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Schnelle Hilfe für die Lunge

Bad Arolsen, 1. Juli 2016. „Ich habe bestimmt einen Zahn in der Lunge!“ Mit diesen Worten kam diese Woche ein Patient nach einem Zahnarzttermin ins Krankenhaus Bad Arolsen. Beim Zahnarzt sollte eigentlich ein Zahn entfernt werden, der aber plötzlich weg war.

Das Röntgenbild gab Gewissheit - ist das sehr dichte Zahnmaterial doch darauf gut zu sehen. Der Fremdkörper hatte einen leichten Hustenreiz ausgelöst, berichtet Walter Knüppel, Chefarzt Innere Medizin und Lungenfacharzt. Stärkere Beschwerden oder eine Gefährdung für den Patienten bestanden nicht. Weil das Material sehr kompakt und schwer ist, lässt  es sich – auch mit großer Anstrengung – nicht abhusten. Es muss mittels Bronchoskop und speziellen Instrumenten in künstlichem Schlaf entfernt werden.

Auf die Entfernung von Fremdkörpern in der Lunge ist das Team um Chefarzt Walter Knüppel spezialisiert. Es verfügt im Krankenhaus Bad Arolsen über die Möglichkeit, in Narkose Fremdkörper mit Spezialendoskopen zu orten, mit Spezialzangen oder wie mit einer Lassoschlinge zu fassen und dann über ein starres Bronchoskop zu bergen. Gleichzeitig werden Schleim und Sekret entfernt und Blutungen durch Verletzungen, die der Fremdkörper verursacht hat, gestillt.

So auch bei diesem Patienten, der von einem 5 mm langen Zahn mit Amalgam befreit wurde. „Solche Fremdkörper können ansonsten durchaus schwere Entzündungen der Lunge verursachen, die medizinisch nicht mehr zu beherrschen sind“, erläutert der Chefarzt.

Gerade zehn Tage zuvor war bei einer Patientin ein Fremdkörper in den Bronchien entdeckt worden, die mit länger anhaltendem Husten auffällig geworden war. Ihr Zustand hatte sich dramatisch verschlechtert. In der Röntgenaufnahme fand sich ein Fremdkörper im Hauptbronchus, der als Teil einer Zahnbrücke identifiziert wurde. Die Untersuchung zeigte hier bereits eine deutliche Wucherung der Bronchialschleimhaut mit Entzündung. Nur mit in Vollnarkose eingesetzten Spezialinstrumenten konnte die 3,5 cm lange Zahnbrücke geborgen werden. Einige Tage später konnte die Patientin wieder nach Hause entlassen werden.

„Wenn unklare Zustände vorliegen, sollte man zügig reagieren“, rät Lungenfachmann Knüppel. „Wir können dank unseres  Fachwissens und der spezialisierten Ausstattung schnell helfen.“
Info:  Chefarzt Walter Knüppel, Tel. 05691/800161
 

 
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