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Spendenaufruf: Teresa soll wieder spielen können

Kassel, 19. Juni 2012. Teresa ist gerade vier Jahre alt und hat doch schon eine weite Reise alleine auf sich nehmen müssen. Das Mädchen aus Angola erlitt bei einem Unfall vor acht Monaten schwere Verbrennungen. Vor wenigen Wochen kam sie nach Deutschland und wird zurzeit im Klinikum Kassel behandelt. Der Verein „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus“ bittet nun um Spenden für die Therapie der Vierjährigen.

Durch die Verbrennungen, die in ihrem Heimatland nur unzulänglich versorgt werden konnten, und die anschließende Narbenbildung war der rechte Arm des kleinen Mädchens in angewinkel-tem Zustand fixiert. Sie konnte ihn nicht mehr benutzen. Als die Organisation Friedensdorf International (www.friedensdorf.de) Teresa nach Deutschland brachte, war nicht einmal klar, ob eine Amputation zu verhindern wäre. Doch Oberarzt Dr. Joachim Suß, Leiter des Schwerbrandverletztenzentrums der Klinik für Kinderchirurgie am Klinikum Kassel, ist zuver-sichtlich, dass das Kind den Arm wieder gut bewegen können wird.

Bis heute haben die Kinderchirurgen des Klinikum Kassel drei Mal operiert. Zunächst entfernten sie das Narbengewebe. Daraufhin wurde ein Unterhautersatz und im dritten Schritt Eigenhaut transplantiert. Die Behandlung dauert insgesamt mindestens zwei Monate und kostet etwa 20.000 Euro. „Wir würden uns freuen, wenn die Menschen uns mit Spenden unterstützen könnten, um Teresas Behandlung zu finanzieren“, sagt Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des Vereins Hilfe.

Ehrenamtliche Unterstützung erhält Teresa bereits von der portugiesischen Gemeinde. Luis Rodrigues, der selbst aus Angola stammt und heute in Kassel wohnt, kümmert sich um das Mädchen. Er ist selbst zweifacher Vater und versucht, die Vierjährige, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen ist, so oft wie möglich zu besuchen. Sachspenden der Medizinprodukte-Hersteller unterstützen ebenfalls Teresas Genesung. So stellt Integra den Unterhautersatz und Smith & Nephew die speziellen Wundverbände kostenlos zur Verfügung. Ohne die Spen-denbereitschaft der Bevölkerung könnten Kinder aus dem Friedendorf wie Teresa aber nicht behandelt werden. „Mindestens eine Operation an der rechten Hand wird noch nötig sein sowie im Anschluss eine intensive Physiotherapie“, erklärt Dr. Suß die Therapieschritte, die noch folgen sollen, bevor die Vierjährige wieder nach Hause kann.

 
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