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Gemeinsam für Ihre Gesundheit

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Kassel verfügt mit dem Interdisziplinären Brustzentrum (IBZ) über das erste von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brustheilkunde) zertifizierte Brustzentrum in Nordhessen.

Spezialisten aus 13 verschiedenen Fachabteilungen arbeiten entsprechend den hohen Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft unter einem Dach zusammen – bei der Diagnostik (Untersuchung) und der Therapie (Behandlung) von Brusterkrankungen. Unser oberstes Ziel ist es, nicht eindeutige Befunde in Ihrer Brust rasch und kompetent zu klären. Die meisten Gewebeveränderungen erweisen sich als gutartig. Doch mit jeder Stunde der Ungewissheit steigt die seelische Belastung. Also tun wir alles, damit Sie möglichst noch am selben Tag eine verlässliche Diagnose bekommen. Hierzu bedienen wir uns modernster Diagnostikverfahren wie der digitalen Mammographie, hochauflösendem Ultraschall, der Kernspintomographie der Brust und minimalinvasiven Techniken zur Gewebeentnahme.

Selbstverständlich arbeiten wir nach den aktuellen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Leitlinien. Das IBZ arbeitet eng mit niedergelassenen Fachärzten für Gynäkologie und Onkologie zusammen und stimmt – nach Rücksprache mit Ihnen – das weitere Vorgehen ab. So ist gewährleistet, dass alle Behandlungsschritte sinnvoll ineinandergreifen. Und je weniger organisatorische Überlegungen Sie anstellen müssen, desto eher können Sie sich voll auf Ihre Gesundung konzentrieren.

Weiterführende Informationen

Ein Höchstmaß an Kompetenz und Zuwendung
Schnelle Ergebnisse

An erster Stelle steht die Gewissheit über Ihren Befund. In der Regel können wir dank modernster Diagnostik innerhalb von 24 Stunden eine gesicherte Aussage treffen. Durch unsere spezielle Expertise im Bereich der minimal-invasiven Gewebeentnahme entstehen Ihnen durch die Untersuchung kaum Beschwerden.

Höchste Qualität

Die Qualifikation ist in der Medizin eine besondere Form der Weiterbildung. Klinikdirektor Prof. Dr. Dimpfl und leitende Oberärztin Frau Feisel-Schwickardi besitzen die Qualifikation für gynäkologische Onkologie (Spezialisierung auf Krebserkrankungen in der Gynäkologie), Oberärztin Dr. Borries verfügt über die Qualifikation medikamentöse Tumortherapie. Diese Expertise in Verbindung mit einer Behandlung nach den allerneuesten Standards sowie aktuellen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Leitlinien sichert die hohe Qualität Ihrer Betreuung. 85 % unserer Patientinnen können brusterhaltend operiert werden. Auch nach der Operation sind wir für Sie da: Während Ihres stationären Aufenthalts und auch danach steht Ihnen unser psychoonkologischer Dienst für psychologische Unterstützung jederzeit zur Verfügung.

Expertise im Verbund

Das Netzwerk des Klinikums Kassel bietet Ihnen den Vorteil der umfassenden Versorgung an einem Ort. Schon während der Diagnose haben Sie über unsere Radiologie Zugang zu modernsten Untersuchungsmethoden wie digitaler Mammographie, hochauflösendem Ultraschall sowie der speziellen Kernspintomographie (MRT) der Brust. In wenigen Fällen ist die Entfernung der Brust leider nicht zu vermeiden. Auf Ihren Wunsch führen wir gemeinsam mit unseren Spezialisten für Plastische Chirurgie einen Brustaufbau durch – entweder unmittelbar während Ihrer Brustoperation oder zu einem späteren Zeitpunkt. Gerne ermöglichen wir Ihnen im Vorfeld ein individuelles Beratungsgespräch.

