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Aufsichtsrat beschließt Markterkundung

Kassel, 19. Dezember 2012. Die Gesundheit Nordhessen Holding AG GNH sucht für ihre Seniorenwohnanlagen SWA in Kassel einen strategischen Partner aus dem Bereich des Betriebs von Altenpflegeeinrichtungen, der 49 Prozent der Geschäftsanteile erwirbt und die Geschäftsführung übernimmt. Der Aufsichtsrat der GNH beschloss in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch, 19. Dezember, zu diesem Zweck ein Markterkundungsverfahren.

Grund für diesen Schritt ist die defizitäre wirtschaftliche Struktur der Seniorenwohnanlagen Kassel, die hauptsächlich in nicht wettbewerbsfähigen Personalkosten begründet liegt. Der Markt der Seniorenheime ist durch ein Überangebot geprägt. Darunter sind zahlreiche Anbieter, deren Löhne bis zu 25 Prozent unter dem Lohnniveau der SWA liegen. Die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung der SWA mit Übernahme der Geschäftsführung durch den neuen Partner gibt der Gesundheit Nordhessen Holding AG die Möglichkeit, sich auf ihr Kerngeschäft, den Betrieb medizinischer Einrichtungen, zu konzentrieren.

In den vergangenen drei Jahren hat die GNH auf zahlreichen Wegen versucht, eine wirtschaftliche Sanierung der SWA herbeizuführen. Eine Attraktivitätssteigerung der Häuser über einen Neubau war in Planung. Angesichts des Wegfalls von Fördermitteln aus dem Landeshaushalt und der defizitären Lage der Häuser selbst, ließ sich dieses Bauvorhaben jedoch nicht realisieren.

Zur Entwicklung weiterer Ideen beauftragte die GNH in Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di die Beratungsgesellschaft „Institut für betriebswirtschaftliche und arbeitsorientierte Beratung GmbH“ (BAB), ein Konzept zum wirtschaftlichen Betrieb der SWA zu erstellen. Die von BAB vorgeschlagenen Maßnahmen hätten schwergewichtige Beiträge aller Beteiligten erfordert, die nach Einschätzung von BAB weit über die bisherige Praxis hinausgegangen wären. Für die Laufzeit des Zukunftssicherungsvertrags bis 2015 konnte hierzu jedoch leider keine Einigung zwischen der GNH und dem Tarifpartner ver.di erzielt werden.

Die Gesundheit Nordhessen nutzt die Markterkundung mit dem Ziel der Veräußerung des Minderheitsanteils und der Gewinnung eines strategischen Partners als eine letzte Alter-native vor dem sofortigen Verkauf der Einrichtung. Diese Entscheidung ist dem Vorstand der GNH und deren Aufsichtsrat nicht leicht gefallen, aber eine langfristige Sanierung der SWA mit den Strukturen des öffentlichen Tarifrechts war leider nicht möglich.

Der Zukunftssicherungsvertrag bleibt von diesem Verfahren unberührt. Er gilt bis Ende 2015. Auch die Verträge mit Bewohnern und Kunden der SWA-Einrichtungen am Lindenberg und im Fasanenhof bestehen weiter fort, da die GNH in jedem Fall Hauptanteilseigner der SWA bleibt. Das Markterkundungsverfahren zielt darauf ab, einen strategischen Partner als Minderheitsbeteiligter mit der Option einer weiteren Veräußerung von Anteilen nach 2015 zu finden, der eine gesicherte Zukunft auf wirtschaftlich solider Basis für die Häuser in den beiden Kasseler Stadtteilen sowie für den ambulanten Pflegedienst „SWA aktiv“ sicherstellt.  

 
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