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Als "Handwerker" vielen Menschen geholfen"

Kassel, 18. Januar 2008. Dr. Horst Haferkamp, bisheriger Leiter des Funktionsbereiches Handchirurgie innerhalb der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Klinikum Kassel, ist heute offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Er war 30 Jahre als Handchirurg in Kassel tätig, davon in den letzten elf Jahren am Klinikum Kassel.

"Ich wollte etwas Praktisches machen, mit meinen Händen.“ Als junger Assistenzarzt entschied sich Dr. Horst Haferkamp für die Chirurgie, weil er dabei seine Fingerfertigkeit einsetzen konnte, und spezialisierte sich bald auf die Handchirurgie. Mit seinen Händen hat er seitdem Tausenden von Menschen geholfen, verlorengegangene Fähigkeiten ihrer Hände so weit wie möglich wieder herzustellen. Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz würdigte Dr. Haferkamp als einen hervorragenden Handchirurgen, dem viele Patienten verdankten, dass sie ihren Beruf, ihre Hobbys, ihren Sport weiter ausüben konnten. Schwarz: „Die Hand ist kein lebensnotwendiges Organ und wir schenken ihr in der Regel wenig Beachtung. Aber eine Einschränkung ihrer Funktionalität mindert die Lebensqualität ganz erheblich.“ Er bezeichnete Dr. Haferkamp und seinen Vorgänger im Klinikum, Dr. Wahed Sabri, als Väter der Handchirurgie für das Klinikum und für Nordhessen, welchen die Etablierung und Weiterentwicklung der Handchirurgie gelungen sei.

Dr. Haferkamp, geboren in Duisburg, hat nach dem Medizinstudium in Bonn an der dortigen Universitätsklinik, in Wuppertal, Bremen und Köln als Arzt gearbeitet. Zunächst war er auf Dialyse spezialisiert und baute unter anderem das erste Dialysezentrum in Bremen auf. Aber weil ihm die „handwerkliche“ Arbeit sehr interessierte, konzentrierte er sich auf die (Hand)Chirurgie. Dr. Hubertus Münch, den er aus seiner Bremer Zeit kannte, holte ihn 1975 als Oberarzt ans Elisabeth-Krankenhaus in Kassel, wo er bald den Schwerpunkt Handchirurgie betreute. 1997 wurde Dr. Haferkamp Leiter des Funktionsbereiches Handchirurgie in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikum Kassel, den er in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat. Dort wurden zuletzt pro Jahr über 2000 stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten behandelt. Dazu zählten beispielsweise auch zahlreiche Musiker aus ganz Deutschland, die bei Verletzungen ihres wichtigsten „Handwerkzeugs“ ihre Hände dem Hobby-Cellisten Haferkamp anvertrauten. Dieser selbst sagte, er habe sich am Klinikum sehr wohl gefühlt und gern hier gearbeitet. Er betonte die freundschaftlich-kollegiale Zusammenarbeit mit dem unfallchirurgischen Team unter Leitung von Dr. Manfred Raible und auch fachübergreifend mit den anderen Abteilungen des Klinikums.

Die Medizin wird den 66-Jährigen auch künftig beschäftigen: Der Experte für Medizingeschichte hat im Laufe seines Lebens eine der größten privaten Sammlungen in Deutschland zusammengetragen, die medizinische Utensilien und Gerätschaften aus über 150 Jahren umfasst. Seinen beruflichen Ruhestand will er nutzen, um auf eine Dauerausstellung der Exponate in Berlin hinzuarbeiten. Auch sonst wird ihm nicht langweiligen werden. Dr. Haferkamp freut sich auf mehr Zeit für seine Frau und die drei erwachsenen Kinder sowie für die Musik. Und er will seinen „Traum schlechthin“ verwirklichen: ein Ferienhaus am See.

Anlässlich des Ausscheidens von Dr. Haferkamp wird der bisherige Funktionsbereich zur Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie im Klinikum ausgebaut. Die Klinik leitet Dr. Thomas Giesler, zuletzt Leitender Oberarzt der  Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Klinikum Hildesheim. Seine Schwerpunkte sind neben der Handchirurgie vor allem die Rekonstruktive Chirurgie nach Unfällen oder Tumorentfernungen, die Fettgewebschirurgie und die plastisch-chirurgische Behandlung chronischer Wunden. Haupt-Geschäftsführer Schwarz sagte, mit Dr. Giesler und dem langjährigen Oberarzt Dr. Gunther Schuster könne nach dem Ausscheiden von Dr. Haferkamp die qualitativ hochwertige handchirurgische Versorgung der Patienten sichergestellt und um plastisch-chirurgische Behandlungen erweitert werden.
 

 
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