Modernste Behandlungsmethoden

Die Bestrahlung der Brust ist ein fester Bestandteil der Behandlung nach einer „brusterhaltenden Therapie“. Dadurch wird das Risiko des Wiederauftretens der Erkrankung in der Brust wesentlich reduziert. Die Intraoperative Strahlentherapie (IORT) ist ein Meilenstein in der Behandlung von Brustkrebs. Das IBZ am Klinikum Kassel führte diese innovative Technik als erste Einrichtung in Nordhessen bereits vor mehr als einem Jahr ein. Weil dabei schon während der Operation die Wundhöhle zielgerichtet, präzise und hochdosiert bestrahlt wird, kann bei vielen Patientinnen die herkömmliche, meist über 6 Wochen dauernde und belastende Bestrahlung um 1/3 verkürzt, in etlichen Fällen sogar ganz darauf verzichtet werden. Ist eine Chemotherapie oder eine Antikörpertherapie notwendig, führen wir diese in unserer Interdisziplinären Onkologischen Tagesklinik (IOT) durch. Hier behandeln Sie Ihnen bereits vertraute Ärzte und Pflegekräfte in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Klinik für Onkologie in einer geborgenen Atmosphäre.

Umfassende Betreuung

Das IBZ arbeitet eng mit Ihren Frauenärztinnen und -Ärzten zusammen. Regelmäßige Informationen und der fachliche Austausch zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte sind selbstverständlich für unsere hohe Behandlungsqualität. Sämtliche Behandlungsschritte während Ihrer Therapie stimmen wir in regelmäßigen Abständen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab, um Sie sowohl während Ihres stationären Aufenthalts als auch in der Nachsorge medizinisch optimal versorgt zu wissen.

PATH – Forschung ermöglichen

Die gemeinnützige und unabhängige Stiftung PATH (Patient Tumorbank of Hope) – eine patienteneigene Tumorbank – hat sich zum Ziel gesetzt, die Heilungschancen von Brustkrebs zu erhöhen und einen wichtigen Beitrag zur Krebsforschung zu leisten.

Dazu hat PATH in sieben zertifizierten Brustzentren Deutschlands Gewebebanken eingerichtet. Das IBZ Kassel ist dabei das erste Zentrum in Deutschland. Die PATH lagert Tumorgewebe von Patientinnen ein, das während der OP entnommen wurde. Ein Teil des Gewebes wird exklusiv für die Patientin aufbewahrt, die anderen Proben spendet PATH für Forschungszwecke. Das Tumorgewebe wird bei Temperaturen von minus 130°C eingefroren und kann so über viele Jahre gelagert werden, ohne seine Eigenschaften zu verändern. Somit kann zukünftig darauf zurückgegriffen werden, um möglicherweise neuartige Diagnostik und Therapieverfahren zu testen. Mit Ihrer freiwilligen Unterstützung kann diese „Patientenbank der Hoffnung“ einen wichtigen und zukunftsweisenden Weg zur Verbesserung der individuellen und optimal wirksamen Behandlung von Brustkrebspatientinnen weitergehen.

Weitere Informationen unter www.stiftungpath.org.

Schnelle und sichere Diagnose

Im Rahmen Ihrer Vorstellung in unserer Brustsprechstunde im IBZ nehmen wir zunächst Ihre Vorgeschichte auf und lernen Sie besser kennen. Über das anschließende systematische Abtasten der Brust sowie eine Ultraschalluntersuchung können wir bereits in vielen Fällen Gewebsveränderungen erkennen.

Sollte eine eingehendere Untersuchung nötig sein, bedienen wir uns modernster Diagnostikverfahren wie der digitalen Mammographie oder Kernspintomographie, mit deren Hilfe wir Lage, Größe und Beschaffenheit einer Gewebeveränderung gesichert feststellen können. Sollte sich der Befund durch die Bildgebung des Ultraschalls, der Mammographie oder des MRT als weiter abklärungsbedürftig erweisen, ist eine feingewebliche Untersuchung (histologische Diagnostik) erforderlich. Dabei wird unter örtlicher Betäubung mit einem kleinen Eingriff Gewebe aus dem Knoten entnommen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, besprechen wir mit Ihnen die weiteren Behandlungsschritte.

