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Ärzte trainieren das Operieren am Simulator

Kassel, 26. Juni 2014. Gefäßzugänge legen, die Lunge entlasten oder minimalinvasiv operieren – am Klinikum Kassel können Nachwuchsmediziner künftig im hauseigenen Trainingslabor lernen, wie bestimmte ärztliche Tätigkeiten ausgeführt werden. Das sogenannte „Skills Lab“ schult die praktischen Fähigkeiten, die die Jungmediziner im Berufsalltag benötigen. „Je mehr man geübt hat, desto einfacher ist es später“, sagt Prof. Dr. Jürgen Faß, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Kassel. Als Projektleiter für das „Skills Lab“ hat er gemeinsam mit Volker Pape, Leiter des Bildungszentrums bei der Gesundheit Nordhessen (GNH), dafür gesorgt, dass die ärztliche Weiterbildung am Klinikum Kassel nun durch ein praxisnahes Training unterstützt werden kann.

Zwei Simulatoren stehen bereit, um laparoskopische Operationen, also minimalinvasive Eingriffe in der Bauchhöhle, zu trainieren. Zum Einsatz kommt dieses Verfahren zum Beispiel, wenn die Gallenblase oder der Blinddarm entfernt werden muss. Auf einem Monitor können die Teilnehmer nachverfolgen, wie sie sich im Inneren des simulierten Bauchraums mit den Greifinstrumenten des Simulators bewegen. „Es geht um die Umsetzung von zweidimensionalen Bildern in dreidimensionale Bewegungen“, erläutert Prof. Jürgen Faß. Sebastian Herzberg, Assistenzarzt in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, meint nach seiner ersten Übungseinheit: „Es ist nicht ganz einfach, aber ein gutes Training für die Koordination.“

An Übungspuppen können weitere ärztliche Fertigkeiten trainiert werden. Beispielsweise wie man am Hals einen Gefäßzugang – einen sogenannten zentralvenösen Katheter – legt. Für einen möglichst realistischen Eindruck sorgt das Kunstblut, das dabei fließt. An einer anderen Puppe lernen die Teilnehmer, wie mithilfe eines Ultraschallgerätes krankhafte Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum, beispielsweise Pleuraergüsse, erkannt und behandelt werden können. 

Trainieren lassen sich auch Notfälle: Wenn die Lunge aufgrund von Verletzungen – zum Beispiel nach einem Unfall – plötzlich kollabiert, ist dies lebensbedrohlich für den Patienten. Wie man eine Thoraxdrainage legt, also einen dünnen Kunststoffschlauch einführt, um Flüssigkeiten oder Luft aus dem Brustkorb (Thorax) abzuleiten, lernen die Mediziner nun an den Übungspuppen im „Skills Lab“. „Das sollte zur Standardausbildung in jedem chirurgischen Fach gehören“, führt Prof. Jürgen Faß aus. Zugute komme dies später den Patienten, denn gerade bei komplikationsträchtigen Eingriffen bewähre sich Routine.

Neben den Assistenzärzten der Allgemein- und Viszeralchirurgie trainieren im Klinikum Kassel auch die Nachwuchsmediziner der Kliniken für Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie, Gynäkologie und Urologie im „Skills Lab“. Angeleitet werden sie dabei von erfahrenen Fach- und Oberärzten des Klinikums.

 
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