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Operationen am Grauen Star: ambulant und wohnortnah

Bad Arolsen, 5. Juli 2007. Operationen am Grauen Star (Katarakt) gehören zu den häufigsten Operationen überhaupt und können heute oft ambulant erfolgen. Die Klinik für Augenheilkunde des Klinikum Kassel bietet im Bad Arolser GNH-Krankenhaus wohnortnah ambulante Katarakt-Operationen an. Was als Pilotprojekt im Rahmen der Vernetzung der Krankenhäuser der Gesundheit Nordhessen Holding startete, ist nun zu einer festen Einrichtung geworden.

Als Grauen Star oder Katarakt bezeichnet man die Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Erste Anzeichen können eine vermehrte Blendungsempfindlichkeit sein. Manche Betroffenen sehen wie durch einen leichten Schleier, der allmählich immer dichter wird. Der Graue Star ist eine typische Alterserkrankung, die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Bei den über 65-Jährigen haben fast alle eine Linsentrübung (grauen Star). Spätestens ab 75 Jahren fühlt sich jeder zweite dadurch gestört. In Deutschland werden  etwa 500.000 Menschen pro Jahr am Grauen Star operiert.

Eine Operation ist die einzige Behandlungsmöglichkeit, auch wenn verschiedenste Mittel zur Behandlung angeboten werden. Bei der Operation wird die trübe Linse schonend mit Ultraschall zerkleinert, aus dem Auge entfernt und durch eine Kunststofflinse ersetzt, erläutert Prof. Rolf Effert, Direktor der Klinik für Augenheilkunde im Klinikum Kassel, der alle Operationen in Bad Arolsen selbst durchführt. Die Operation ist für die Patienten schmerzlos, sie wird unter Anästhesieüberwachung mit einer kombinierten Kurznarkose und lokalen Betäubung durchgeführt. Die Erfolgsaussichten sind sehr gut. Die meisten Operierten erreichen anschließend Sehleistungen zwischen 50 und 100 Prozent, sofern keine weitere Augenerkrankung vorliegt.

Etwa ein Mal pro Monat bietet Prof. Effert die ambulanten Katarakt-Operationen in Bad Arolsen an. Zu seinem Team gehören Assistenzarzt, zwei OP-Pfleger, ein Anästhesist und eine Anästhesiepflegekraft, die jeweils 10 bis 15 Patienten behandeln. Die OP-Maschinen und die Anästhesie-grundaustattung sind in Bad Arolsen vorhanden. Das sterilisierte Instrumentarium und spezielle Untersuchungsgeräte werden aus dem Klinikum Kassel mitgebracht. Die Patienten werden am gleichen Tag untersucht und operiert, so dass sie nur einen Termin vereinbaren müssen.

Im Vorfeld werden die Patienten von ihren „Hausaugenärzten“ voruntersucht und die OP-Indikation wird gestellt. OP-Vorbereitung und die Nachbehandlung finden ebenfalls in der Augenarztpraxis statt. Für die Behandlungspfade gibt es Absprachen zwischen den niedergelassenen Augenärzten und der Klinik für Augenheilkunde Kassel.

Die Operation durch die Experten der Kasseler Klinik für Augenheilkunde kommt sehr gut an, berichtet Geschäftsführer Manfred Schweitzer. Neben der wohnortnahen Versorgung für die Waldecker Bevölkerung wissen die Patienten auch die Sicherheit durch das Krankenhaus im Hintergrund zu schätzen. Der Bedarf für die Operationen ist gegeben. Es gibt mittlerweile schon Wartezeiten.

Information über den ortsansässigen Augenarzt.

 
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