Sichere Diagnose

In den meisten Fällen ist das Ergebnis der Untersuchung unauffällig, sprich nicht bösartig. Doch wie geht es weiter, wenn die Diagnose Brustkrebs gestellt wird? Dank neuer, hochmoderner Therapieverfahren ist Brustkrebs inzwischen in vielen Fällen heilbar. Das Ausschöpfen aller therapeutischen Möglichkeiten verhindert zudem oft ein erneutes Auftreten der Krankheit. Um einen optimalen und maßgeschneiderten Therapieplan festlegen zu können, erarbeiten wir nach Vorliegen aller Untersuchungsergebnisse Ihr individuelles Behandlungskonzept. Dabei orientieren wir uns immer an den aktuellen Empfehlungen und Standards der Wissenschaft und arbeiten Hand in Hand mit Kollegen aller Fachrichtungen. Entscheidend sind vor allem auch Sie selbst. Wir sind überzeugt, dass aufgeklärte und gut informierte Patientinnen besser zu ihrer Genesung beitragen können. Oft ist es hilfreich, wenn Sie sich vor dem Gespräch mit den Ärzten Ihre Fragen aufschreiben und eventuell den Partner oder eine andere vertraute Person als Begleitung mitbringen. Die Entscheidung für Ihre Therapie ist eine gemeinsame: Unser interdisziplinäres Ärzteteam und Sie als Patientin wählen das Behandlungskonzept, das am besten zu Ihnen passt. Denn die Behandlung richtet sich nach den gegebenen Erfordernissen und Ihren Bedürfnissen.

Therapien und Behandlung

Die Behandlung besteht meistens aus einer Kombination verschiedener Therapieformen.

Operation

Die Operation der Brustkrebserkrankung verfolgt zwei Ziele: Erstens soll durch die vollständige Entfernung der bösartigen Zellen eine Ausbreitung (Metastasierung) der Tumorzellen in andere Körperregionen unterbunden und zweitens ein Wiederauftreten in der Brust (Rezidiv) verhindert werden. Dank schonender Techniken finden kosmetische Aspekte der Brusterhaltung und damit die Berücksichtigung der Weiblichkeit eine immer größere Beachtung, ohne Risiken einzugehen. Mit schonenden Operationstechniken kann in über 85 % brusterhaltend operiert werden. Damit kann auf die Entfernung der Brust in einer Vielzahl der Fälle verzichtet werden. Eventuell führen wir die Chemotherapie bereits vor der Operation durch. Diese sogenannte neoadjuvante Therapie hat das Ziel, den Tumor deutlich zu verkleinern. Dadurch können wir den operativen Eingriff zielgerichtet und weniger belastend gestalten. Für die Festlegung der Therapie ist es erforderlich zu wissen, ob Lymphknoten befallen sind. Dies kann durch eine Untersuchung der operativ entfernten Lymphknoten festgestellt werden. Standard ist die schonende Wächterlymphknotentechnik oder das Sentinel-Node-Verfahren. Durch gezielte Entnahme und die Untersuchung eines bzw. weniger Knoten kann meistens auf die Entfernung der übrigen Lymphknoten verzichtet werden.

Chemotherapie

Da sich Tumorzellen im Körper verteilen können, benötigen einige Patientinnen zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie. Wichtig ist, den ganzen Körper zu behandeln – mit einer „adjuvanten“, das heißt einer „vorsorglichen“ Therapie, die ein späteres Auftreten von Metastasen (Tochtergeschwüre) verhindern soll. Welche Medikamente verabreicht werden, hängt von der Gesamtsituation der Patientin und von den Eigenschaften des Tumors ab. Die Behandlung wird in mehreren Zyklen in unserer Tagesklinik durchgeführt. Während der gesamten Chemotherapie begleiten Sie die Ihnen inzwischen vertrauten Ärztinnen und Ärzte. Das hat den großen Vorteil, dass Sie jederzeit und unkompliziert Kontakt aufnehmen und eventuelle gesundheitliche Beschwerden schildern können. So werden ggf. auftretende Nebenwirkungen so früh wie möglich erkannt und dementsprechend behandelt. Auch über die Zeit der Behandlung hinaus bleiben die Ärztinnen und Ärzte Ihre Ansprechpartner für Fragen, die mit der Chemotherapie im Zusammenhang stehen. Sollten Sie außerhalb der Sprechzeiten dringende medizinische Hilfe benötigen, so stehen Ihnen die diensthabenden Ärztinnen und Ärzte der Frauenklinik auch nachts oder an Wochenenden und Feiertagen zur Seite.

