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Kindesmisshandlung wird noch zu selten erkannt

Kassel, 5. März 2009. Meldungen über misshandelte oder getötete Kinder haben sich in den vergangen Jahren gehäuft, es werden soziale Frühwarnsysteme und verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen gefordert. Wegen der hohen sozialen Bedeutung sowie der erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist die professionelle Auseinandersetzung mit Kindesmisshandlung und -vernachlässigung zwingend notwendig für alle Ärzte und medizinische Einrichtungen, die Kinder versorgen.

Die Deutsche Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGgKV) lädt daher am 13./14. März 2009 zur 7. internationalen Fortbildung am Klinikum Kassel ein, zu der sich über 100 Teilnehmer angemeldet haben. Sie behandelt für medizinische Fachkräfte und nicht-medizinische Kinderschutz-Mitarbeiter die Grundlagen körperlicher Aspekte bei Kindesmisshandlung und die notwendigen Konsequenzen in Klinik und Arztpraxis. Die Fortbildung wird wieder von der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse unterstützt, die damit ihr langjähriges Engagement im Bereich der Gewaltprävention fortsetzt.

"Nach allen bisherigen Studien ist Kindesmisshandlung zwar häufig, wird jedoch selten diagnostiziert“, weiß Dr. Bernd Herrmann, Leiter der Ärztlichen Kinderschutzambulanz im Klinikum Kassel und gleichzeitig Leiter der Fortbildung. Fachliche Unsicherheiten verstärkten die auch emotionale Gratwanderung zwischen dem Unter- und Überdiagnostizieren von Misshandlungen. Vielfach bestünden Unsicherheiten, wie mit einem Verdacht umzugehen sei.
 
Im vergangenen Jahr hat die medizinische Auseinandersetzung mit Kindesmisshandlung in Deutschland immerhin deutlichen Rückenwind erhalten: Es gab Themenschwerpunkte in Fachzeitschriften, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. hat eine Kommission Kinderschutz ins Leben gerufen, die Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG KiM) wurde gegründet. Außerdem hat Dr. Herrmann 40 Jahre nach dem international ersten Standardwerk zu Kindesmisshandlung mit 3 weiteren Autoren das erste deutschsprachige medizinische Handbuch herausgegeben. Alle vier Autoren sind bei der Tagung in Kassel vertreten.
 
Information: Dr. Bernd Herrmann, 0561/980-3389; E-Mail: herrmann@klinikum-kassel.de.

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