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Neues Beatmungsgerät in der GNH-Kreisklinik Hofgeismar

Hofgeismar, 15.01.2007. Die GNH-Kreisklinik Hofgeismar hat ein neues Beatmungsgerät für die Intensivstation angeschafft. „Das Gerät der in Deutschland ansässigen Firma gehört zur jüngsten Generation der Beatmungsgeräte und bietet alle Möglichkeiten einer modernen Beatmungstherapie auch über einen längeren Zeitraum“, erklärt der leitende Arzt der Abteilung Anäs-thesie/Intensiv, Dr. Stefan Mähler. Als Beispiele nennt er schwerste Lungenentzündungen und Lungenverletzungen nach Unfällen, die wochenlang künstlich beatmet werden müssen.

„Beatmungsgeräte werden eingesetzt bei Störungen der Atemmechanik zum Beispiel Brustkorb- und Lungenverletzungen und schweren Lungenerkrankungen oder bei Störungen der zentralen Atemsteuerung etwa bei Vergiftungen oder nach schweren Schlaganfällen.“ Hierbei sei eine Anpassung der künstlichen Beatmung auf jeden Patienten sehr wichtig.

Nach Dr. Mähler kann durch solch angepasste Beatmungstechniken, die mit dem neuen Gerät möglich sind, der Heilungsprozess beschleunigt und der Aufenthalt auf der Intensivstation verkürzt werden. Heute müssen Patienten zur Beatmung weniger oft in ein künstliches Koma versetzt werden als noch vor wenigen Jahren. „Stattdessen erhalten die Kranken teilweise eine auf Mund und Nase aufgesetzte Maske und werden unter der Gabe von leichten Beruhigungsmitteln unterstützend beatmet“, so der Mediziner.

„Eine weitere Verbesserung ist der Einsatz eines Überdruckhelms“, erklärt Dr. Mähler weiter. Der Patient bekommt dabei einen Plastikhelm über den Kopf, der mit einer Membran am Hals abschließt. Wenn die zu Behandelnden Luft holen, schiebt die Maschine die benötigte Luftmenge unterstützend in die Lunge. Folge: Die Kranken müssen sich beim Luftholen nicht so anstrengen und zusätzlich wird vermieden, dass die Lunge zusammenfällt. „Das dient nicht nur der Behandlung, sondern beugt auch den gefürchteten Lungenentzündungen vor, weil die Lunge gut belüftet ist“, sagt der Arzt. „Vor allem kann man in ausgewählten Fällen eine eingreifende Beatmungstherapie wie künstliches Koma und Luftröhrenschnitt vermeiden.“ Stattdessen könnten die Patientinnen und Patienten bei dieser Methode weitgehend wach bleiben. Auch empfänden sie den Helm nicht als unangenehm.

Das neue Beatmungsgerät ist im Akkubetrieb transportabel, so dass Patienten auch bei Untersuchungen außerhalb der Intensivstation, beispielsweise bei einer Computertomographie oder bei einer Herzkatheteruntersuchung, an das Gerät angeschlossen bleiben. Außerdem ist es wartungsfreundlich und damit Kosten sparend. In das Beatmungsgerät hat das Unter-nehmen 33.000 Euro investiert.

Ansprechpartner:

Dr. Stefan Mähler, leitender Arzt Anästhesie/Intensiv/Rettungsmedizin,
Kreisklinik Hofgeismar,
Tel.: 05671/81-500

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
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