Strahlentherapie mit IORT

Im Anschluss an eine brusterhaltende Operation kann eine Bestrahlung der Brust erforderlich sein. Mit der Intraoperativen Strahlentherapie (IORT) verfügt das IBZ Kassel als eines der wenigen Gesundheitszentren in Deutschland über eine spezielle Therapieform, mit der die meist über 6 Wochen dauernde und belastende Bestrahlung um 1/3 verkürzt, in etlichen Fällen sogar ganz vermieden werden kann. Dazu wird schon während der Operation die Wundhöhle zielgerichtet und präzise bestrahlt - ein schonendes Verfahren, das in den meisten Fällen von den Patientinnen gut vertragen wird.



Antihormonelle Therapie

Eine antihormonelle Therapie empfehlen wir, wenn der Tumor hormonabhängig gewachsen ist. Hierfür gibt es verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und Nebenwirkungen. Wir besprechen mit jeder Patientin individuell, welche Medikamente wir empfehlen. In der Regel ist die antihormonelle Therapie auf mehrere Jahre ausgerichtet und relativ gut verträglich.

Antikörpertherapie

Etwa 12-20% aller Formen von Brustkrebs tragen auf ihrer Zelloberfläche den HER2-Rezeptor. Diese Krebsformen können mit HER2-Antikörpern zusätzlich behandelt werden. Entsprechende Wirkstoffe blockieren die Versorgung der Tumorzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff und lassen sie „verhungern“. Die Behandlung dauert etwa ein Jahr und muss alle drei Wochen wiederholt werden.

Fürsorglicher Aufenthalt

Die Operation als Teil der Behandlung wird stationär in unserer Klinik durchgeführt. Die Dauer der stationären Behandlung hängt von der Art der Operation ab: Bei kleinen Eingriffen können Sie oft bereits nach zwei bis drei Tagen, bei größeren meist nach etwa sechs Tagen wieder nach Hause.

Am Tag der stationären Aufnahme führt Sie Ihr erster Weg zur Anmeldung in die Ebene 3. Hier heißen wir Sie herzlich Willkommen. Unsere „Grünen Damen“ sind gemeinsam mit uns an Ihrer Seite. Wenn Sie es wünschen, unterstützen sie Sie beim Ausfüllen des Anmeldeformulars, kümmern sich um Ihr Gepäck und begleiten Sie auf die Station, wo Sie und Ihre Angehörigen mit den behandelnden Ärzten und den zuständigen Pflegekräften sprechen können. Alles Unbekannte macht unsicher. Wir lassen Sie mit diesen Gefühlen nicht allein! Deshalb wollen wir Ihnen medizinisch, pflegerisch sowie mental alle Hilfe geben, die Sie benötigen. Alle Fragen rund um die anstehende Operation beantworten wir Ihnen ausführlich. Dazu nehmen wir uns die nötige Zeit. Großen Wert legen wir darauf, mit einem strukturierten Ablauf auf der Station Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln. So können Sie mit unserer Unterstützung Kraft für Ihre Genesung schöpfen. Nach der Operation betreut Sie unser interdisziplinäres Team von Ärzten und Ärztinnen sowie unser fachkundiges Pflegepersonal umfassend und umsichtig. Die „Grünen Damen“ besuchen Sie regelmäßig am Krankenbett, bieten kostenlos Lektüre und DVDs an oder erledigen kleine Besorgungen für Sie. Während Ihres Aufenthaltes auf der Station bieten wir Ihnen zusätzlich folgende Therapie- und Beratungsangebote an:

Physiotherapie

Ab dem ersten postoperativen Tag erhalten Sie von einer Physiotherapeutin eine spezielle Krankengymnastik nach einer Brustoperation.

Ernährungsberatung

Eine Ernährungsexpertin besucht unsere Station und Tagesklinik jeden Montag von 10:00 bis 13:30 Uhr. Ihre Beratung umfasst u.a. eine Ernährungsanamnese, ein Screening für die Ernährungstherapie und die Anleitung und Hilfestellung bei der Ernährungsumstellung (z.B. bei therapiebedingter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfällen oder Verstopfung)

Interdisziplinäre onkologische Tagesklinik

In bestimmten Situationen ist eine Chemo- oder Antikörpertherapie notwendig. Diese führen wir in unserer interdisziplinären onkologischen Tagesklinik (IOT) durch. In enger Abstimmung mit den Kollegen der Klinik für Onkologie erhalten Sie hier ambulante Chemotherapie und Antikörpertherapien.

