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Zielplanung Klinikum Kassel

Aufsichtsrat beschließt Neubau-Projekt

Kassel, 07.11.2006. Der Aufsichtsrat der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) hat heute mit sehr großer Mehrheit die Umsetzung der Zielplanung mit einer integrierten Kinder- und Frauenklinik am Klinikum Kassel beschlossen. Dies teilten der Aufsichtsratsvorsitzende, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, und der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer nach der Sitzung mit.

Wesentlicher Bestandteil der Zielplanung ist der Bau eines neuen Zentralgebäudes im Bereich des heutigen Hubschrauberlandeplatzes, in dem künftig Aufnahme und Diagnostik für alle Kliniken des Klinikum Kassel gebündelt werden. Die neue Kinder- und Frauenklinik wird am heutigen Standort der Kinderklinik integriert. Die bauliche Zentralisierung der derzeit 16 Einzelgebäude ermögliche effizientere Arbeitsabläufe sowie die Umsetzung neuer medizinischer Konzepte, so Vorstandsvorsitzender Sontheimer. Strukturänderungen seien unumgänglich, um die sehr gute Position des Klinikums als einzigem Krankenhaus der Maximalversorgung der Region zu halten.

Der erste Bauabschnitt des Zielplanungs-Projektes ist mit 121,3 Millionen Euro veranschlagt, wozu das Land Hessen 74 Millionen Euro Fördermittel zugesagt hat. Das ist fast ein Drittel des gesamten Landessonderförderprogramms zur Beseitigung des Investitionsstaus im Krankenhaus­bereich, das zum Jahresende ausläuft. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 151,4 Millionen Euro. Durch die Aufteilung in zwei Bauabschnitte besteht die Möglichkeit, für den zweiten Bauabschnitt künftig nochmals zusätzliche Fördermittel einzuwerben.

Da die ausgehandelten Verträge derzeit noch nicht alle unterzeichnet sind, wird der Beschluss des Aufsichtsrates erst wirksam, wenn die folgenden drei Voraussetzungen erfüllt sind:


Enthalten sind in den 121,3 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt auch die Kosten für alle Zwischenlösungen. So muss die jetzige Kinderklinik des Klinikums zur Realisierung des Neubaus abgerissen werden, weil die Baustellenzufahrt nur von der Mönchebergstraße aus möglich ist. Die Kinderklinik zieht mit der Ambulanz und zwei Stationen in das derzeit leer stehende Haus 16, in dem alle Patientenzimmer – anders als im heutigen Gebäude – über eigene Nasszellen verfügen. Zwei weitere Stationen ziehen ins erste Obergeschoss im benachbarten Haus 6, einschließlich der Kinder, die in der Haut- und HNO-Klinik (Haus 6) operiert werden. Für die Frühchen- und Intensivstation wird ein mobiler Pavillon an die Frauenklinik angesetzt, so dass sich der Weg zwischen Kreißsaal und Frühchenstation ab Frühjahr 2007 deutlich verkürzt.

Das Betriebskonzept sowie der Raum- und Funktionsplan für die Zielplanung wurden in zahlreichen Sitzungen mit den Nutzern abgestimmt. Entgegen dem ursprünglichen Entwurf sind das neue Zentralgebäude, die verbindende Magistrale und die Kinder- und Frauenklinik jetzt ein Stockwerk niedriger geplant, insgesamt vier statt fünf Stockwerke. Trotzdem lassen sich die 1024 vorgesehenen Planbetten unterbringen und für die Kinder- und Frauenklinik sind sogar zusätzliche Bereiche enthalten, die in der ursprünglichen Planung am Standort Eisenschmiede nicht vorgesehen waren. So wird in das Gebäude auch das Zentrum für Reproduktionsmedizin einziehen und es wird ein Brustzentrum mit integrierter Brust-Screening-Einheit erstellt. Außerdem erhält die neue Kinder- und Frauenklinik eine zweite, separate Liegendkrankenvorfahrt.

Der Aufsichtsrat hat auch Vorsorge für den Fall getroffen, dass die große Lösung C3 nicht realisiert werden kann, weil die dafür vorgesehenen Voraussetzungen nicht erfüllt werden können. Er hat den Vorstand vorsorglich gebeten, auch für diesen Fall eine Finanzierung für das Mutter-Kind-Zentrum im ehemaligen Kleingartengelände durch die Banken und das Hessische Sozialministerium zu erreichen.

 
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