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TraumaNetzwerk Göttingen-Kassel zertifiziert

Göttingen/Kassel, 20. Juni 2012. Etwa 35.000 Menschen müssen jedes Jahr aufgrund schwerer Unfälle behandelt werden. 8,5 Millionen Unfälle ereignen sich pro Jahr, sie stehen an fünfter Stelle aller Todesursachen in Deutschland. Innerhalb weniger Minuten müssen lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden, die für die Patienten lebensrettend sein können. Die Überlebensrate Schwerstverletzter in Deutschland ist in den letzten 15 Jahren von 63 Prozent auf 85 Prozent gestiegen. Das TraumaNetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) umfasst bundesweit 32 zertifizierte TraumaNetzwerke mit über 880 teilnehmenden Kliniken.

Das bundesweit erste Netzwerk war das TraumaNetzwerk Göttingen-Kassel. Es wurde jetzt von der DGU zertifiziert. Für die Menschen in der Region im "Vier-Ländereck" Südniedersachsen, Nordhessen, Thüringen und Ost-Westfalen dokumentiert diese Zertifizierung das hohe Niveau mit mehr Versorgungssicherheit und Abstimmung im Notfallgeschehen. Notwendig dafür war eine Zertifizierung aller am Netzwerk beteiligten Krankenhäuser und Kliniken. Jetzt erhielten die beteiligten Kliniken im Universitätsklinikum Göttingen ihre Zertifizierungsurkunden.

Das TraumaNetzwerk Göttingen-Kassel wurde im Jahr 2006 gegründet. Es ist das einzige bundeslandübergreifende TraumaNetzwerk im "Vier-Ländereck" Südniedersachsen, Nordhessen, Thüringen und Ost-Westfalen. Es besitzt damit eine Sonderstellung in Deutschland. Partnerschaftlich führend sind die beiden überregionalen Traumazentren und Maximalversorger, die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Klinikum Kassel. Das Netzwerk bietet eigenständige Strukturen, um die Versorgung schwer verletzter Patienten zu verbessern. Damit sichert es unter anderem schnellere Kommunikation und Verlegungen von Patienten und einen zielgerichteten Austausch zwischen den beteiligten Krankenversorgern. Insgesamt nutzen im TraumaNetzwerk Göttingen-Kassel neben zertifizierten 17 Kliniken und Krankenhäusern (darunter von der Gesundheit Nordhessen das Klinikum Kassel und das Krankenhaus Bad Arolsen) auch acht assoziierte Mitglieder (darunter die Kreiskliniken in Wolfhagen und Hofgeismar) sowie andere überregionale Ansprechpartner die herausragende Infrastruktur und Expertise des neuen TraumaNetzwerks.

"Wir sind stolz darauf, dass wir diese Zertifizierung erhalten haben. Damit zählen wir zu den bedeutenden überregionalen Trauma-Netzwerken", sagt Prof. Dr. Klaus-Michael Stürmer, Sprecher des TraumaNetzwerkes Göttingen-Kassel und Bundeslandmoderator für Niedersachsen, Bremen und Hamburg sowie Direktor der Abteilung Unfallchirurgie, Plastische und Wiederherstellungschirurgie der UMG.

Der Vizepräsident der DGU, Dr. Bertil Bouillon, wies auf die hohen Vorhaltekosten von 7,8 Millionen Euro pro Jahr für die Krankenhäuser der Maximal- und Schwer-punktversorgung hin, die nicht angemessen im DRG-System abgebildet und refinanziert seien. "Über 50 Prozent der Patienten kommen außerhalb der normalen Dienstzeiten der Krankenhäuser in die Notfallaufnahmen", so Bouillon. "Da müssen alle Disziplinen vorhanden sein. Und das kostet." Im Zeitraum von 1993 bis 2012 seien über 100.000 Traumapatienten im DGU-Traumaregister dokumentiert. Die TraumaNetzwerke übernehmen die Gesamtverantwortung für die Patienten von der vorklinischen Versorgung bis hin zur Rehabilitation.

Für die erfolgreiche Zertifizierung des TraumaNetzwerkes Göttingen-Kassel mussten einige Voraussetzungen erfüllt werden:

Das Traumanetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) soll jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter fest-gelegten Qualitätsstandards sichern. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Netzwerke sollen die Zusammenarbeit und der Austausch aller beteiligten Kliniken der Sicherung und Optimierung der Behandlungsstandards schwerverletzter Patienten dienen. Es gibt lokale, regionale und überregionale Zentren.

 
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