In freundlich gestalteten Zimmern mit bequemen Liegestühlen soll die Behandlung so angenehm wie möglich für Sie verlaufen. Das stellen wir auch durch vertraute Personen sicher. Ihre Versorgung im IOT erfolgt von denselben Ärzten, die Sie bereits während Ihres stationären Aufenthaltes betreut haben. Unser Ziel ist es, Ihnen als Patientin ein gutes Gefühl in einem geschützten Rahmen zu geben und zu ermöglichen. Das Behandlungskonzept in der Tagesklinik sieht vor, dass Sie im Anschluss an Ihre Behandlung am gleichen Tag wieder nach Hause gehen können. Wenn Sie sich dazu nicht in der Lage fühlen, können Sie selbstverständlich auch stationär aufgenommen werden.

Klinische Studien

Durch bessere diagnostische Verfahren und die Entwicklung neuerer Behandlungsformen ist die Wahrscheinlichkeit, eine Tumorerkrankung zu überleben, in den letzten Jahren immer größer geworden.

Einen entscheidenden Anteil an der Verbesserung der Therapie haben klinische Studien, die neue Medikamente oder die Kombination von Medikamenten auf Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit überprüfen. In unserem Brustzentrum haben Sie die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen und so einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapieformen zu leisten. Alle Studien unterliegen einer sorgfältigen Überwachung durch extra geschulte Spezialisten. Keine unserer Patientinnen wird zur Studienteilnahme überredet – das ist ein Angebot von uns an Sie. Die neueste Innovation auf diesem Gebiet ist der komplette Verzicht auf die Entfernung von Lymphknoten aus der Achselhöhle. Die Frauenklinik ist an einer wissenschaftlichen Studie namens INSEMA (Intergroup-Sentinel- Mamma) beteiligt. Die Ergebnisse sollen die neuere Annahme belegen, dass Brustkrebs-Patientinnen unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich keinen Nachteil haben, wenn auf die Entfernung der axillaren Lymphknoten – und damit auf diesen operativen Eingriff verzichtet wird.

Plastische Rekonstruktion

Bei sehr großen Tumoren und bestimmten Tumoreigenschaften ist es in Einzelfällen erforderlich, die Brust zu entfernen. Im Rahmen einer plastisch chirurgischen Operation wird die Brust wieder aufgebaut – entweder unmittelbar während der OP oder zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Klinik für Plastisch-rekonstruktive, ästhetische und Handchirurgie stellt daher einen integralen Bestandteil des IBZ dar. Im interdisziplinären Zusammenspiel von Patientinnen mit Brusterkrankungen übernimmt sie vor allem die Aufgaben der Brustrekonstruktion mit allen gängigen Verfahren der modernen plastischen Chirurgie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Wiederherstellung der weiblichen Brust mit mikrochirurgischem Eigengewebetransfer. Die sehr hohe operative Routine ermöglicht Ihnen als Patientin ein Höchstmaß an Sicherheit bei diesen Verfahren. Die Klinik bietet zudem alle gängigen Gewebetransfers (sog. „Lappenplastiken“) vom Unterbauch, den Oberschenkeln und dem Gesäß an – ein Verfahren, in dem die Klinik auch überregional einen hervorragenden Ruf besitzt. Dies ermöglicht unseren Patientinnen optimale individualisierte Rekonstruktionslösungen. Natürlich werden auch Wiederherstellungsverfahren mit Silikonimplantaten der modernsten Generation und Zertifizierung angeboten.

