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Medizinstudenten sind zurück in Kassel

Kassel, 25. September 2015. Kassel ist seit diesem Monat in den Kreis der Medizinstudienstädte eingetreten. Der Pionierjahrgang der Kassel School of Medicine (KSM) setzt sein Studium im dritten Jahr in der Fuldastadt fort. Die Studierenden haben die ersten beiden Studienjahre des Bachelor of Medi-cine an der University of Southampton (UK) erfolgreich absolviert. Plangemäß finden in Nordhessen die kommenden drei Studienjahre bis zum akademischen Abschluss sowie der strukturierte Berufseinstieg in einem sechsten Jahr statt.

„Mit den ersten Studierenden hier vor Ort kommt Leben in die Kassel School of Medicine. Sie werden in den GNH-Kliniken, aber auch in Praxen in der Region den Arztberuf erlernen. Dabei schließt unsere Ausbildung nahtlos an das hervorragende Studium in Southampton an“, sagt Karsten Honsel, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen Holding, der die Kassel School of Medicine GmbH angehört. Parallel zum Studienbeginn in Kassel hat die University of Southampton dem Klinikum Kassel den Titel „Universitätskrankenhaus der Universität Sou-thampton“ verliehen. „Das ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der traditionsreichen englischen Hochschule. Wir sehen diesen Titel als Anerkennung und Ansporn zugleich“, so Honsel.

In den kommenden Monaten arbeiten die Studierenden an individuellen Forschungsprojekten, die sie für den zusätzlichen Abschluss des „Bachelor of Medical Science“ benötigen. Viele Projekte finden am Klinikum Kassel statt, aber auch das Krankenhaus Bad Arolsen sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben jeweils einen Platz zur Verfügung gestellt. Prof. Dr. Irina Berger, Geschäftsführerin der KSM und Direktorin des Instituts für Pathologie sowie selbst Dozentin in Heidelberg ist überzeugt, dass ihre Studierenden den deutschen Kommilitonen wissenschaftlich und praktisch in nichts nachstehen: „Ich erlebe die KSM-Teilnehmer als außergewöhnlich intelligente, fleißige Studierende. Southampton hat sehr gute Grundlagen gelegt, die jungen Menschen denken mit, stellen gute Fragen, können wissenschaftlich arbeiten. Die ersten Ergebnisse aus den Forschungsprojekten sind sehr vielversprechend. Wir planen sogar Veröffentlichungen in international anerkannten Zeitschriften.“

Anfang 2016 geht es für die KSM-Studierenden in die Bereiche Chirurgie, Orthopädie und Innere Medizin der GNH-Kliniken in Bad Arolsen, Hofgeismar und Wolfhagen sowie ins Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen in Hofgeismar. Die sogenannten klinisch-praktischen Module dauern jeweils acht Wochen und binden die Studierenden vollkommen in den Klinikalltag ein. Es schließt sich das Modul „Primärversorgung“ an, bei dem Haus- und Fachärzte aus der Region die Studierenden in ihre Praxen aufnehmen. Danach folgen bereits die schriftlichen und praktischen Jahresendprüfungen in Southampton. „Die Medizinerausbildung in England ist sehr nah am klinischen Alltag. Das leistet auch unser Studium in den kommenden Jahren. Wir haben viel Energie und Wissen in die Vorbereitung auf die Lehre hier in Nordhessen gesteckt und freuen uns, jetzt auch tatsächlich den ersten Jahrgang unterrichten zu können“, sagt Prof. Dr. Michael Tryba, Subdean der KSM und Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Kassel.

Alle an der Lehre und Betreuung Beteiligten sind in einem eigens entwickelten Kurs auf ihre Lehrtätigkeit vorbereitet worden, um der patientenorientierten und multiprofessionellen Ausrichtung des englischen Studiengangs gerecht zu werden. Für eine optimale Lernumgebung wurden auf dem Gelände des Klinikum Kassel eine Präsenzbibliothek, ein PC-Studienraum, ein Seminarraum sowie ein Hörsaal mit Videokonferenzsystem für die KSM bereit gestellt. Außerdem sollen Seminare mit englischsprachigen Schauspielpatienten die Kommunikationskompetenz der angehenden Ärzte verbessern.

Den 14 Pionieren der KSM werden künftig bis zu 30 Kommilitonen jährlich folgen. Momentan sind 70 Studierende im BM (EU)-Programm an der University of Southampton eingeschrieben. Die Infrastruktur und das Studentenleben einer großen Universität sollen den KSM-Studierenden auch in Kassel nicht fehlen. Daher hat die KSM mit der Universität Kassel eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die es den Medizinstudenten ermöglicht, die Bibliothek, die Mensa, den Unisport und weitere Angebote der Universität und des Studentenwerks zu nutzen.

Information zum Studium unter www.medizin-kassel.de und auf Facebook

 
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