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Plastische Chirurgie: Prof. Giessler Klinikdirektor

Kassel, 14. Februar 2013. Prof. Dr. Goetz A. Giessler leitet seit Februar die Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie im Klinikum Kassel. Der 40-Jährige ist von der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) Murnau, wo er Leitender Arzt der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie war, nach Nordhessen gewechselt.

Zum Fachgebiet der Plastischen Chirurgie gehören die Handchirurgie, die Ästhetische Chirurgie, die Verbrennungschirurgie und die Rekonstruktive Chirurgie. Dabei befasst sich die Rekonstruktive Chirurgie mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen, Unfällen oder Verbrennungen, aber auch mit der Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen. Die Plastische Chirurgie stelle im Klinikum Kassel einen wichtige Schnittstelle dar, so Klinikum-Geschäftsführer Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen. Mit den zahlreichen Organzentren, dem überregionalen Traumazentrum und  der Schwerbrandverletzten-Einheit für Kinder komme der Plastischen Chirurgie große Bedeutung bei der interdisziplinären Behandlung der Patientinnen und Patienten zu. „Mit Prof. Giessler konnten wir einen Fachmann gewinnen, der viel Erfahrung mit den modernsten Verfahren der Plastischen Chirurgie mitbringt.“

Dazu zählen beispielsweise die Mikrochirurgie und Supramikrochirurgie. Für die Transplantation von durchblutetem Gewebe wie Haut, Knochen, Muskeln und Fett nutzt der Operateur dabei ein Mikroskop und arbeitet mit feinsten Instrumenten und Fäden, die dünner sind als ein Haar. Noch kleiner sind die Lymphgefäße, die mit Hilfe der Supramikrochirurgie genäht werden. Mit diesen filigranen Techniken, für welche das Klinikum ein OP-Mikroskop der neuesten Generation angeschafft hat, lässt sich unter größtmöglicher Schonung des Gewebes operieren.

Die rekonstruktive Mikrochirurgie wird nach den Worten des neuen Chefarztes künftig auch einer der Schwerpunkte der Klinik sein, die das gesamte Spektrum der Plastischen Chirurgie abdeckt - von der Rekonstruktion nach großen Tumoroperationen über den Brustaufbau und die Körperkonturchirurgie nach erheblicher Gewichtsabnahme bis zur Wiederherstellung nach schweren Gesichtsverletzungen. „In der Handchirurgie können wir beispielsweise komplexe Verfahren des Knochentransfers und der Handgelenkschirurgie anbieten“, so Prof. Giessler. Als Beispiele für Schwerpunkte in der Ästhetischen Chirurgie nennt er die Ober- und Unterlidstraffung, die Gesichtsstraffung (Facelift) und die Ästhetische Brustchirurgie. 

Mit den beiden Oberärzten Dr. Gunther Schuster (Schwerpunkt Handchirurgie) und Dr. Holger Engel (Schwerpunkt Plastische und Rekonstruktive Chirurgie) will Prof. Giessler dazu beitragen, für jeden Patienten die optimale Lösung zu finden. Sein Ziel ist es, dass für die weiterbehandelnden Ärzte und die Patienten immer ein kompetenter Ansprechpartner erreichbar ist. Und noch eins ist ihm wichtig: „Gerade als Plastischer Chirurg muss man zunächst gut zuhören, bevor man handelt, um den Patienten die beste Lösung in Ästhetik und Rekonstruktion anbieten zu können.“
 
Prof. Giessler ist in Kassel geboren und in Murnau aufgewachsen. Nach dem Medizinstudium in Frankfurt und München hat er seine Facharztausbildung für Plastische Chirurgie an den Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken in Murnau und Ludwigshafen absolviert. Dort war er zuletzt als Oberarzt tätig und erlangte auch die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Seit Anfang 2009 war der Mediziner an der BGU Murnau in verantwortlicher Position tätig. Als Leitender Arzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie war er dort auch für den Aufbau der interdisziplinären Kooperation mit dem Klinikum Garmisch in den Bereichen Gynäkologie (Rekonstruktion der Brust) und Allgemeinchirurgie (Rekonstruktion nach großen Tumoroperationen) verantwortlich.

Prof. Giessler hat seinen Erfahrungsschatz an Kliniken im In- und Ausland ständig erweitert. Ein einjähriger Forschungsaufenthalt führte ihn beispielsweise an die renommierte Mayo-Clinic in Rochester, Stipendien von Fachgesellschaften nach Gent, Boston und an die Johns Hopkins University in Baltimore. Seit September 2012 hat er eine außerplanmäßige Professur am Universitätsklinikum Heidelberg inne.

 
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