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Pilotprojekt: Neue Kräfte für den Service 

Kassel, 7. Dezember 2010. „Meine Essens-Elfe“, nannte kürzlich ein Patient Sabine Kubczyk. Sie ist eine von acht Fachkräften im Stationsservice, die seit Anfang November das Pflegepersonal im Klinikum Kassel entlasten und die Patienten unterstützen. Zu den Aufgaben der sieben Frauen und eines Mannes gehören das Aufnehmen der Menüwünsche, die Verteilung der Mahlzeiten und Getränke, das Auffüllen der Stationswagen und Dienstzimmer sowie diverse Reinigungs- und Desinfektionsaufgaben. Das Serviceangebot umfasst auch die Unterstützung der Patientinnen und Patienten, für die sie zum Beispiel bei der Ankunft oder Abreise die Tasche ein- und auspacken.

Von Beginn an trafen diese Dienstleistungen auf ein sehr positives Echo. „Die Patienten nehmen unseren Service gut auf“, sagt Gabriele Grajewski. So könnten sie, ihre Kolleginnen und ihr Kollege dazu beitragen, dass sich Patienten – neben den hochprofessionellen ärztlichen Leistungen und dem engagierten Pflegepersonal – auch wegen des guten Service immer wieder für das Klinikum entscheiden würden. Gabriele Grajewski war lange Jahre als Vorarbeiterin bei der Servicegesellschaft ökomed tätig und nutzte jetzt die Chance, ein anderes Tätigkeitsfeld kennenzulernen. Den positiven ersten Eindruck des neuen Angebotes kann auch Ge-schäftsführerin und Pflegedirektorin Edda Hogrebe-Flake bestätigen: „Die Servicekräfte sind hochmotiviert und kommen bei den Patientinnen und Patienten sowie beim Pflegepersonal sehr gut an.“

Salim Sankutlu, der einzige Mann unter den acht Servicekräften, kommt ursprünglich aus dem Patiententransport. Er kannte also den direkten Kontakt mit den Patienten. „Am meisten Freude macht mir die Essensbestellung“, sagt er über die neue Aufgabe. Seine Kollegin Astrid Oes-terheld hat über zwanzig Jahre als Reinigungskraft im Klinikum Kassel gearbeitet. „Die ersten Tage hatte ich ein wenig Bedenken. Früher war der Kontakt mit den Patienten eher zufällig. Jetzt muss ich direkt auf sie zugehen.“

Geholfen hat Astrid Oesterheld, dass sie gemeinsam mit ihren Kollegen eine auf die Praxis vorbereitende, dreitägige Schulung erhalten hat. „Die Schulungen waren sehr gut gemacht“, sagt sie. Ihr Wissen setzen die acht Servicekräfte nun im Rahmen eines Pilotprojektes in Teilen der Frauenklinik und auf zwei interdisziplinären Stationen in die Praxis um. Mit den Erfahrungen der ausgewählten Stationen, auf denen die neuen Kräfte eingesetzt sind, möchte das Klinikum diese Dienstleistung weiter entwickeln: „Wenn sich die ersten positiven Rückmeldungen im Laufe des Projektes bestätigen, wird dieses Angebot auf vielen Stationen umgesetzt“, sagt Edda Hogrebe-Flake.

Damit richtet sich das Haus der Maximalversorgung frühzeitig auf den demographischen Wandel ein, der durch einen hohen Personalbedarf besonders in der Pflege zu spüren sein wird. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Price Waterhouse Coopers hat ergeben, dass in den nächsten beiden Jahrzehnten in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens die größten personellen Engpässe bei Krankenschwestern, Krankenpflegern und Hebammen zu erwarten sein werden. „Die Konsequenz daraus muss sein, dass qualifizierte Pflegekräfte sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Die neuen Servicekräfte übernehmen dafür zukünftig in immer mehr Stationen zeitaufwändige Dienstleistungen wie Essen servieren“, sagt die Pflegedirektorin.

 
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