> Aktuelles > Presseinformationen > Archiv 2015 > Ein Angebot der wohnortnahen Patientenversorgung i[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 

Bad Arolsen: Zehn Jahre ambulante Kataraktchirurgie

Bad Arolsen, 30. April 2015. Ein Angebot der wohnortnahen Patientenversorgung in Bad Arolsen begeht in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Seit zehn Jahren bietet die Augenklinik des Klinikum Kassel Patienten die Möglichkeit einer Grauen-Star-Operation in ihrem Krankenhaus vor Ort. Dazu kommt ein- bis zweimal pro Monat ein professionelles Augenarztteam unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Effert, dem Direktor der Augenklinik, ins Krankenhaus Bad Arolsen. Deutlich über 1000 Patientinnen und Patienten aus Nordwaldeck und darüber hinaus hat Prof. Effert seitdem eine oder zwei getrübte Augenlinsen durch eine Kunstlinse ersetzt und ihnen wieder klares Sehen ermöglicht.
 
Grauer Star (auch Katarakt genannt) ist eine der häufigsten  Ursachen für eine Sehminderung. Als Grauer Star wird allgemein eine Trübung der Augenlinse bezeichnet, die mit steigendem Alter vermehrt auftritt. Etwa 500.000 Operationen am Grauen Star erfolgen jedes Jahr in Deutschland. Der Eingriff, bei dem die getrübte Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt wird, geht zwar schnell, erfordert aber insbesondere bei den zunehmend älter werdenden Patienten große operative Erfahrung  Die Operationen führt Prof. Effert selbst in Bad Arolsen durch. Am Tag des geplanten Eingriffs  werden die Patienten voruntersucht, anschließend erfolgt die Operation. Voruntersuchung und Operation finden also nicht getrennt statt, sondern bei einem gemeinsamen Termin.

Als Änderung seit den ersten Kataraktoperationen in Bad Arolsen nennt Prof. Effert das Narkoseverfahren. Heute könne der Eingriff auch mit Hilfe der Tropfanästhesie erfolgen, so dass das Auge nicht mit einer Injektion betäubt wird. Konkret bedeute das für die Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente (wie Marcumar oder Xarelto) nehmen, dass sie diese nicht absetzen müssen, sondern weiter einnehmen können. Ein Anästhesist ist bei jedem Eingriff vor Ort, der dafür sorgt, dass der Patient bei der Betäubung des Auges keine Schmerzen hat bzw. gar nichts von dem Eingriff mitbekommt (Kurzschlaf). Die Operation selbst erfolgt dann im wachen Zustand und dauert in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten. Beim Großteil der Patienten ist eine ambulante Operation möglich: Sie können nach kurzer Zeit das Krankenhaus verlassen. Weitere Kontrollen erfolgen anschließend beim nieder-gelassenen Augenarzt.

Durch die Zusammenarbeit mit dem in Bad Arolsen-Mengeringhausen niedergelassenen Augenarzt Dr. Michael Kusber gibt es seit einiger Zeit ein weiteres ambulantes augenärztliches Angebot im Krankenhaus der Barockstadt, das den Patienten Fahrzeiten erspart: Injektionen bei Makuladegeneration. Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte, die besonders häufig bei älteren Menschen auftritt. Die Makula ist ein Fleck in der Mitte der Netzhaut, mit einem Durchmesser von etwa zwei Millimetern. Bei einer Makuladegeneration funktioniert diese Stelle schärfsten Sehens nicht mehr richtig.

Es wird zwischen zwei Formen der AMD unterschieden: Während es für die trockene Makuladegeneration noch keine Behandlungsmöglichkeit gibt, lässt sich bei der feuchten Form zumindest das Fortschreiten der Erkrankung stoppen oder verlangsamen. Die häufigste Therapie sind heutzutage Injektionen. „Den Patienten wird dabei das Medikament in Tropfanästhesie mehrfach in den Glaskörper des Auges gespritzt, die so genannte intravitreale Injektion“, erläutert Dr. Kusber. Mit den Spritzen erreiche man eine Verbesserung des Sehvermögens. Da die Wirkung der Spritze meist nach einiger Zeit nachlasse, erfolgten dann häufig weitere Injektionen.

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Bernd Tilenius, bezeichnete das Angebot der Kasseler Augenklinik in Bad Arolsen als beispielhaft für die gute Zusammenarbeit der beiden Kliniken innerhalb der Gesundheit Nordhessen.
 

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Inga Eisel
Telefon 0561 980-4898
Telefax 0561 980-6870
E-Mail