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Neues Unterstützungsangebot für Eltern

Kassel, 29. Juni 2010. Die Eltern eines früh oder krank geborenen Kindes sind mit einer ganzen Reihe von schweren Belastungen konfrontiert. Während des oft wochenlangen Aufenthaltes ihres Kindes auf der Intensivstation haben die Eltern daher einen hohen Gesprächsbedarf, um ihre Erfahrungen, Ängste und Belastungen mitzuteilen. „Pflegekräfte und Ärzte können dies im Stationsbetrieb nicht immer optimal leisten“, so Oberarzt Dr. Dirk Müller, Leiter der Neu- und Frühgeborenen-Intensivstation im Klinikum Kassel. Zudem könne es durchaus sinnvoll sein, dass der Gesprächspartner nicht direkt in die intensivmedizinische Betreuung des Kindes einbezogen sei, aber dennoch die Probleme von Frühgeborenen sowie die lokalen Hilfsangebote kenne.

Zur Begleitung und Unterstützung der Eltern hat die Früh- und Neugeborenen-Intensivstation daher mit dem Verein „Bewegen-Spielen-Lernen“ ein Projekt ins Leben gerufen, das vom Verein „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus e.V.“ finanziert wird. Jede Woche steht Maria Einax-Wagner den Eltern zwei Stunden für Gespräche zur Verfügung. Die Diplom-Motologin mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung kennt die Sorgen und Probleme der Eltern aus ihrer Tätigkeit als Leiterin der Frühförderstelle des Vereins, wo sie unter anderem Familien mit einem frühgeborenen Kind begleitet.

„Die Erlebnisse der Eltern sind auch Monate nach einer Frühgeburt noch sehr präsent“, so Einax-Wagner. Um die Entwicklung der Kinder zu fördern und die Eltern auf ihrem Weg zu handlungsfähigen und kompetenten Eltern zu unterstützen, sei eine frühzeitige Begleitung der betroffenen Familien unbedingt erforderlich. Das Gesprächsangebot hat darüber hinaus zum Ziel, die Eltern in der Bewältigung ihrer Erfahrungen mit der frühen Geburt bzw. der Geburt eines kranken Kindes zu unterstützen, die Kontakte zwischen Eltern und Kind zu fördern, die Eltern beim Übergang von der Intensivstation in die häusliche Umgebung zu begleiten und bei Bedarf weitere Hilfen zu vermitteln. Denn auch die ersten Monate mit dem Kind zu Hause sind für die Eltern oft eine große Herausforderung. Nicht selten bestimmen Gefühle der Unsicherheit, Verzweiflung und Erschöpfung ihren Alltag.

Seit Januar 2010 hat Maria Einax-Wagner rund 30 Familien ihre Arbeit auf Station vorgestellt, sie beraten und einige von ihnen intensiv begleitet. Dabei ist nicht nur die Sorge um ihr Kind Thema. Oft berichten die Eltern auch von ihrer Zeit rund um die Geburt, verbunden mit langer strenger Bettruhe, Hektik vor und nach dem Kaiserschnitt und dem Transport ihrer Kinder auf die Intensivstation. Auch die Geschwisterkinder benötigen eine besondere Aufmerksamkeit und gehen auf Kontakt- bzw. Spielangebote gern ein.

„Die Eltern sind sehr dankbar und empfinden das Angebot als äußerst hilfreich“, berichtet Dr. Müller, der gleichzeitig Zweiter Vorsitzender des Vereins „Hilfe“ ist. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet. „Wir werden auf alle Fälle versuchen, auch die Fortführung und eventuell eine Ausweitung zu finanzieren.“

Spendenkonto des Vereins „Hilfe“: 2142128, Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53.

 

 
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