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Tennisellenbogen (Tennisarm) / Golferellenbogen (Werferellenbogen)

Unter dem sogenannten "Tennisellenbogen" (Epicondylitis humeri radialis) versteht man eine so genannte Sehnenansatzentzündung (= Ansatztendinose) der Unterarm- und Handstreckmuskulatur mit Beteiligung der angrenzenden Muskulatur, die in der Regel durch Überbeanspruchung im Beruf, oder auch Sport (z.B. Tennis) hervorgerufen wird. Dies erklärt auch die Entstehung der Bezeichnung "Tennisarm". Häufig tritt diese Sehnenansatzentzündung bei Menschen auf, die an einem Computerarbeitsplatz arbeiten. Dies ist dadurch bedingt, dass die Hand in einer permanenten Streckhaltung über der Tastatur oder der Computermaus gehalten wird. Hierdurch kommt es zu einer Überbeanspruchung der Handstreckmuskulatur, die am körperfernen Oberarm ansetzt.

Der Golferellenbogen /"Werferellenbogen" (Epicondylitis humeri ulnaris) beschreibt dagegen eine Ansatztendinose der Unterarm- und Handbeugemuskulatur. Des Weiteren kommt als Ursache auch die Arthrose bei älteren Menschen in Frage. Als Symptome bestehen meist Schmerzen im Ellenbogenbereich, die bis in die Hand ausstrahlen können. Meistens besteht ein lokaler stechender Druckschmerz am Knochenansatz der betroffenen Muskulatur, sowie Schmerzen an der Außenseite (beim Tennisarm) bzw. Innenseite (beim Golferellenbogen) des Ellenbogens, die durch Dreh-, Beuge- und Streckbewegungen der betroffenen Muskelfasern oder Faustschluss hervorgerufen werden. Durch die Schmerzen werden die Patienten in der Ausübung ihrer alltäglichen Tätigkeiten zunehmend eingeschränkt. In weiter fortgeschrittenen Stadien kommt es zur Kraftminderung der gesamten Hand- und Fingermuskulatur, die bis zu einem gänzlichen Verlust der gesamten Griffstärke und Bewegungseinschränkung im Ellenbogengelenk führen können.

Als konservative Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Physikalische Therapie, medikamentöse Therapie, lokale Infiltrationen mittels Spritzen, Ruhigstellung mittels Oberarmgipsschiene, Epicondylitisspange, Krankengymnastik und extrakorporale Stoßwellentherapie. Als Patient können Sie selbst auch zur Heilung beitragen. Dies kann z.B. durch eine Veränderung des Arbeitsplatzes erreicht werden. Sie sollten eine dauerhafte Streckung der Hand insbesondere am Computerarbeitsplatz vermeiden. Dies kann durch entsprechende Computermauspads und durch Handballenstützen, die vor der Tastatur liegen, erreicht werden. Zudem sollten Sie die Handgelenkstreckmuskulatur beim Tennisellenbogen bzw. die Handgelenksbeugemuskulatur beim Werferellenbogen dauerhaft (3-4x täglich für 10 Minuten) dehnen. Sollte unter der konservativen Therapie im Verlauf keine Besserung eintreten, so ist eine operative Maßnahme (Durchtrennung der schmerzleitenden Fasern sowie Einkerben der Muskelansätze) empfehlenswert.

Notfall
 


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