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Osteochondosis dissecans / Gelenkmaus Oberes Sprunggelenk

Bei der Osteochondrosis dissecans handelt es sich um ein nicht entzündliches Absterben eines Teils des Knochens des Sprungbeins, welches einer der Gelenkpartner im Oberen Sprunggelenk darstellt. Der über dem abgestorbenen Teil des Knochens liegende Knorpel wird ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und verursacht ein Inkongruenz des Gelenkes. Es kann sogar passieren, daß sich dieses Knochenknorpelstück komplett herauslöst und frei im Gelenk beweglich ist. Dies führt zu Schmerzen und kann sogar regelrechte Einklemmungserscheinungen im Gelenk auslösen, die dann durch Bewegen des Fußes wieder gelöst werden können.

Die Erkrankung nimmt einen stadienhaften Verlauf. Die Osteochondrosis dissecans wird meist in der 2. bis 3. Lebensdekade symptomatisch und betrifft überwiegend das männliche Geschlecht. Neben lokalen Durchblutungsstörungen als Ursachen werden wiederholte Makro- und Mikrotraumen diskutiert. Die Anfangsstadien können häufig konservativ therapiert werden. Im fortgeschrittenen Stadium oder bei Versagen der konservativen Therapie stehen eine Vielzahl operativer Techniken zur Verfügung, welche patienten- und stadiengerecht angewendet werden sollten.

Arthroskopie des Oberen Sprunggelenkes

Es wird eine Gelenkspiegelung über 2 kleine ca. 1 cm lange Schnitte durchgeführt. Die Spiegelung hat den Vorteil, daß das Gelenk komplett einsehbar ist und auch über den 2. Zugang Instrumente eingeführt werden können, um z.B. entzündete Gelenkinnenhaut zu entfernen, Knorpel zu glätten, oder instabile Anteile zu entfernen oder überstehende Knochenkanten zu entfernen.

Retrograde Anbohrung und Spongiosaauffüllung

Bei erhaltenem Knorpelüberzug kann durch eine Anbohrung mit Durchbrechung der verdichteten Knochenzonen und möglichst vollständiger Entfernung des abgestorbenen Knochengewebes eine Heilung des entstandenen Defektes erreicht werden. Der aufgebohrte Defekt kann falls erforderlich mit patienteneigenem Knochen vom Beckenkamm oder Schienenbeinkopf aufgefüllt werden. Dieser Eingriff wird mit einer Arthroskopie kombiniert durchgeführt. Eine Teilbelastung für 6 Wochen ist notwendig.

Mikrofrakturierung

Während der Arthroskopie werden die instabilen Knorpelanteile abgetragen und der Knochen darunter aufgebrochen. Der sich bildende Bluterguß in dem defekt bildet sich über die nächsten Wochen in Faserknorpel aus. Dieser ist jedoch nicht so belastbar wie der originäre Knorpel. Eine Teilbelastung für 6 Wochen ist notwendig.

Osteochondrale Transplantation (OATS)

Hierzu wird der Knorpel-Knochendefekt am Sprungbein lokal ausgestanzt und mit Knorpel-Knochen-Zylindern, welche meist aus nicht belasteten Arealen des Kniegelenks entnommen werden aufgefüllt. Eine Gelenkeröffnung durch Schnitt bzw. Innenknöchelosteotomie mit nachfolgender Zuggurtung sind bei dieser Methode notwendig. Dieser Eingriff wird mit einer Arthroskopie des Oberen Sprunggelenkes und des Knies kombiniert durchgeführt. Eine Teilbelastung für 6 Wochen ist notwendig.

Notfall
 


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