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Medizinische Qualität für alle sichtbar machen

Kassel, 29. Oktober 2009. Patienten, die sich in stationäre Behandlung begeben möchten, stehen bisher keine ausreichenden Informationen über die Behandlungsqualität im Krankenhaus zur Verfügung. Darum hat sich die Gesundheit Nordhessen (GNH) mit anderen führenden Krankenhausträgern in Deutschland 2008 zur Initiative Qualitätsmedizin (IQM) zusammengeschlossen. Ziel der Krankenhausträger mit inzwischen schon 114 beteiligten Kliniken ist es, mit Transparenz und einer offenen Fehlerkultur die beste medizinische Qualität für ihre jährlich rund 1,5 Millionen stationären Patienten zu erreichen. Die Kliniken werden aussagekräftige Informationen über die Behandlungsqualität veröffentlichen und damit weit über die gesetzliche Forderung hinausgehen. Die Gesundheit Nordhessen gehört zu den ersten Krankenhausträgern bundesweit, welche die Daten für ihre Kliniken ins Internet einstellt.

Patienten, die sich über die Behandlungsqualität von Kliniken informieren wollen, stehen zwar zahlreiche Möglichkeiten zur Wahl – von den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichten über freiwillige Veröffentlichung von Kennzahlen über subjektiv gefärbte Beratungsportale. Aber die bisherigen Angebote sind teilweise für Laien unverständlich, weichen regional voneinander ab und/oder sind methodisch fragwürdig. In der Initiative Qualitätsmedizin haben sich daher über alle Trägerformen hinweg Kliniken zusammengeschlossen, die aus der Praxis heraus Orientierung für Patienten und Politik geben wollen. Zu diesem Zweck wird mit einer einheitlichen und manipulationssicheren Methode die Qualität medizinischer Leistungen gemessen und transparent gemacht.
 
„Mit unserer Beteiligung an IQM haben wir uns dem ,Club der Mutigen‘ angeschlossen“, betont der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen, Dr. Gerhard M. Sontheimer. „Denn wir stehen zu einer offenen Fehlerkultur und verpflichten uns, die von der IQM festgelegten Kennzahlen zu veröffentlichen und sie vergleichbar zu machen. Unabhängig davon, ob sie für unsere Häuser positiv oder in einzelnen Fällen auch negativ sind.“ Die Veröffentlichungspflicht beginnt im kommenden Jahr, die GNH stellt jedoch bereits die aktuell vorliegenden Ergebnisse aus 2008 ins Internet. Damit dokumentiert das Unternehmen laut Dr. Sontheimer, wie ernst die kontinuierliche Arbeit an einer weiteren Qualitätsverbesserung bei der Gesundheit Nordhessen genommen wird.

Für die Qualitätsmessung werden Routinedaten herangezogen, die im Klinikalltag ohnehin erhoben werden. „Es entsteht also kein zusätzlicher Aufwand für die Ärzte“, erläutert Dr. Jörg Bader, Leiter Unternehmensentwicklung der GNH und Mitglied im Vorstand bei IQM. „Zum anderen kann nichts geschönt oder weggelassen werden, da die Daten gleichzeitig für die Abrechnung von Leistungen verwendet werden“. Im ersten Schritt werden 42 Parameter für bestimmte Erkrankungen verglichen, unter anderem die Zahl der behandelten Patienten, die Zahl der Todesfälle während des stationären Aufenthaltes und der Anteil von minimal-invasiv erfolgten Eingriffen. Als Vergleich dienen dabei die Ergebnisse der anderen IQM-Kliniken sowie Erwartungswerte, die unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht des Patienten bundesweit zu erwarten sind.

Beim größten Teil der Parameter liegen die GNH-Kliniken besser als die Referenzwerte. „Das zeigt die hohe Behandlungsqualität und das Leistungsvermögen unserer Kliniken“, so Sontheimer. „Dort, wo wir schlechter abschneiden, gilt es die Gründe zu analysieren.“

Ebenso verpflichtend ist für die IQM-Kliniken die Teilnahme am Peer Review Verfahren. Dabei analysieren interne und externe ärztliche Fachkollegen an konkreten Beispielen, ob im Behandlungsablauf etwas hätte verbessert werden können. „Davon werden die Patienten mittelfristig enorm profitieren“, ist Prof. Dr. Wolfang Deinsberger, Ärztlicher Geschäftsführer des Klinikum Kassel, überzeugt. Klinikdirektoren des Klinikums waren bereits in anderen IQM-Häusern vor Ort, im November werden Chefärzte anderer Kliniken in Kassel erwartet.

Mit der Beteiligung an der IQM erweitert die Gesundheit Nordhessen ihr Qualitätsmanagement um einen weiteren Baustein. In den vergangenen Jahren wurden etliche andere Instrumente eingeführt, beispielsweise ein Meldesystem zum frühzeitigen Erkennen von möglichen Fehlerquellen sowie die medizinischen Fachgruppen, in denen die Chefärzte der jeweiligen Fachgebiete GNH-intern ihre Daten zur Qualitätssicherung vergleichen.

Zu den Gründungsinitiatoren von IQM gehören die HELIOS Kliniken Gruppe, die Johanniter, die Medizinische Hochschule Hannover, die Malteser, die SRH Kliniken, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden, die Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken und das Universitätsspital Basel, die Charité - Universitätsmedizin Berlin, die DAMP Gruppe, die Gesundheit Nordhessen, das Klinikum Saarbrücken, das Klinikum St. Elisabeth Straubing und die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die Daten für die Kliniken der Gesundheit Nordhessen sind auf den Internet-Seiten der einzelnen Krankenhäuser unter dem Stichwort Qualität bzw. Qualitätsdaten zu finden:

Klinikum Kassel

Krankenhaus Bad Arolsen

Kreisklinik Helmarshausen

Kreisklinik Hofgeismar

Kreisklinik Wolfhagen

 

 
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