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Spezialisiert auf Behandlung von Hirntumoren

Kassel, 6. Mai 2015. Jährlich erkranken in Deutschland rund 8000 Menschen neu an einem Hirntumor. Darüber hinaus entwickeln sich bei rund einem Viertel aller Krebspatienten Hirnmetastasen, also Absiedlungen von Krebserkrankungen anderer Organe (sekundäre Hirntumoren). Für die Diagnose und bestmögliche Behandlung der Patienten mit Hirntumoren ist die enge Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Fachrichtungen notwendig, wie sie am Neuroonkologischen Tumorzentrum des Klinikum Kassel praktiziert wird. Es zählt seit kurzem zu den bundesweit nur 16 Neuroonkologischen Zentren, welche die strengen Qualitätsvorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllen und ein entsprechendes Zertifikat erhalten haben. In Hessen ist außer dem Klinikum Kassel nur das Universitätsklinikum Frankfurt als Neuroonkologisches Zentrum zertifiziert.

Im Neuroonkologischen Tumorzentrum des Klinikum Kassel sind Neurochirurgen, Neurologen, Neuroradiologen, Neuropathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten sowie weitere Disziplinen eng vernetzt. Zu den Voraussetzungen für die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft gehören beispielsweise wöchentliche Tumorkonferenzen der verschiedenen Spezialisten, die Behandlung von jährlich mindestens 100 Patienten mit einem primären Hirntumor, die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien sowie psychoonkologische Betreuungsangebote, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger, Leiter des Zentrums und Direktor der Klinik für Neurochirurgie im Klinikum Kassel.

Bei Verdacht auf einen Hirntumor stehen im einzigen nordhessischen Krankenhaus der Maximalversorgung alle erforderlichen Diagnoseverfahren zur Verfügung. Vorwiegend beruht die Diagnostik auf der kontrastmittelgestützten Kernspintomographie. Ergänzend ist die Computertomographie, in seltenen Fällen auch die Gefäßdarstellung (Angiographie) erforderlich. Bei der Behandlung von gut- und bösartigen Hirntumoren kommen grundsätzlich die gleichen Therapieverfahren wie bei anderen Tumoren des Körpers zum Einsatz: die Operation sowie die Strahlen- und Chemotherapie. Je nach Art und Größe des Tumors legen die Fachleute in der Tumorkonferenz fest, in welcher Reihenfolge oder Kombination diese Behandlungen nötig sind.

Moderne Operationstechniken sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit für die Patienten, beispielsweise Neuromonitoring und Bildgebung während der Operation. Prof. Deinsberger: „So können wir die Funktion von Nerven sowie das Operationsfeld kontrollieren und eine eventuell drohende Schädigung frühestmöglich erkennen und vermeiden.“ An der Klinik für Neurochirurgie im Klinikum Kassel werden pro Jahr ca. 250 – 300 Patienten mit primären und sekundären Hirntumoren operiert.   

Das Neuroonkologische Zentrum ist Teil des zertifizierten Onkologischen Zentrums am Klinikum Kassel, das fünf weitere Zentren umfasst (Interdisziplinäres Brustzentrum, Gynäkologisches Tumorzentrum, Darm- und Pankreaskarzinomzentrum, Hauttumorzentrum, Kopf-Hals-Tumorzentrum)

 

 
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