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GNH-Jahresbilanz 2011: Ergebnis erneut verbessert

Kassel, 12. Juni 2012. Mit einem Gewinn von 9,35 Mio. Euro hat die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) 2011 zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um mehr als fünf Prozent gesteigert werden. Wie in den vergangenen Jahren kann den Beschäftigten der 2011 einbehaltene Gehaltsanteil fast vollständig zurückgezahlt werden.

Die deutschen Krankenhäuser waren 2011 erneut von Maßnahmen zur Kostendämpfung betroffen, insbesondere zur Sanierung der Krankenkassen. Durch gesetzliche Vorgaben durfte die Vergütung der Krankenhausleistungen in Hessen nur um rund ein Prozent steigen, bei gleichzeitigen Kostensteigerungen für die Kliniken von 2,5 bis 3 Prozent. Dass die Gesundheit Nordhessen trotzdem zum zweiten Mal auf das erfolgreichste Jahr seit ihrer Gründung 2002 zurückblicken kann, begründete Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard M. Sontheimer mit Einmaleffekten aus der Auflösung von Rückstellungen aus früheren Jahre sowie einer Leistungsausweitung. So wurden komplexere Erkrankungen und insgesamt mehr stationäre Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern der Gesundheit Nordhessen behandelt (2011: 72.697 Pat., 2010: 68.455).

Die erneute Steigerung des Gewinns auf 9,35 Mio Euro (2010: 4,83 Mio Euro) geht somit auf den Krankenhausbereich zurück, insbesondere das Klinikum Kassel. Den Umsatz steigerte die Gesundheit Nordhessen 2011 auf 332,51 Mio Euro (2010: 304,93 Mio). Die Liquidität ist durch den Abbau der Verbindlichkeiten und die Investitionstätigkeit am Klinikum Kassel auf 31 Mio. Euro gesunken. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 1,14 Mio. Euro. Als sehr erfreulich bezeichnete Sontheimer, dass die Umsatzrentabilität vor Steuern innerhalb der GNH AG gegenüber dem Vorjahr konzernweit von 1,9 auf 3,5 Prozent in 2012 gesteigert werden konnte, die Eigenkapitalrentabilität von 11,4 auf 17,7 Prozent. „Mit diesen Kennzahlen weisen wir überdurchschnittlich gute Zahlen auf.“

Die Klinikum Kassel GmbH einschließlich Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und Zentrum für medizinische Versorgung konnte 2011 trotz des Ausfalles der Zentralsterilisation im Februar mit einem Überschuss von 6,6 Mio. Euro abschließen (2010: 5 Mio.). Die für mehrere Wochen reduzierte OP-Kapazität wurde teilweise durch den Ausbau der Herzchirurgie ab April 2011 kompensiert. Die zweite Jahreshälfte war geprägt von der Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Frauen- und Kindermedizin am Klinikum mit 250 Betten und rund 500 Beschäftigen, die jährlich 16.000 stationäre und 60.000 ambulante Patienten behandeln. Damit ist der erste Teil der Zielplanung für das Klinikum Kassel abgeschlossen, der insgesamt 116,5 Mio Euro gekostet hat. Der Betrieb des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld wurde in das neue Zentrum für Frauen- und Kindermedizin integriert. Der alte Standort wurde zum Jahresende geschlossen, die Immobilie soll verkauft werden.
 
Die Krankenhaus Bad Arolsen GmbH konnte ihre Leistungen deutlich steigern und ihren Fehlbetrag auf 135.500 Euro verringern (2010: Fehlbetrag 232.900 Euro). Die durch die Schließung der Geburtshilfe reduzierte Patientenzahl wurde durch zusätzliche Patienten in der Chirurgie und der Inneren Medizin fast ausgeglichen. Die Kreiskliniken Kassel GmbH hat 2011 einen Überschuss von 129.900 Euro erreicht (2010: Verlust 347.400 Euro), obwohl insbesondere die Kreisklinik Helmarshausen mit strukturellen Problemen zu kämpfen hat und dadurch einen Verlust von 1,1 Mio. verursacht.

