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Kniegelenk | 1.4. Operative Korrektur der Knieachsen

Ein Großteil der degenerativen Knorpelschäden (Arthrose) wird durch Fehlstellungen des Beines verursacht (O oder X Bein). Bei einer O-Beinstellung wird der innere Anteil des Kniegelenkes ständig überlastet und es kommt zum ständigen Abrieb. Aber auch vor der Planung bei der Therapie von akuten Knorpelverletzungen sollte die Stellung des Beines kontrolliert werden.

Liegt der Knorpeldefekt z.B. bei einem Patienten mit einem O Bein auf der Gelenkinnenseite, so wird das Regenerat sei es nach Mikrofrakturierung, Knorpel-Knochentransplantation oder autologer Chondrozytentransplantation ständig überlastet. Auf diese Weise kann die Einheilung der Transplantate stark behindert werden.

Daher sollte eine O-Beinstellung bei Vorliegen eines therapiebedürftigen Knorpelschadens korrigiert werden. Die Korrektur eines O-Beins kann durch die Entnahme eines Knochenkeils aus dem Schienbeinkopf erzielt werden (valgisierende Tibiakopfosteotomie). Alternativ kann bei kleineren Korrekturen ein Keil an der Innenseite eingesetzt werden.

Diese Operationen eignen sich auch bei verschleißbedingten Knorpelschäden. Heute stehen uns neue Fixationstechniken (winkelstabile Platten) zur Verfügung, die es ermöglichen, dass das Knie unmittelbar nach der Operation bewegt werden kann. Eine Gipsruhigstellung und eine Entlastung sind überflüssig geworden. Eine 6-wöchige Teilbelastung (20 Kg) an zwei Unterarmgehstützen reicht aus. So kann die Rehabilitationsphase erheblich verkürzt werden.

Die Anzeige zur Umstellungsosteotomie mit Korrektur der Knieachsen stellen wir bei:

Notfall
 


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