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Schultergelenk | 3.3. Schulterarthrose (Gelenkverschleiß)

Die Arthrose des Schultergelenkes kann als primäre Form, als schicksalhafter Verschleiß, oder als sekundäre Form nach Knochenbruch oder bei Rheumatikern auftreten. Sie äußert sich in der Regel durch Ruhe- und Bewegungsschmerzen sowie eine Einschränkung der Beweglichkeit. Dies ist auch abhängig von der zugrunde liegenden Ursache.

Die Diagnose wird insbesondere durch die Röntgenuntersuchung gestellt. Insbesondere bei schwerer Knochenverformung muss ggf. eine Computer-Tomographie durchgeführt werden, wenn eine Operation geplant ist. Als Therapie bei leichten Formen kommt zunächst eine konservative Behandlung mit Medikamentengabe, physikalischer Therapie und Krankengymnastik in Betracht. Bei starken Beschwerden und deutlicher Einschränkung der Funktion hat sich in den letzten Jahren die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes ("Schulterendoprothese") als Operation der Wahl etabliert.

Hier wird zwischen einer Total-Prothese, d.h. Ersatz des Oberarmkopfes und der Pfanne, sowie einer Hemi-Prothese, bei der nur der Oberarmkopf ersetzt wird, unterschieden. Die Frage, ob eine Total- oder eine Hemi-Prothese eingesetzt wird, ist im Wesentlichen von der Form der Arthrose und der Funktion der Rotatorenmanschette abhängig.

Es liegen für diese Operationen, die heute zu den Standardeingriffen in spezialisierten Abteilungen gehören, gute Langzeitergebnisse mit Verläufen von über zehn Jahren vor. Dabei muss ähnlich wie für die Rekonstruktion von Sehnendefekten eine Rehabilitationsdauer von mehreren Monaten eingeplant werden.

Die Arthrose des Schultereckgelenkes zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterdach kann sowohl als normaler Verschleiß als auch nach Verletzungen oder nach häufiger, schwerer Hebebelastung auftreten. Die Beschwerden können denen des Impingement-Syndromes ähnlich sein. Ein Test mit lokaler Betäubung kann die Schmerzentstehung zuordnen. Konservative Therapie ist oft wenig erfolgreich, so dass häufig eine Operation notwendig ist.

Hierbei wird entweder offen oder arthroskopisch ein wenige Millimeter breites Stück des äußeren Schlüsselbeinendeses entfernt. Die Ergebnisse dieser Operation sind gut. Die Nachbehandlungsdauer ist relativ kurz, wobei für einige Wochen keine schweren Gewichte gehoben werden sollen.
Notfall
 


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