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35 Jahre Ehrenamt am Klinikum Kassel

Kassel, 21. März 2016. Acht Frauen taten sich im Jahr 1981 zusammen, um ehrenamtlich ihre Hilfe im Klinikum Kassel anzubieten. Heute sind die Grünen Damen und Herren eine 85 Personen starke Gruppe, die aus dem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken ist. Das unterstrichen alle Redner bei der Feierstunde anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Ehrenamtlichen in dieser Woche am Klinikum Kassel. So auch GNH-Personalvorstand Birgit Dilchert: „Im Krankenhaus sind es besonders die Patienten, die es zu schätzen wissen, wenn sich jemand für ein Gespräch oder eine kleine Dienstleistung Zeit nimmt. Denn Zeit zu schenken wird im Rahmen der Arbeitsverdichtung, die wir alle täglich spüren, zu einem wertvollen Gut.“

Auch Ehrenamtliche der ersten Stunde waren zu dem feierlichen Anlass gekommen. Die Initiative ging damals vom Deutschen Evangelischen Frauenbund aus. Die heute 84-jährige Brunhilde Fabricius rief das Projekt 1981 ins Leben. Während der Feierstunde berichtete sie, dass man ihrem Engagement zu Beginn auch kritisch gegenübergestanden habe: „Wir mussten erst erklären, dass wir nur das einbringen möchten, was die Schwestern nicht zusätzlich leisten können“, erzählte sie. Am damaligen Stadtkranken-haus habe die Gruppe die Unterstützung der Geschäftsführung gefunden. So konnten sie in zwei Kliniken, der Augenklinik und der Urologie beginnen.

Bereits fünf Jahre später, 1986, wurde das Angebot um eine Patientenbibliothek erwei-tert, die heute mehr als 2800 Titel zählt. Die 11 Grünen Damen der Bibliothek sehen es als ihre Aufgabe, für lesefreudige Patienten den richtigen Titel zu finden: „Denn hinter Büchern stehen immer auch Geschichten“, sagte Ingrid Habich, die seit 1986 dabei ist.

In den ersten Jahren trafen sich die Ehrenamtlichen, die sich damals noch Blaue Helferinnen nannten, zum Austausch über den Dienst im privaten Kreis bei ihrer Leiterin An-nelotte Ludwig. Doch schnell wurde die Gruppe zu groß. 1991 waren bereits 36 enga-gierte Damen auf 16 Stationen im Einsatz. 1996 kamen dann auch die ersten beiden Herren hinzu. Wegweisend war die Einrichtung eines muslimischen Besuchsdienstes im Jahr 1998 mit acht Blauen Helferinnen. „Dass es hier im Klinikum schon so lange einen muslimischen Besuchsdienst gibt, zeigt, dass hier der Kranke mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht“, sagte Stadtdekanin Barbara Heinrich in ihrem Grußwort. Sie unterstrich des Weiteren, dass der Begleit- und Infoservice, der Patienten Orientierung im großen Gebäudekomplex des Maximalversorgers bietet, verdeutliche, dass die Grünen Damen und Herren flexibel auf den Bedarf der Patienten reagierten.

„An Veränderung hat es nie gemangelt“, sagte auch Marlies Rohrbach, die zwölf Jahre lang bis zum Jahr 2012 Einsatzleiterin war. Die Ehrenamtlichen hätten sich stets neue Felder erarbeitet, zum Beispiel eine Kleiderkammer eingerichtet, Einsätze in Funktionsbereichen wie der Zentralen Notaufnahme, und einen Besuchsdienst in den Seniorenwohnanlagen eingeführt. Dafür habe man regelmäßig neue Mitglieder geworben. Im Bekanntenkreis, unter ehemaligen Patienten und Klinikbeschäftigten sowie insbesondere über Presseartikel habe man viele neue Mitstreiter gewonnen. So seien die Grünen Damen und Herren aus dem heutigen Klinikalltag nicht mehr wegzudenken, sagte der Pflegerische Geschäftsführer des Klinikum Kassel, Helmut Zeilfelder: „Sie sind unverzichtbarer Bestandteil der Versorgung unserer Patienten.“

In ihrem Resümee verwies die hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin des Klinikum Kassel Elisabeth Meineke-Wolf dann auch darauf, dass die Ehrenamtlichen heute ein enormes Zeitkontingent für die Patienten einbringen: „Aus acht Helfern auf zwei Statio-nen im Jahr 1981 sind 85 Grüne Damen und Herren mit über 8000 Stunden Einsatz im Jahr 2015 geworden. Das ist eine beachtenswerte Bilanz.“

 

 
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