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Beschäftigte bleiben „fit4job“

Kassel, 3. Mai 2012. Der demographische Wandel und die schrittweise Erhöhung des Rentenalters stellen für viele Unternehmen eine zusätzliche Herausforderung dar und rücken die veränderte Altersstruktur der Belegschaft in den Fokus strategischer Überlegungen. Die Gesundheit Nordhessen (GNH) hat daher die Angebote zur Gesundheitsförderung für ihre Beschäftigten deutlich ausgebaut. So hat das Reha-Zentrum auf dem Klinikum-Gelände die Trainingsmöglichkeiten erweitert. Unter dem Motto „fit4job“ können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zu besonders günstigen Konditionen trainieren. Ab dem 50. Lebensjahr gibt es bei regelmäßigem Training sogar Gutschriften auf das Arbeitszeitkonto.

Von den rund 4800 Beschäftigten der GNH war Ende 2011 fast ein Drittel 50 Jahre und älter (1468 Personen = 30,56 %). Damit ist der Anteil dieser Altersgruppe innerhalb von zwei Jahren um drei Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der Unter-30-Jährigen um 1,4 Prozent auf 16,47 Prozent gesunken (791 Personen) gesunken. Auf diese Entwicklung hat die GNH nach Angaben von Personalvorstand Birgit Dilchert schon frühzeitig mit verschiedenen Maßnahmen reagiert und inzwischen eine Betriebsvereinbarung zur demographischen Entwicklung abgeschlossen. Darin sei ein ganzes Bündel von Maßnahmen zusammengefasst, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so lange wie möglich zu erhalten. „Dieses Ziel schließt ausdrücklich alle Altersgruppen ein, wir wollen Angebote für die gesamte Erwerbsphase machen“, so Dilchert. „Das fördert nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, sondern auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“

Ein Schwerpunkt der Betriebsvereinbarung besteht in der Stärkung der Eigenvorsorge der Beschäftigten. Dazu hat das Reha-Zentrum am Standort Klinikum durch Umbauten modernere und größere Trainingsflächen geschaffen und in neue Geräte investiert. Beschäftigte können dort mit einem Jahresvertrag für 15 Euro monatlich Ausdauer, Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem trainieren sowie die Sauna nutzen. Für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ab 50 Jahren lohnt sich das Training doppelt: Für eine Stunde Training pro Woche bekommen sie eine halbe Stunde auf ihr Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. „Mit diesem Angebot dürften wir in der Region einmalig sein“, meint Dilchert.

Das neue Angebot kommt bei der Belegschaft sehr gut an. „Seit Anfang April haben sich bereits 62 Beschäftigte für das 50+-Programm eingeschrieben“, so Dr. Werner Brand, Geschäftsführer des Reha-Zentrums. Auch bei den jüngeren gebe es schon 30 neue Mitglieder. Als optimal bezeichnet der Sportmediziner und Unfallchirurg ein Training von je anderthalb Stunden drei Mal pro Woche. „Aber wer es zunächst nur ein Mal pro Woche schafft, tut auch schon etwas Gutes für seine Gesundheit.“ Das Training wird von den Physiotherapeuten des Reha-Zentrums begleitet, welche die Trainingspläne regelmäßig anpassen. Als Besonderheit zum Start des neuen Angebots steht zunächst probeweise außerdem ein Shiatsu-Massagestuhl mit Licht- und Tonimpulsen bereit, der eine besonders rückenentlastende Entspannung verspricht.

GNH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreiskliniken und des Krankenhauses Bad Arolsen, die nicht im Kasseler Reha-Zentrum trainieren, können ebenfalls Arbeitszeit-Gutschriften bekommen, wenn sie bei einem zertifizierten Anbieter trainieren.

Zahlreiche weitere Maßnahmen sind in der Betriebsvereinbarung festgehalten, wie Konzernbetriebsratsvorsitzender Matthias Dippel erläutert: Beispielsweise werden jährlich mindestens 50 elektrisch höhenverstellbare Betten zusätzlich gekauft, das GNH-Fortbildungsangebot wird um spezielle Angebote für ältere Beschäftigte erweitert (z.B. „Älter werden im Beruf“), die Möglichkeiten zur Altersteilzeit werden ausgebaut und für einen gleitenden Übergang zwischen Erwerbsleben und Ruhestandsphase werden die Voraussetzungen für den Einstieg in ein Langzeitkonto geschaffen. „Mit der Betriebsvereinbarung zum demografischen Wandel ist es gelungen eine klassische Win-win-Situation zu erreichen, bei der alle Beteiligten eigentlich nur gewinnen können“, so Dippel.

 
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