Die Seniorenwohnanlagen Kassel GmbH konnte 2011 zwar mit einem Gewinn von 49.600 Euro abschließen (2010: Fehlbetrag 157.200 Euro). Wegen steigender Kosten bei nur gering steigenden Erlösen ist die Entwicklung aber insgesamt negativ. Für die SWA Fasanenhof in Kassel wurden daher die Pläne zu Sanierung und Erweiterung des Pflegeheims vorangetrieben, die unter anderem einen höheren Anteil von Einzelzimmern und  mehr Pflegeplätze mit sich bringen.

In der ambulanten Rehabilitation wurde ein Überschuss von 97.000 Euro erreicht (2010: Verlust 181.000 Euro). Bei der Servicegesellschaft ökomed GmbH (Speisenversorgung, Reinigung, Logistik) stieg der Fehlbetrag auf 1,07 Mio Euro, nachdem er 2010 wegen Einmaleffekten auf 469.600 Euro gesunken war.

Die Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen erhalten dank des guten Ergebnisses bereits zum fünften Mal den gemäß Zukunftssicherungsvertrag vom Lohn und Gehalt einbehaltenen Betrag fast komplett zurückgezahlt, insgesamt 7,75 Mio Euro. Die Höhe der Rückzahlung variiert, weil in die Berechnung das Ergebnis der jeweiligen Gesellschaft einfließt. Der Vertrag regelt, dass die nicht-ärztlichen und außertariflich Beschäftigten von 2007 bis 2015 auf einen Teil ihrer Vergütung verzichten, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Im Gegenzug sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und ein Verbleib in kommunaler Trägerschaft gesichert.

Durch die Leistungsausweitung und das Pflegeförderprogramm der Bundesregierung, das Ende 2011 ausgelaufen ist, erhöhte sich die Zahl der Vollzeitstellen um 38 auf 3.161 im Jahresdurchschnitt (2010: 3.123). Diese werden von 4.802 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einschließlich rund 360 Auszubildenden, besetzt. „Nur mit der hohen Kompetenz und dem großen Engagement unserer Beschäftigten konnten wir erneut ein positives Ergebnis erreichen, wofür wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich danken“, so Sontheimer.

Um auch künftig eine hochwertige medizinische Versorgung sicherstellen zu können, nimmt die Gewinnung, Förderung und Bindung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern breiten Raum beim Personalmanagement ein. Beispielsweise wurde 2011 ein Wiedereinstiegs- und Kontakthalteprogramm für Beschäftigte in Familienzeit ins Leben gerufen sowie eine Betriebsvereinbarung zur demographischen Entwicklung getroffen. Darin ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen zusammengefasst, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so lange wie möglich zu erhalten. Auch die Bildung neuer Teams im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin wurde verstärkt begleitet.

Neben der Qualifizierung der Beschäftigten dienen weitere Maßnahmen der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. So veröffentlicht die Gesundheit Nordhessen jährlich die im Rahmen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) ermittelten Ergebnisse zur Behandlungsqualität. Inzwischen sind sechs Chefärzte als Peer-Reviewer tätig und besuchen mit interdisziplinären Teams andere IQM-Kliniken, um Behandlungsverläufe zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Für das laufende Jahr ist nach den Worten Sontheimers ein Gewinn von etwas unter 500.000 Euro eingeplant. „Unsere Einnahmen werden voraussichtlich erneut um weniger als ein Prozent steigen dürfen. Bei Lohnsteigerungen von rund drei Prozent geht die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben in den Kliniken immer weiter auseinander.“ Der GNH-Vorstandsvorsitzende forderte die Politik auf, die Grundlagen für eine verlässliche Finanzierung der Krankenhäuser zu schaffen. Beispielsweise solle endlich der lange geplante Orientierungswert, der die Entwicklung der Personal-, Energie- und Sachkosten in den Kliniken berücksichtige, für die Anpassung der Krankenhauserlöse genutzt werden.

Als größte Investition im laufenden Jahr nannte Sontheimer den Bau des neuen Empfangsgebäudes sowie weitere Maßnahmen zur Umsetzung der Zielplanung (Umzug Hautklinik, Abriss Haus 6, Medizintechnik Zentral-OP Haus 1), die mit insgesamt 36,7 Mio. Euro veranschlagt seien. Über die Finanzierung des Gesamtpaketes werde derzeit mit den Banken verhandelt.
 

 
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