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Alle Bewerber erhalten eine Stelle

Kassel, 5. Oktober 2012. Erstmals nach vielen Jahren konnten im Klinikum Kassel in diesem Jahr wieder alle Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule übernommen werden, die sich auf eine Stelle beworben haben. „Wir freuen uns sehr, dass wir im Frühjahr und Herbst insgesamt 42 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern – davon sieben Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen – den Start in das Berufsleben ermöglichen können“, so Arbeitsdirektorin Birgit Dilchert. Noch 2005 habe die Lage ganz anders ausgesehen, damals konnte keine Absolventin und kein Absolvent übernommen werden. Eine höhere Arbeitslosenquote in Kassel führte damals dazu, dass nur wenige Pflegekräfte aus dem Arbeitsverhältnis ausschieden und andere früher aus der Elternzeit zurückkehrten. „Wir haben damals dennoch die Zahl unserer Ausbildungsplätze beibehalten und über Bedarf ausgebildet, um möglichst vielen jungen Menschen eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen“, so Dilchert. Für die Pflege stehen im Klinikum Kassel 225 Ausbildungsplätze bereit, insgesamt stellt die Gesundheit Nordhessen 376 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Übernahmen im Klinikum von 23 in 2007 auf jetzt 42 Übernahmen gestiegen. Das liegt nach Angaben des pflegerischen Geschäftsführers Helmut Zeilfelder unter anderem daran, dass bedingt durch eine Leistungsausweitung mehr Pflegestellen geschaffen wurden. Auch das 2011 ausgelaufene Pflegeförderprogramm der Bundesregierung habe dazu beigetragen. Zudem sei bei der Personalplanung verstärkt darauf geachtet worden, den Schülerinnen und Schülern eine Perspektive zu bieten. So wurden einige Pflegestellen kurzzeitig freigehalten, um sie nach dem Examen mit Absolventen zu besetzen. „Das funktioniert natürlich nur mit Unterstützung und Kompromissbereitschaft des Stationsteams“, so Zeilfelder. 

GNH-Personalvorstand Birgit Dilchert und Konzernbetriebsratsvorsitzender Matthias Dippel haben sich in diesem Zusammenhang in einem Schreiben an regionale Europa- und Bundestags-abgeordnete gegen eine geplante Änderung bei den Zugangsbedingungen für die Pflege-Ausbildung gewandt (Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen). Während die Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung bislang für Schulabgängerinnen und -abgänger mit einem zehnjährigen allgemeinbildenden Schulabschluss offen steht, soll nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission künftig ein zwölfjähriger Schulabschluss vorgeschrieben werden.

„Für die mit der Gesundheit Nordhessen verbundenen Ausbildungsstätten bedeutet dies, dass künftig etwa 60 Prozent unserer Bewerber und Bewerberinnen, die nach heutigem Recht für die Ausbildung geeignet sind, nicht mehr zur Ausbildung zugelassen werden“, schreiben Dilchert und Dippel. Da nicht damit zu rechnen sei, dass eine entsprechende Zahl an Schulabgängerinnen und -abgängern mit zwölfjährigem Bildungsabschluss gewonnen werden könne, müssten 130 Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und perspektivisch abgebaut werden. „Eine solche Entwicklung wäre angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs in der Pflege unverantwortlich und würde in der Gesundheit Nordhessen mittelfristig eine qualifizierte Versorgung der Patientinnen und Patienten in Frage stellen.“ Dilchert und Dippel appellieren an die Abgeordneten, sich nach Kräften für einen Erhalt der derzeit geltenden Zugangsmöglichkeiten zur Ausbildung einzusetzen.
 

 
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