> Aktuelles > Presseinformationen > Archiv 2015 > Bei der Betreuung von Schlaganfallpatienten arbeit[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 

Start der Teleneurologie im Krankenhaus Bad Arolsen

Bad Arolsen, 5. August 2015. Bei der Betreuung von Schlaganfallpatienten arbeiten das Krankenhaus Bad Arolsen und das Klinikum Kassel künftig noch enger zusammen. Durch die Einrichtung einer teleneurologischen Verbindung profitieren die Patienten in Bad Arolsen künftig von der Expertise der speziellen Schlaganfallstation (Stroke Unit) und angrenzender Fachdisziplinen im Klinikum Kassel. Besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall, können die Ärzte vor Ort über ein mobiles Videokonferenzsystem direkten Kontakt zu den Kollegen in Kassel aufnehmen. Gemeinsam wird der Patient untersucht und beurteilt, sodass die Therapie eingeleitet werden kann. Die Verlegung von Patienten in ein spezialisiertes Zentrum ist dadurch nur noch in wenigen Fällen erforderlich.

„Je früher wir mit der Behandlung beginnen können, desto besser ist die Prognose bei einem Schlaganfall“, sagt Christian Feine, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Bad Arolsen. Andreas Karras, Oberarzt Innere Medizin und Projektleiter Teleneurologie im Krankenhaus ergänzt, dass in rund 80 Prozent der Schlaganfälle ein Blutgerinnsel (Thrombus) zum Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn führe. Mit Hilfe von Medikamenten könne dieser Verschluss in den meisten Fällen wieder aufgelöst werden. „Damit dies so zeitnah wie möglich erfolgen kann, steht uns die teleneurologische Verbindung nach Kassel rund um die Uhr zur Verfügung“, erläutert Karras.

Nach der Einrichtung der technischen Infrastruktur wurden die Ärzte im Krankenhaus Bad Arolsen umfangreich für die praktische Anwendung der Telemedizin geschult. Geplant sind zudem regelmäßige Treffen mit den Kasseler Kollegen, um sich neben dem fachlichen Austausch auch persönlich kennenzulernen.

Die Teleneurologie ist ein Bestandteil des Neuro-Netz-Mitte, an dem neben dem Klinikum Kassel und dem Krankenhaus Bad Arolsen auch die Kreisklinik Wolfhagen, das Stadtkrankenhaus Korbach, das St. Franziskus-Hospital Winterberg, die Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen, die Asklepios Klinik Schwalmstadt und das Kreiskrankenhaus Frankenberg beteiligt sind. Ziel ist es, die Versorgungsqualität von neurologischen Patienten insbesondere in den ländlichen Regionen Nordhessens und Umgebung zu verbessern.

 

 

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
E-Mail