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Landkreiskliniken in der Holding - Arbeitnehmerinteressen gesichert!

Kassel, 06.04.05. Unter dem Dach der Gesundheit Nordhessen Holding AG befinden sich seit Jahresbeginn nun auch die drei ehemaligen Kreiskliniken Hofgeismar, Helmarshausen und Wolfhagen, damit hat die Holding 9 Töchter und rund 5.000 Beschäftigte und ist damit nach Volkswagen der zweitgrößte Arbeitgeber der Region. In einem Zusatzvertrag unterzeichneten heute Birgit Dilchert als Vorstand der Holding, Landrat Dr. Udo Schlitzberger sowie Werner Freischläger und Frank Lange für die Gewerkschaft Ver.di im Beisein des Konzernbetriebsratsvorsitzenden Peter Metz den Zusatzvertrag über die Absicherung der Arbeitnehmerrechte der 570 neuen Beschäftigten.

Arbeitsdirektorin Birgit Dilchert: „Zu einem guten Ergebnis gehören auch gute Bedingungen für Beschäftigte. Deshalb sind wir froh, über dieses gute Ergebnis, und dass damit ein von mir seit Jahren – auch bereits in anderer Funktion – verfolgtes Ziel erreicht wurde: die Stärkung und Sicherung der gesundheitlichen Versorgung aber auch der Arbeitsplätze in der Region und für die Region.“

Ebenfalls mit Freude erläutert Landrat Udo Schlitzberger die Chronologie und die Perspektiven dieses Vertragswerkes: „Für uns hat neben der Sicherung der gesundheitlichen Notfallversorgung im Landkreis, zu der wir qua Gesetz verpflichtet ebenso die Sicherung von Beschäftigung an den Krankenhausstandorten in Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen immer eine entscheidende Rolle in den gesamten Vertragsverhandlungen gespielt. In dem Prozess haben die Betriebsräte und die Gewerkschaft Ver.di den komplexen Integrationsprozess fair und konstruktiv begleitet. Ich bin sicher, dass die Integration für die Beschäftigten und damit auch für die Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten Vorteile bringt und ich freue mich, dass es gelungen ist, den Verbund in kommunaler Trägerschaft zu halten. Damit ist das zweitgrößte Unternehmen in der Region nach Volkswagen paritätisch besetzt, das gibt es nicht so oft. Nach der Fusion der Sparkassen vor einigen Jahren ist uns mit dieser Krankenhausfusion ein weiterer wichtiger Schritt gelungen“. Schlitzberger schloss mit ausdrücklichem Dank und Glückwünschen an Birgit Dilchert als derzeit einziges Vorstandsmitglied der Holding und Ver.di.

Für die Gewerkschaft Ver.di beschrieb Werner Freischläger aus Frankfurt die dramatischen Veränderungen im Gesundheitswesen und insbesondere im Krankenhaus, die sich in der Konsequenz der Einführung der Fallpauschalen ergeben werden: Rückgang der Belegung um rund ein Drittel, vor allem aber auch die Einführung einer Mindestmengenverordnung durch die Krankenkassen, ein Kriterium, dass aus Qualitätsgründen zukünftig nur noch bestimmte Operationen an Krankenhäusern zulässt, die diese auch häufig genug ausführen und damit Erfahrung haben. „Kleine Krankenhäuser wie die des Landkreises Kassel hätten damit keine Überlebenschance gehabt.“, so Freischläger. „Im Verbund jedoch ergeben sich Synergien, die nicht nur ein Überleben sondern sogar eine gute Zukunft ermöglichen“. Sein Kollege Frank Lange von Ver.di aus Kassel ergänzte: „ Wir sind stolz auf die Sicherung aller Vertragsinhalte für alle Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen Holding AG, und auch stolz auf den Erhalt der kommunalen Mehrheit. Dieser Klinikverbund eröffnet die Möglichkeit, integrierte Versorgungsformen und wohnortnahe medizinische Versorgungszentren zu bilden, von denen alle profitieren, die PatientInnen, Angehörige und Beschäftigte gleichermaßen.“

Für den Konzernbetriebsrat drückte Vorsitzender Peter Metz seine Freude aus. „Mich freut besonders, dass der Landkreis politische Verantwortung übernommen hat zur Idee der kommunalen Mehrheit steht.“

Einen Blick in die Zukunft wagte abschließend Landrat Schlitzberger mit dem Hinweis, dass es noch eine ganze Reihe kleinerer und größerer Krankenhäuser in der Region und den angrenzenden Kreisen und auch in Niedersachsen gäbe, die in gleicher Situation ebenfalls auf Kooperation angewiesen und durchaus gesprächsbereit seien.“

 
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