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Nuklearmedizin im Klinikum Kassel

Frische Farben und neue Ausstattung

Kassel, 14. November 2007. Nach neun Monaten Sanierungsarbeiten bei laufendem Betrieb ist das Zentrum für Medizinische Versorgung (ZMV), Bereich Nuklearmedizin, im Klinikum Kassel heute bei einer Feierstunde offiziell eingeweiht worden. Für rund 1,5 Millionen Euro erfolgte eine komplette Sanierung sowie die Anschaffung neuer Geräte.

In hell und freundlich gestalteten Räumen werden die Patientinnen und Patienten jetzt im nuklearme-dizinischen Bereich des ZMV am Klinikum Kassel empfangen. Eine frische farbliche Gestaltung lässt sie vergessen, dass sie sich im Untergeschoss befinden. Auch die nuklearmedizinische Station des Klinikums, die einzige in Nordhessen, ist saniert worden und strahlt jetzt eine warme, freundliche Atmosphäre aus. Aufgrund eines geänderten Strahlenschutzkonzeptes konnten Trennwände innerhalb der Patientenzimmer entfernt werden, so dass damit ein großzügigeres, helleres Ambiente in den sieben Einzel- und zwei Doppelzimmen erreicht werden konnte. „Wir freuen uns, dass sowohl das ZMV als auch die nuklearmedizinische Therapiestation jetzt sehr viel patientenfreundlicher gestaltet sind“, so Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz. Er dankte den Patienten für ihre Geduld während der Sanierungsphase und den Beschäftigten für ihren besonderen Einsatz, der die Arbeiten bei laufendem Betrieb möglich gemacht habe.

Nicht nur die bauliche Situation wurde deutlich verbessert, vielmehr lassen Geräte der neuesten Gene-ration eine noch bessere Diagnostik und besseren Strahlenschutz zu. Zur Ausstattung zählt nun eine neue Doppelkopfkamera, die mit modernster Software eine katheterlose Untersuchung der Herzmuskel-Durchblutung ermöglicht.
Ein hochmodernes Ultraschallgerät und eine neue Schilddrüsenkamera liefern eine hohe Bildqualität, was besonders bei der Diagnostik von Schilddrüsenkrebs wichtig ist.
Zusätzlich zu den Schwerpunkten Schilddrüsen- und Nierenfunktion, Hirndurchblutung sowie Lungendurchblutung und -ventilation werden nahezu alle Leistungen einer modernen Nuklearmedizin in den „neuen“ Räumen des ZMV erbracht.
Neben der Diagnostik gehört auch die Therapie „ohne Skalpell“ zum Leistungsspektrum, beispielswei-se bei gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen, der Schmerztherapie und der Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese, RSO). So ist der ärztliche Leiter, Priv.-Doz. Dr. Knut Liepe, seit 2001 bei der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) als Ex-perte für RSO tätig. Ein qualifiziertes Team von Fachärzten, Medizinphysiker, medizinisch technischen Assistentinnen und Pflegekräften betreut die Patienten bei den umfangreichen nuklearmedizinischen Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten in der sanierten Abteilung. Das Angebot steht auch allen gesetzlich versicherten Kassen-Patienten zur Verfügung.

Information: Priv. Doz. Dr. Knut Liepe, Tel. 0561 980-4011

Mit nuklearmedizinischen Untersuchungen können die verschiedensten Organfunktionen dargestellt werden (z.B. Skelett, Niere, Herz, Leber, Speiseröhre, Magen) oder es kann nach Tumoren und Metastasen gesucht werden. Es kommen radioaktive Arzneimittel zum Einsatz, die aus einem radioaktiven Strahler mit sehr kurzer Halbwertzeit und einem Medikament bestehen, das sich an bestimmte Zellen im Körper heftet. Dieser zweite, spezifische Bestandteil sorgt dafür, dass das radioaktive Teilchen über die Blutbahn, den Nahrungsstoffwechsel oder die Atemluft im Körper genau dorthin gelangt, wo es wirken soll beziehungsweise wo Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden sollen. Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen geht es um das Sichtbarmachen von Stoffwechselvorgängen. Dazu werden den Patienten radioaktiv markierte Substanzen verabreicht (beispielsweise durch Injektion in die Blutbahn). Diese sind ganz spezifisch am fraglichen Stoffwechselprozess beteiligt und „markieren“ diesen. Bei der nuklearmedizinischen Behandlung gelangt eine radioaktive Substanz bis an die krankhaften Zellen und zerstört sie durch die Strahlenwirkung der radioaktiven Substanz. Ein Beispiel hierfür ist die Radiojodtherapie bei gutartigen oder bösartigen Schilddrüsenerkrankungen.

 
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