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Informationsabend für Eltern:
Behandlungsmöglichkeiten beim kindlichen Bettnässen

Kassel, 19. April 2007. Ein Elterninformationsabend zum kindlichen Bettnässen findet am Dienstag, 24. April, von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld statt. Dr. Peter Illing, Chefarzt Kinderchirurgie, spricht über Abklärung sowie Behandlung des Bettnässens und es gibt die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Von 28 Kindern einer Grundschulklasse leiden drei an Bettnässen. Jungen sind dabei häufiger betroffen als Mädchen. Mit fünf Jahren nässen noch etwa 15 Prozent, mit 14 Jahren nur mehr ein bis zwei Prozent ein. Dies zeigt nach den Worten Illings, dass Reifungsverzögerungen und nicht Unsauberkeit oder schlechte Erziehung für dieses Problem verantwortlich sind. Dennoch wird die Problematik von vielen Familien tabuisiert.
Das Bettnässen stellt für die meisten Kinder und ihre Eltern eine Belastung dar. Es schließt das Kind von vielen Aktivitäten wie Schulausflug oder Übernachten bei Freunden aus. Unbehandelt kann es so zu psychischen Störungen führen. Auch wenn man bis zur Pubertät mit dem Abklingen des Einnässens rechnen könne, sei daher eine Behandlung angezeigt, so Dr. Illing. Die Abklärung ist einfach, für das Kind nicht belastend, erlaubt mit hoher Wahrscheinlichkeit das Erkennen der Ursache und somit eine darauf abgestimmte und im Allgemeinen sehr erfolgreiche Therapie.
Die Abklärung erfolgt immer beim Kinderarzt und umfasst eine gründliche körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Blase, eine einfache Harnuntersuchung und vor allem das Erstellen eines Einnässprotokolls. Danach kann das Bettnässen ursachenspezifisch behandelt werden. Die häufigste Ursache des kindlichen Bettnässens ist ein Hormonmangel, der letztlich dazu führt, dass in der Nacht von den Nieren zu viel Harn produziert wird und diese Harnmenge die Fasskraft der Blase übersteigt.
Diese nächtliche Harnflut kann heute medikamentös therapiert werden. Die Tablette muss das Kind unmittelbar vor dem Schlafengehen einnehmen. Bei sorgfältiger Abklärung und richtiger Indikationsstellung sind Erfolgsraten bis 70 Prozent zu erreichen. Diese Therapie benötigen die Kinder mindestens ein halbes Jahr lang, um trocken zu bleiben.
In besonders hartnäckigen Fällen wird der Kinderarzt das Kind an einen Kinder- und Jugendpsychiater verweisen. Zuvor müssen jedoch anatomische Veränderungen ausgeschlossen werden. In der Kinderchirurgie des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld in Kassel werden die Untersuchungen durch Ultraschall und Messung des Harnflusses durchgeführt. Zur weiteren Abklärung kann eine Blasendruckmessung vorgenommen werden. Wenn dabei Störungen gefunden werden, muss unter Umständen die medikamentöse Behandlung ergänzt werden.
Durch diese Stufendiagnostik gelingt es heute in fast allen Fällen, die hartnäckige und immer noch tabuisierte Problematik in den Griff zu bekommen, weiß Dr. Illing. Den Kindern und Familien könne auf diese Weise ein langer Leidensweg erspart werden.
Information: Kinderchirurgie im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld
Telefon 0561 9285-124.

 
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