzeit sämtliche Instrumente von den Herstellerfirmen prüfen und die Oberflächen aufbereiten, nachdem an mehreren Instrumenten Ablagerungen und Verfärbungen festgestellt worden waren. Daraufhin war die Zentralsterilisation des Krankenhauses der Maximalversorgung am 1. Februar außer Betrieb genommen worden.

Inzwischen sind 450 Einheiten mit OP-Besteck zur Aufbereitung an die Hersteller gegangen. Am heutigen Abend verlassen weitere 120 dieser so genannten Siebe das Klinikum. 30 Einheiten mit Instrumenten sind inzwischen mit einer Herstellerfreigabe wieder im Klinikum eingetroffen. Sie werden von der Firma orgaMed, welche das Klinikum vorige Woche mit dem Management der Sterilisation beauftragt hat, gereinigt, desinfiziert und sterilisiert. Bisher erfolgte dies in anderen Betriebsstätten von orgaMed, ab dem Wochenende auch in der Zentralsterilisation des Klinikums, die heute wieder in Betrieb geht.

Der gesamte Prozess der Aufbereitung wurde inzwischen überarbeitet und umgestellt, um mögliche Fehlerquellen zu beseitigen. Beispielsweise wurden zwei neue Geräte installiert, um den Dampf direkt in der Zentralsterilisation zu erzeugen, anstatt ihn – wie bisher – von einem Dienstleister zu beziehen und über Leitungen zu transportieren. Statt eines Granulates für den Reinigungs- und Desinfektionsprozess werde nun eine Reinigungslösung eingesetzt.

Bei der Analyse von Wasser, Dampf und Chemie wurden im eingesetzten Dampf sowie im Speisewasser Silikate und Eisenteilchen festgestellt, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt werden konnte. „Wir sehen damit unsere bisherige Vermutung bestätigt, dass wir keine einzelne Ursache für die Verfärbungen feststellen können, sondern dass es sich um ein Zusammenspiel von etlichen Faktoren handelt“, so Sontheimer.

Die Begutachtung von rund 1500 Instrumenten habe ergeben, dass es sich bei den Verfärbungen fast ausnahmslos um Silikatablagerungen handele. Nach Angaben eines Herstellers ist „durch die Veränderungen an der Instrumentenoberfläche der analysierten Instrumente eine Patientengefährdung, durch Beeinträchtigungen der Funktionalität und eben der Oberfläche, auszuschließen.“

Die Kosten für die Aufarbeitung der Instrumente aller beteiligten Hersteller werden bei mindestens 2 Millionen Euro liegen.

Dr. Gerhard M. Sontheimer hob den besonderen Einsatz zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikum Kassel in den zehn Tagen hervor. Ohne sie hätten wir unseren Maßnahmenplan nie so schnell umsetzen können, sagte er. Darüber bat er die Patienten um ihr Verständnis.

Auf der Internetseite www.gesundheit-nordhessen.de ist eine Liste veröffentlich, welche Bereiche von Einschränkungen betroffen sind.

 
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