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Ausgezeichnete Qualität im Darmzentrum

Kassel, 1. Juli 2009. Das Darmzentrum im Klinikum Kassel ist als erste Einrichtung in Nordhessen nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Damit bescheinigen unabhängige Experten, dass das 2005 gegründete Darmzentrum die strengen Qualitätsvorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt und Patienten mit Darmkrebs auf höchstem medizinischen Niveau versorgt. Im Darmzentrum sind alle an der Diagnose und Therapie des Darmkrebses beteiligten Kliniken und Institute des Klinikum Kassel zusammengeschlossen, um die Behandlung nach den neuesten Erkenntnissen zu sichern.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 30.000 Menschen an Dick- und Mastdarmkrebs (kolorektales Karzinom). Darmkrebs ist damit die zweithäufigste Todesursache bei den Krebserkrankungen, betrachtet man Männer und Frauen gemeinsam. Dabei hat Darmkrebs - rechtzeitig erkannt - gute Heilungschancen. Voraussetzung ist eine moderne interdisziplinäre Therapie. Gerade bei den bösartigen Dickdarm und Mastdarmerkrankungen könnten heute durch die Kombination unterschiedlicher Therapien – wie Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie - nachweislich höhere Heilungsraten erzielt werden, so Prof. Dr. Jürgen Faß, Leiter des Darmzentrums und Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Klinikum Kassel. Dies gelte in besonderem Maße für den Mastdarmkrebs, der aufgrund seiner Lage im Körper sowie der Bedeutung der Stuhlkontinenz eine herausragende Rolle für die Lebensqualität spiele und sehr hohe Anforderungen an die interdisziplinäre Therapie stelle.

In zertifizierten Darmzentren legen daher die Fachleute der verschiedenen medizinischen Disziplinen in Tumorkonferenzen für jeden Patienten gemeinsam die am besten geeignete Therapie fest – gemäß den Vorgaben der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Darüber hinaus müssen alle Disziplinen über ausgewiesene Erfahrung bei Diagnose, Therapie und Nachsorge der jeweiligen Krebserkrankung verfügen. Beispielsweise werden nur Darmzentren zertifiziert, in denen jährlich mindestens 400 Darmspiegelungen und 50 Darmkrebs-Operationen erfolgen (Klinikum Kassel > 1000 Darmspiegelungen und 120 Operationen pro Jahr). Zu den zahlreichen weiteren Anforderungen, die für die Zertifizierung zu erfüllen sind, gehört beispielsweise auch die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien, um den Patienten neben etablierten Therapien auch neue Behandlungskonzepte anbieten zu können.

Zu den Kernfächern des Darmzentrums am Klinikum zählen die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, die Medizinische Klinik I (Gastroenterologie, Direktor Prof. Dr. Frank Schuppert), die Medizinische Klinik IV (Onkologie, Direktor Prof. Dr. Martin Wolf) sowie die Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie auf dem Klinikum-Gelände. Ergänzt wird dieses Spektrum durch diagnostische Fächer wie Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin und Labormedizin, außerdem durch Anästhesie, Frauenklinik und Urologie. Für eine umfassende Betreuung sind zudem Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Humangenetiker und die Sozialberatung eingebunden. „Somit können wir als Kompetenznetzwerk gemeinsam mit unseren niedergelassenen Kooperationspartnern den Patienten eine ganzheitliche, lückenlose Betreuung anbieten, um ihnen in allen Erkrankungsstadien zu einem optimalen Behandlungsergebnis und einer besseren Lebensqualität zu verhelfen“, betont Prof. Faß. Als Service für eine strukturierte Patientenversorgung erhält jeder stationär behandelte Patient bei der Entlassung ein Patientenbuch mit allen relevanten Befunden, Berichten und Nachsorgeplänen. Es ermöglicht jedem Arzt in Praxis und Klinik einen sofortigen Überblick über den Stand der Therapie und Nachsorge und versetzt das Darmzentrum durch Übermittlung der Daten in die Lage, die Behandlungsergebnisse zu analysieren.

Bei den externen Fachleuten hat das Darmzentrum am Klinikum einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Als besonders erwähnenswert hoben sie neben der schon länger gelebten Tradition eines Darmzentrums unter anderem die Schmerztherapie und das Ernährungsteam hervor. So greift bei Operationen ein abgestuftes Schmerzkonzept, das sich an der Größe des Eingriffs und der Intensität der zu erwartenden Schmerzen orientiert. Ziel ist es, durch entsprechende Medikation Schmerzen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das fünfköpfige Ernährungsteam  berät die Patienten bei den ganz unterschiedlichen Fragen zur Ernährung und hat Leitlinien erarbeitet, die jeweils an die individuelle Situation des Patienten angepasst werden.

Information: www.darmzentrum-kassel.de oder Tel. 0561/980-5152. 

 
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