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Schneiderballen (taylor´s bunion)

Der Name Schneiderballen rührt daher, dass die Schneider früher immer in einer speziellen Fußposition, dem Schneidersitz saßen und dadurch eine starke mechanische Belastung am Kleinzehenballen vorliegt. Dies wurde schon im 19. Jahrhundert erstmals beschrieben. Beim Schneiderballen oder dem Kleinzehenhallen kommt es zu einer typischen Veränderung am Fuß mit Prominenz des 5.Mittelfußknochen Fußes am Kleinzehbereich. Häufig führt dies auch zu einer Fehlstellung der 5.Kleinzehe verbunden, die dann nach innen steht und Kontakt zur 4. Zehe hat. Hierfür gibt es verschieden Ursachen.

Ähnlich wie bei einem Hallux valgus durch einen Spreizfuß kann der Winkel zwischen dem Mittelfußknochen 4 und 5 vergrößert sein. Die störende Fehlstellung des 5.Mittelfußknochens insbesondere im Köpfchenbereich kann durch eine gebogenen Verlauf des Mittelfußknochens 5 entstehen und hier zu empfindlichen Druckstellen führen, die Patienten dazu bringen Löcher in ihre Schuhe zu schneiden.

Daher sollte bei einer konservativen Therapie darauf geachtet werden, dass weite bequeme Schuhe getragen und hohe Absätze vermeiden werden. Es sollte versucht werden so oft wie möglich barfuß zu laufen und die Fußmuskeln stärken. Falls es doch weiterhin zu sich entzündenden Druckstellen kommt und kein Schuh mehr ohne Schmerzen getragen werden kann kommt die Operation in Frage.

Das Ziel der Operation ist den Winkel zwischen dem 4. Und 5. Mittelfußknochen wieder physiologisch anzugleichen, um dadurch den überstehenden Knochen als Auslöser der Probleme auszuschalten. Falls es nötig sein sollte kommen bei fortgeschrittenem Befund auch Sehnenumlenkoperationen zusätzlich in Frage , um die Stellung der Kleinzehe zu korrigieren.

Für 6 Wochen muß ein Vorfußentlastungsschuh getragen werden, mit dem aber nach kurzer Eingewöhnungsphase eine Vollbelastung ohne Gehhilfen möglich ist. Danach kann in der Regel wieder ein normaler Konfektionsschuh mit ggf. einer neuen Einlage getragen werden. Für den Eingriff ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von 3-5 Tagen erforderlich.
Notfall
 


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