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Achillessehnenruptur

Bei einer Achillessehnenruptur handelt es sich um eine inkomplette oder komplette Durchtrennung der Achillessehne. Diese tritt gehäuft bei sportlich aktiven Männern oberhalb des 30. Lebensjahres aufgrund degenerativer Vorschädigungen auf. Neben einer maximalen Kraftbelastung (Antreten zum Sprint, Abstoßen zum Sprung) sind auch systemische Erkrankungen (Diabetes mellitus, Immunkrankheiten, chronische Bindegewebserkrankungen, Durchblutungsstörungen) ursächlich. Die Patienten berichten über einen plötzlich auftretenden "Knall" oder "Gewehrschuss" in Kombination mit stechenden Schmerzen und sofortiger Belastungs- und Funktionseinschränkung der betroffenen Wade. Der "Zehenspitzengang" (Plantarflexion) ist nicht mehr möglich. Es folgt die Ausbildung eines Blutergusses (Hämatom) mit anschließender Schwellung des Sprunggelenks. Bei kompletter Ruptur ist initial häufig eine "Delle" im Bereich des Ansatzes der Achillessehne tastbar. Neben der Anamnese spielen bei der Diagnostik vor allem klinische Tests eine Rolle: weder der Achillessehnenreflex noch die Plantarflexion nach Wadenkompression (Thompson- Test) sind auslösbar. Zur weiteren Diagnostik dienen der Ultraschall als auch das Röntgen zum Ausschluss einer knöchernen Beteiligung. Bei frischem Riss ohne Knochenbeteiligung und guter Adaption der Sehnenenden kann ein konservativer Therapieversuch durchgeführt werden. Dazu wird der Fuß durch einen speziellen Schuh in Spitzfußstellung gebracht, um eine Annäherung der Sehnenenden gewährleisten zu können. Bei schlechter Sehnenadaption oder älteren kompletten Riss der Achillessehne bzw. eines zusätzlich aufgetretenen knöchernen Ausrisses ist eine Operation zu empfehlen. Dabei werden die Sehnenenden in Spitzfußstellung mittels einer Durchflechtungsnaht aneinandergenäht. Der knöcherne Ausriss kann häufig mit Schrauben fixiert werden. Die Nachbehandlung nach einer Operation ist bis zur gesicherten Wundheilung mit einer Gipsschiene in Spitzfußstellung. Danach wird ein spezieller Schuh angepasst um die Belastung der zusammengenähten Sehne zu minimieren.
Notfall
 


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