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Metatarsalgie/Spreizfuß (Schmerzender Mittelfuß)

Die Ursachen für eine Metatarsalgie können vielfältig sein. Die Beschwerden können isoliert oder in Kombination mit anderen Veränderungen auftreten. Beim älteren Menschen liegt meist ein Hallux valgus , der zu einer Minderbelastung des Großzehenstrahls bei Abrollbewegungen , die dann zu einer erhöhter Belastung der Strahlen II–IV führt. Diese Lastumverteilung führt dann zu den Schmerzen im mittleren Vorfuß.

Auch bei einem übermäßigen Auseinanderweichen der Mittelfußknochen (sog. Spreizfuß) kann es zu einer Überlastung dieser sowie daraus resultierender Schmerzsymptomatik kommen. Typisch ist eine Schwielenbildung unterhalb der Mittelfußköpfchen 2-4, die auf die Mehrbelastung hindeuten. Begünstigt wird dieses durch zu hohes und zu enges Schuhwerk. Auch Anlagebedingte Überlänge der Mittelfußknochen 2-4 gegenüber dem 1. Mittelfußknochen führen zu diesen Problemen.

Das Prinzip der konservativen Behandlung der Metatarsalgie ist ein Erreichen einer gleichmäßigeren Druckverteilung unter den schmerzhaften Mittelfußköpfchen II–IV. Entlastende, weichbettende Einlagen können hier eine Verbesserung bringen. Eine Mittelfußpelotte drückt die Mittelfußköpfchen nach oben, damit diese entlastet werden. Alternativ kann auch eine Schmetterlingsrolle verwendet werden.

Sollten konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichend sein, kommt auch eine operative Therapie in Frage. Ziel der Operation ist die Druckentlastung der betroffenen Mittelfußköpfchen durch dezente Verkürzung des entsprechenden Strahls und einem vom Boden nach oben versetzen des Köpfchens (Weil-Osteotomie). Zusätzlich für den Vorfußschmerz vorliegende ursächliche Fehlstellungen (z. B. Hammer-/Krallenzehe, Hallux valgus) müssen ebenfalls korrigiert werden. Das bedeutet, dass diese Operation meist nur Zusatzeingriffe während einer Operation von benachbarten Deformitäten sind.

Für 6 Wochen muß ein Vorfußentlastungsschuh getragen werden, mit dem aber nach kurzer Eingewöhnungsphase eine Vollbelastung ohne Gehhilfen möglich ist. Danach kann in der Regel wieder ein normaler Konfektionsschuh mit ggf. einer neuen Einlage getragen werden.
Notfall
 


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