Hierzu zählen auch Revisions- und Korrektureingriffe nach früheren Rekonstruktionen, genetischer Vorbelastung oder angleichende Operationen nach einseitiger Brusterkrankung. Moderne Rekonstruktionsverfahren wie Eigenfetttransfer (Lipofilling, Lipostructuring) sind in der Brustchirurgie inzwischen Standard, jedoch nur in ausgewählten Fällen für ein optimales und sicheres Ergebnis geeignet. Auch hier legen wir ein besonderes Augenmerk auf eine ausführliche und klar verständliche Aufklärung, die wir standardmäßig mit multimedialer Unterstützung durchführen. Zudem werden Sie frei von medialen oder internet-basierten „Wahrheiten“ wissenschaftlich solide über die geplanten Prozeduren informiert. Die Plastische Chirurgie im Klinikum Kassel hat zudem eine besondere Expertise in der operativen Therapie des Lymphödems. Hierzu stehen ein modernes state-of-the-art Fluoreszenzkamerasystem und supramikrochirurgisches Know-how zur Verfügung, um nach detaillierter Diagnostik durch Lymphknotentransplantation oder Lymphbahnumleitungen (lymphoven.se Anastomosen) den betroffenen Arm oder das Bein zu entstauen.

Beratung und Begleitung

Alles wird einfacher und leichter, wenn es genug Hilfsangebote gibt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht verschiedener Möglichkeiten und Angebote zur Krankheitsverarbeitung sowie zur sozialen und mentalen Unterstützung für die Zeit während und nach dem stationären Aufenthalt.

Sozialberatung im Klinikum

Die Sozialberatung ist ein Angebot des Klinikum Kassel für Patientinnen und Angehörige.

Unser Ziel ist die:

  • Unterstützung bei der Verarbeitung Ihrer Krankheit
  • Vermittlung angemessener Hilfen
  • Klärung der persönlichen Problematik (z.B. Arbeit / Erkrankung / Familie)

Zu Beginn der Erkrankung erfolgen Informationen über gesetzliche Ansprüche, wie z.B. Rehabilitationsmaßnahmen. Die eigentliche Antragstellung erfolgt, wenn das Ende der Behandlung absehbar ist, in der Regel bei der vorletzten Chemotherapie oder im letzten Drittel der Bestrahlung. In Abhängigkeit von Kostenträger und Indikation kann eine Wunschklinik ausgewählt werden.

Weitere Beratungsinhalte sind:

  • Sozialrechtliche Ansprüche
  • Bei schwerem Krankheitsverlauf: Möglichkeiten der nachstationären Versorgung in Form von Antrag einer Pflegestufe / Eilbegutachtung zur ambulanten/stationären Versorgung.
  • Hilfe bei der Suche nach einem Pflege- / Hospizplatz
  • Vermittlung / Beratung zur ambulanten / stationären palliativen Versorgung

    Kontakt:
    Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an Ihre Station – eine Sozialarbeiterin wird sich dann zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.
Psychoonkologische Betreuung im Klinikum

Psychotherapeutische Begleitung bei der Krankheitsverarbeitung, Krisenintervention durch speziell ausgebildete Fachkräfte. Das Gesprächsangebot umfasst Einzel-, Paar- und Familiengespräche.

Anmeldungen bei Sandra Latocha
Telefon: 0561 980-2212
Sandra.Latocha@klinikum-kassel.de

Allianz gegen Brustkrebs – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs

Die Mitglieder von mamazone sind selbst an Brustkrebs erkrankte Frauen. Die ehrenamtlich Tätigen werden in enger Zusammenarbeit mit dem IBZ Kassel regelmäßig geschult, besuchen Seminare und sind bei den wichtigen Kongressen präsent.

Kontakt: Regina Müller
Telefon: 0561 450-7637
reginakassel@gmx.de

Notfall
 


Terminvereinbarung
Telefon 0561 980-5320
IBZ-Broschüre
Die neue Broschüre des Brustzentrums ist da!
Telefonisch zu bestellen unter
0561 980-5320
oder zum Download
IBZ Broschüre
Klinikdirektor

Prof. Dr. med.
Thomas Dimpfl

Sekretariat
Karin Haustein-Uthof

Telefon
0561 980-3042
Telefax
0561 980-6947 
E-Mail 

Leitende Oberärztin

Dr. med.
Gabriele Feisel-Schwickardi

E-Mail

Oberärztin

Dr. Daniela Borries

E-Mail

Oberärztin

Lydia Dautzenberg

E-Mail

Stationsleitung

Annett Wagner

E-Mail

Onkologische Pflegefachleitung

Elke Schwaiger

E-Mail