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Prof. Reither geht in Ruhestand

Kassel, 25. April 2008. Der Chefarzt für Kinderradiologie im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, Prof. Dr. Marbod Reither (65), geht Ende April in den Ruhestand. Er hat mit seinem Team stets die Fahne der Kinderradiologie hochgehalten, den Bestand in Kassel gesichert und sich bundesweit einen Namen gemacht.

Kinderradiologen stellen mit Hilfe der Techniken des Röntgens, des Ultraschalls, der Computer- und der Kernspintomographie Krankheitsprozesse bei Kindern bildlich dar – vom Säugling bis zum Jugendlichen. Der Strahlenschutz spielt dabei eine große Rolle, um die Diagnose mit möglichst geringer Strahlenbelastung stellen zu können. Daher bedeutete die Anschaffung eines Kernspintomographen, der die strahlungsfreie Untersuchung von Kindern ermöglicht, einen riesigen Fortschritt für das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld. Der Mediziner, der die Kernspintomographie ab 1997 im Kinderkrankenhaus etablierte und die Abteilung ausbaute, war Prof. Dr. Marbod Reither. Heute bietet das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld als einziges Kinderkrankenhaus in Hessen eine fast komplett bildgebende Diagnostik für die kleinen Patienten an.

Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer, Ärztlicher Direktor des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld, dankte Prof. Reither für seinen mehr als elfjährigen unermüdlichen Einsatz, der ihm „nicht nur Dienstaufgabe war, sondern - wie immer wieder zu spüren - eine wichtige Herzensangelegenheit und ein Lebensziel“. Schon beim ersten Gespräch mit Prof. Reither habe die gemeinsame Perspektive gestimmt: mit einem eigenen Kernspintomographen nur für Kinder neue Maßstäbe für die Kinderradiologie zu setzen. Als wegweisend bezeichnete er die Entscheidung des Vorstandes der Gesundheit Nordhessen, auch künftig die Kinderradiologie als eine eigenständige Abteilung zu erhalten.

Die Diagnostik auch bei komplexen Fragen zügig durchzuführen, damit rasch die Weiterbehandlung der kleinen Patienten beginnen konnte, sei ihm immer ein wichtiges Anliegen gewesen, betonte Prof. Reither, der sich stets von dem Grundsatz leiten ließ, „dass man das Fachgebiet Kinderradiologie nur voran bringt, wenn man ständig für die Rechte der Kinder und die Belange der Eltern eintritt und kämpft!“

Prof. Reither, ein „Franke durch und durch“, wie er selbst sagt – war nach dem Medizin-Studium unter anderem in verschiedenen Abteilungen der Universitätsklinik Erlangen tätig, wo er seine Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde und Kinderkardiologie absolviert hat. Anschließend sammelte er Erfahrungen in mehreren Bereichen des Zentrums für Radiologie der Universität Gießen. Dort erwarb er die Anerkennung als Facharzt für Radiologie und habilitierte sich zu einem kinderradiologischen Thema. Nach einem Vertretungseinsatz an der Universität Würzburg wechselte der Mediziner als Oberarzt ans Klinikum Nürnberg, wo er die Schwerpunkte Kinderradiologie betreute. 1997 folgte Prof. Reither dann dem Ruf nach Nordhessen, als Nachfolger von Dr. Margarethe Braune, eine der ersten Kinderradiologinnen in Deutschland. 

Für die Nachfolge von Prof. Reither läuft das Auswahlverfahren. Die Leitung der Abteilung für Kinderradiologie nimmt kommissarisch Oberärztin Dr. Ala Smagarinskaja wahr.

Im Ruhestand zieht es Prof. Reither zurück nach Franken, wo er nun endlich Zeit für seine Hobbys Geschichte, Literatur, Musik und Reisen haben wird.

 
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