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Verkauf bringt Vorteile für beide Seiten

Kassel/Eschwege/Witzenhausen. Auch der Zweckverband „Kreis- und Stadtkrankenhaus Witzenhausen“, der mit 33,3 Prozent an der kommunalen Gesundheitsholding Werra-Meißner beteiligt ist, hat sich gestern für den Verkauf an die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) ausgesprochen. Damit haben beide Träger der Gesundheitsholding Werra-Meißner dem Verkauf zugestimmt. Bereits am Freitag hatte der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises für den Verkauf an die Gesundheit Nordhessen votiert. Nach einem mehrmonatigen Bieterverfahren waren zuletzt noch die GNH sowie die Rhön-Klinikum AG im Rennen. Die Gesundheit Nordhessen wird das operative Geschäft übernehmen, sobald alle Formalien erledigt sind, womit im Frühjahr 2009 gerechnet wird.

„Mit der Entscheidung von Kreistag und Zweckverband sehen wir unser Konzept eines starken, regionalen Verbundes bestätigt,“ sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer nach dem Kreistagsbeschluss. „Wir haben die Gesundheit Nordhessen in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass das Unternehmen weiter wachsen und seine Position in Nordhessen ausbauen kann.“ Nach den Worten Sontheimers bringt der Erwerb der Krankenhäuser in Witzenhausen und Eschwege Vorteile für beide Seiten: Die Gesundheit Nordhessen sichere das Einzugsgebiet. Die Krankenhäuser des Werra-Meißner-Kreises erweiterten durch die Zusammenarbeit mit dem Maximalversorger ihr Leistungsspektrum, gemeinsam ließen sich verstärkt integrative Versorgungsnetze aufbauen.

Vor Ort sei die Weiterführung und der Ausbau aller in Witzenhausen und Eschwegen vorgehaltenen Fachgebiete zugesichert. Das bestehende Leistungsspektrum solle jeweils durch Spezialgebiete ergänzt werden. Die GNH hat sich darüber hinaus verpflichtet, die in Eschwege und Witzenhausen bereits geplanten Baumaßnahmen umzusetzen, um Wegekonzept und Patientenströme neu zu ordnen und zentrale medizinische Aufnahmezentren zu schaffen. Die Investitionszusagen belaufen sich auf 3,2 Mio. Euro für Witzenhausen und 26,5 Mio. Euro für Eschwege.

Alle zum Stichtag der Übernahme bestehenden Arbeitsverhältnisse in der Gesundheitsholding Werra-Meißner werden fortgeführt und weiter das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes angewendet, erläuterte GNH-Personalvorstand Birgit Dilchert. Die Arbeitnehmer würden mit den individuellen arbeitsvertraglichen Regelungen weiter beschäftigt. Betriebsbedingte Kündigungen würden zunächst für drei Jahre ausgeschlossen. Die bestehenden Sanierungstarifverträge werden übernommen, der Abschluss eines Zukunftssicherungsvertrages wird angestrebt. Allerdings werde eine weitere Personalreduzierung leider unvermeidbar sein, so Dilchert. Diese werde aber in jedem Fall sozialverträglich erfolgen.
 
Sontheimer und Dilchert betonten, dass die Integration der beiden Kliniken angesichts der zahlreichen Zwänge des deutschen Gesundheitswesens eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe sei. Gleichwohl seien sie überzeugt, dass der Erwerb der Gesundheitsholding Werra-Meißner eine große Chance sowohl für die Gesundheit Nordhessen als auch für die Kliniken in Witzenhausen und Eschwege darstelle, um langfristig eine hochwertige Patientenversorgung auf guter wirtschaftlicher Basis in der Region sicherzustellen.
 

 
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