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Neuer Direktor des Zentrallaboratoriums

Kassel, 11. März 2008. Als neuer Direktor des Zentrallaboratoriums im Klinikum Kassel hat Anfang März Dr. med. habil. Karl H. Reuner angefangen. Er wird das Zentrallaboratorium zwei Monate gemeinsam mit Dr. Jörg Schürmann leiten, der Ende April in den Ruhestand geht.

Das Zentrallaboratorium des Klinikums unterstützt die Mediziner bei der Diagnose, der Krankheitsüberwachung und der Therapie durch die rasche Bereitstellung von Laborbefunden - in dringenden Fällen rund um die Uhr. Das Leistungsspektrum umfasst die Untersuchung von Stoffwechselprodukten, die Analyse von Blutgerinnungsfaktoren, die Erstellung von Blutbildern, die Bestimmung von viralen und bakteriellen Antikörpern sowie die Anzucht und mikroskopische Diagnostik von Bakterien und anderen Krankheitserregern. Jährlich werden rund 2,3 Millionen Analysen aus dem Klinikum, den anderen Unternehmen der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) sowie nicht zur Holding gehörenden Kunden untersucht.

„Wir freuen uns, dass wir für diese wichtige Schnittstelle zwischen Medizin und Naturwissenschaften mit Dr. Reuner einen Fachmann mit breitgefächerter Ausbildung gewinnen konnten“, so der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer. Mit 55 Beschäftigten stellt das Zentrallabor einen wichtigen Dienstleister für die Kliniken dar, der „geräuschlos“ im Hintergrund arbeitet. Gleichwohl sei eine moderne Analytik und die zügige Bearbeitung der Proben für die Kliniker vielfach unverzichtbar, betonte Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz.

Dr. Reuner freut sich in Kassel auf das sehr breite Leistungsspektrum, das er noch um einige Spezialitäten erweitern möchte. So ist einer seiner Schwerpunkte die molekulare Analytik zur Erkennung von Risikofaktoren für vererbbare Erkrankungen. Insbesondere hat er sich in seiner Forschung damit beschäftigt, angeborene Risikofaktoren für Thrombosen (Blutgerinnselbildung) und Embolien (Gefässverschlüssen), vor allem im Gehirn, zu bestimmen. Dazu gehören Schlaganfälle sowie die seltenen, aber lebensbedrohlichen Hirnvenenthrombosen. Auch die Medikamenten- und Drogenanalytik möchte er im Klinikum ausweiten und auch für andere Auftraggeber wie Polizei, Führerscheinstellen, Drogenhilfe etc. anbieten.  An seiner bisherigen Wirkungsstätte in Karlsruhe hat er die Analytik illegaler Drogen in Blut, Urin und Haar sowie die ärztliche Begutachtung von Kraftfahrern, die aufgrund von Besitz oder Konsum illegaler Drogen auffällig wurden, geleitet.
Ebenfalls in Karlsruhe hat er gemeinsam mit dem Pathologen Andreas Nagel, der bereits im November 2007 als Oberarzt ans Institut für Pathologie im Klinikum gewechselt ist, eine neue Untersuchungsmethode für Brustkrebspatientinnen etabliert. Mit Hilfe der Analytik von bestimmten Eiweißstoffen im Brustkrebsgewebe lässt sich das Rückfallrisiko für Frauen mit Brustkrebs genauer einschätzen und häufig eine Chemotherapie vermeiden. Diese innovative Untersuchung wird seit vorigem Jahr am Klinikum Kassel angeboten. Weitere Schwerpunkte der Arbeit von Dr. Reuner  waren das Qualitätsmanagement sowie die wirtschaftliche Führung eines Krankenhauslabors. Um im Klinikum Kassel hochmoderne Analysegeräte im Bereich der molekularen Medizin besser ausnutzen zu können, wird ein gemeinsames Diagnostikzentrum bestehend aus Zentrallaboratorium und Institut für Pathologie des Klinikums angestrebt.

Dr. Reuner kehrt mit dem Wechsel nach Kassel in seine Heimat zurück, stammt der 46-Jährige doch aus Homberg/Efze. Nach dem Medizin-Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat er dort in der Pharmakologie und Toxikologie promoviert und die Weiterbildung zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin absolviert. 1995 wechselte er als Leitender Oberarzt an das Zentrum für Labormedizin, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Städtischen Klinikums in Karlsruhe. In dieser Funktion war er gleichzeitig stellvertretender Direktor des Medizinisch-diagnostischen Institutes.
An der Giessener Universität hat Dr. Reuner zudem seit vielen Jahren einen Lehrauftrag und dort am Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie kürzlich seine Habilitation über die Regulation eines wichtigen Zellproteins abgeschlossen. Dr. Reuner hat zahlreiche Schriften in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht, zuletzt im Januar 2008 in der renommierten Fachzeitschrift„Neurology“.

 
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