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Knochentumorbank am Klinikum Kassel

Kassel, 29. Juni 2015. Etwa 100 Kinder und Jugendliche in Deutschland erkranken jedes Jahr an einem Osteosarkom, also einem bösartigen Knochentumor. Häufig trifft es junge Menschen zwischen 13 und 17 Jahren. Bis die Krankheit diagnostiziert ist, dauert es oft lang. Erst die Gewebeprobe, die von Pathologen untersucht wird, bringt Gewissheit. Leider ist es technisch nicht möglich, an dieser Gewebeprobe wichtige Untersuchungen am Erbgut des Tumors zu machen.

Die Chefärztin der Kinderonkologie am Klinikum Kassel, Prof. Dr. Michaela Nathrath, möchte daher eine Tumorbank für diese seltene Tumorart aufbauen, in der diese Proben für weiterführende DNA-Untersuchungen gelagert werden können. Prof. Nathrath forscht seit langem zu Osteosarkomen und ist aufgrund zahlreicher Voruntersuchungen der Auffassung, dass eine Verbesserung der langfristigen Heilungschancen von derzeit 60 Prozent auf 80 Prozent möglich wäre. Hierfür sei aber die genauere Kenntnis der DNA-Veränderungen des Osteosarkoms notwendig, um für jeden einzelnen Patienten die Prognose abzuschätzen und möglicherweise die Therapie entsprechend anzupassen. „Ohne Forschung kein Fortschritt. Die Kinderonkologie ist dafür der beste Beweis“, sagt sie mit Blick auf andere onkologische Krankheitsbilder im Kindes- und Jugendalter wie die Leukämie, die heute bereits deutlich bessere Heilungschancen aufweisen als der verhältnismäßig seltene Knochenkrebs.

Einen wichtigen Schritt beim Aufbau der Tumorbank, nämlich den strukturellen Aufbau und die Beantragung bei der Landesärztekammer, finanziert nun die Helga und Heinrich Holzhauer-Stiftung für krebskranke Kinder mit einer großzügigen Spende von 25.650 Euro. Das Geld stammt aus dem Wettbewerb „Alltagshelden gesucht“, den die Kasseler Bank im vergangenen Jahr anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens ausgeschrieben hatte. Die Holzhauer-Stiftung gewann den Wettbewerb mit dem Projekt der Knochenkrebs-Tumorbank. Das Geld ist gut investiert, ist Peter Vaupel von der Holzhauer-Stiftung sicher: „Irgendwann werden wir Ergebnisse haben, die Kindern mit Knochenkrebs bessere Heilungschancen ermöglichen“, sagt er.

 
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