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Symposium

„Notfälle im Kindesalter“

Samstag, 1. April 2006, 9 -17 Uhr
E.ON Mitte AG – Monteverdistraße 2 – 34131 Kassel

Kassel. Die häufigsten Todesursachen von Kindern und Jugendlichen sind die Folgen von Unfällen. Daran sterben jährlich mehr Kinder als an angeborenen Fehlbildungen, Infektionskrankheiten, Herzerkrankungen oder Krebserkrankungen zusammen. Kinder verletzen sich bei Verkehrsunfällen als Autoinsassen, Fußgänger oder Radfahrer, aber auch beim Sport. Doch auch durch Kindsmisshandlung werden lebensgefährliche Verletzungen hervorgerufen.

Es ist ein Albtraum aller Eltern, dass ihr Kind eines Tages wegen eines Notfalles in die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert werden könnte. Aber auch die Ersthelfer, ob Laien oder Notärzte, stehen unter einer enormen psychischen Anspannung, wenn sie zu einem Notfall mit einem Kind gerufen werden.

Seit Jahren arbeiten der Rettungsdienst der Feuerwehr Kassel, das Team des Rettungshubschraubers Christoph 7 und die Schwestern und Ärzte der Kasseler Kinderkliniken eng zusammen, um in derart außergewöhnlichen Situationen den kleinen Patienten und deren Eltern kompetent helfen zu können. „Oft herrscht aber gerade am Notfallort eine große Unsicherheit, wie den kleinen Patienten am besten geholfen werden kann“, berichtet Chefarzt Dr. Thomas Fischer von der Abteilung für Kinderanästhesie am Kinderkrankenhaus Park Schönfeld. Aus diesem Grunde veranstaltet er zusammen mit Detlev Kann, dem ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes in Kassel, und mit Peter Stahl, dem Koordinator der Luftrettungsstationen des Landes Hessen, am Samstag, 1. April 2006, erstmals in Nordhessen ein Symposium, bei dem die Versorgung der Notfälle im Kindesalter zentrales Thema ist. Zu den Vorträgen und praktischen Übungen haben sich 150 Rettungsmediziner, Rettungsassistenten und -assistentinnen sowie Intensivpflegekräfte aus dem gesamten Bundesgebiet angemeldet.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, stellt Dr. Peter Illing fest, dessen Team aus Kinderchirurgen und Kinderkrankenschwestern sich speziell mit verletzten Kindern beschäftigt. Seine Mitarbeiter sind in der Anatomie der noch wachsenden Patienten bestens geschult. Sie wissen um die Reaktionen des kindlichen Organismus auf eine Verletzung. So haben sie Operationsmethoden entwickelt, welche zum Beispiel bei der Behandlung von Knochenbrüchen die empfindliche Wachstumsfuge schonen. Auch wird heute bei einer inneren Verletzung das betroffene Organ nicht sofort entfernt, sondern es wird versucht, es nach Möglichkeit ohne große Operation mit einem minimal-invasiven Eingriff zu erhalten.

Illing zitiert eine erst im Januar in den Vereinigten Staaten veröffentlichte Arbeit: Diese fand heraus, dass Kinder, welche in speziellen Kinderkliniken behandelt wurden, deutlich besser überlebten als solche, die in Erwachsenenabteilungen oder Krankenhäusern mit Kinderabteilungen lagen. „Die Behandlung in Deutschland ist schon sehr gut. Das soll so bleiben und sogar noch besser werden.“ Dazu beizutragen hält Dr. Fischer für ein Ziel des Symposiums am Wochenende.



 
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