> Kliniken > Klinikum Kassel > Kliniken & Institute > Hautklinik Kopie 13.03.2012 > Hauttumorzentrum  > Hauttumoren A-Z > Melanozytäre Nävi vom Junktionstyp, vom Compoundty[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 


Melanozytäre Nävi vom Junktionstyp, vom Compoundtyp und vom dermalen Typ

Die Gruppe der hier subsummierten melanozytären Nävi wurde früher auch als Nävuszellnävi bezeichnet. Die Nävuszellen oder Nävozyten wurden früher aufgrund ihrer Neigung zur nest- oder strangförmigen Gruppierung als Sonderform der Melanozyten betrachtet. Zur Vereinheitlichung der Nomenklatur und Zusammenführung der Klassifikation mit dem angloamerikanischen Sprachgebrauch werden diese als melanozytäre Nävi vom Junktionstyp, vom Compoundtyp und vom dermalen Typ zusammengefasst.

Melanozytäre Nävi stellen die häufigsten Hamartome des Menschen dar. Bei europäischen Kaukasiern finden sich im Durchschnitt 30 – 50 melanozytäre Nävi. In 1 % aller Neugeborenen finden sich kongenitale melanozytäre Nävi, die Mehrzahl ist jedoch erworben und tritt langsam zunehmend im Laufe der Kindheit sowie vor allem in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter auf. Sowohl angeborene als auch erworbene Nävi treten sporadisch auf, d.h. sie sind nicht genetisch vermittelt. Es liegt allerdings eine Korrelation bezüglich der Anzahl der erworbenen Nävi vor, die sich über eine allgemeine genetische Disposition analog der Konstitution und des Hauttyps ergibt.

Die erworbenen melanozytären Nävi können überall am Integument auftreten. Sie sind klinisch vielgestaltig und die Ausprägungsformen Junktionstyp, Compoundtyp und dermaler Typ kommen in der Regel gleichzeitig vor, wenngleich manche Menschen eher zu flachen Nävi vom Junktionstyp neigen, andere vornehmlich Compoundnävi oder dermale Nävi aufweisen. Erworbene melanozytäre Nävi haben meist eine Größe von 0,5 – 1 (1,5) cm. Bei sehr zahlreichem Vorkommen lässt sich zum Teil eine Verteilung entlang der Blaschko-Linien nachvollziehen, entsprechend ihrer Abstammung von den Zellen der Neuralleiste.
Größere Nävi zeigen häufig auch eine längsovale Ausrichtung entlang der Blaschko-Linien.


Notfall