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Bild: Angebote für Kinder

Angebote für Kinder

Spielzimmer

Im Spielzimmer steht den Kindern ein reiches Sortiment an Spielzeug, Brettspielen und Büchern zur Verfügung. Sie werden dabei von Sibylle Knoch und Florian Wurst liebevoll betreut. Aktivität, Spaß und Ablenkung helfen unseren Patienten, ihre Krankheit und die Kliniksituation besser zu bewältigen. Die Eltern können sich solange eine kleine „Auszeit“ nehmen, da sie ihre Kinder in fürsorglichen und professionellen Händen wissen. Unser Anliegen ist es, die Kinder und Eltern in ihrer Situation zu unterstützen und ihnen durch unsere pädagogischen Angebote ein gewisses Maß an kindlichem Alltag zu erhalten.

Jugendzimmer: In unserer neuen Klinik ist ein Jugendzimmer eingerichtet, in dem auch unsere älteren Patienten – ungestört von den „Kleinen“ – für sich sein können, „chillen“ und chatten, sich an einem Boxsack austoben oder einfach nur auf dem Sofa abhängen dürfen.

Spielbetreuung am Krankenbett

Bei einigen Therapien oder Bluttransfusionen oder auch bei Fieber dürfen die Kinder manchmal das Krankenzimmer nicht verlassen. In solchen Fällen findet die Spielbetreuung direkt am Krankenbett statt: Florian kommt mit dem Lieblingsspielzeug vorbei oder liest etwas vor.

Klinikclowns

Lachen hilft heilen: Spätestens seit dem Kinofilm „Patch Adams“ mit Robin Williams in der Hauptrolle sind Klinikclowns auch in Deutschland einem breiten Publikum bekannt. In diesem Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, vertritt der Mediziner Patch Adams die These, dass man auch mit Humor und Lachen heilen kann - und der Erfolg gibt ihm recht.

Inzwischen belegen Studien der Wissenschaft vom Lachen (Gelotologie), dass sich Lachen positiv auf Körper und Seele auswirkt. Den Clowns gelingt es, die kranken Mädchen und Jungen zum Lachen zu bringen, stärken dadurch ihre Selbstheilungskräfte und lenken sie von ihren Schmerzen und dem Klinikalltag ab. Damit ist die Clownarbeit ein wichtiger Mosaikstein für den Gesamtplan der Therapien.

Von dem positiven Effekt profitieren auch die Eltern, die für eine Zeit ihre Sorgen zurückstellen können, wenn sie ihre Kinder trotz der Erkrankung lachen sehen. Auch Pflegekräfte und Ärzte spüren die Nachwirkungen der entspannten Situation, die durch die Anwesenheit der Klinikclowns entsteht. Finanziert werden unsere Klinikclowns vom Verein „Verein krebskranke Kinder e.V.“.

Psychomotorische Förderung

Der Ansatz der Psychomotorik ist erlebnisorientiert und sieht das Kind als eigenständiges, aktives wie auch selbstbestimmendes Wesen an, dass sich die Welt über Bewegung sinnlich aneignet. Somit hat die Bewegung im Kindesalter einen enorm hohen Stellenwert. Leidet ein Kind unter Einschränkungen in der Bewegung, erfährt es motorische Unterlegenheit, Ängstlichkeit und Unsicherheit - so wird auch das Gefühl der Hilflosigkeit aufkeimen. Psychomotorische Förderung durch Motologie kann dies verhindern. Wir bieten diese Form der psychomotorischen Förderung zweimal in der Woche auf Station an. Die psychomotorische Förderung richtet sich an all unsere Patienten, sei es stationär, ambulant oder in der Nachsorge. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Therapiemaßnahmen dar und ist an die Bedürfnisse und Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder angepasst. Die Aktivitäten beziehen sich auf die Bereiche Motorik, Emotion, Motivation, Kognition, Kommunikation und soziale Interaktion. Den Kindern werden in diesen Aktivitäten positive Körpererfahrungen und - wahrnehmung vermittelt, wodurch sie lernen, die eigene körperliche Situation anzunehmen und nicht nur krank, sondern auch aktiv zu sein. Dadurch wird die eigene Lebensqualität gesteigert und die Lust an der Bewegung wiedergewonnen, was eine positive Körpererfahrung vermittelt während der onkologischen Therapie ist.

Internet

Unseren Jugendlichen stehen mehrere Stationscomputer (Laptops) zur Verfügung, mit denen sie im Internet chatten und surfen können.

Fruchtalarm

Du musst kein Obst sein, um zu helfen: Unter diesem Motto findet einmal pro Woche der „Fruchtalarm“ auf auf unserer Kinderonkologie statt. Hier können junge Krebspatientinnen und -Patienten gemeinsam mit dem „Fruchtalarm“-Team an einer mobilen Cocktailbar fruchtige (und natürlich alkoholfreie) Cocktails nach ihren Wünschen mixen. Beim „Fruchtalarm“ werden aus verschiedenen Säften und Nektaren, Sirupsorten und Eiswürfeln, bunte und geschmacksintensive Fruchtcocktails kreiert. Die leckeren Drinks mixen die jungen Patienten und Patientinnen direkt am Krankenbett nach den eigenen Wünschen. „Fruchtalarm“ fördert so die Aktivität, Selbstbestimmung und Lebensfreude und bietet in einem fremdbestimmten Klinikalltag eine Abwechslung für die schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen. Durch die Chemotherapie, die die Patienten und Patientinnen passiv über sich ergehen lassen müssen, ist die so wichtige Flüssigkeitsaufnahme oft erschwert. „Fruchtalarm“ hilft, die notwendige Kraft für weitere Behandlungen zurück zu gewinnen und bringt Freude und eine bunte Abwechslung in den Klinikalltag.

Das Kinderkrebsprojekt „Fruchtalarm“ ist im Jahr 2010 aus der Betroffenheit einer Bielefelder Familie entstanden und finanziert sich rein über Spenden. „Diesen Kindern Glücksmomente schenken“, das war und ist das Ziel des Projektinitiators, der immer noch als Projektvorstand tätig ist. Soziale Trägerin des Projektes ist seit 2012 die von Laer Stiftung in Bielefeld. Seitdem rollt die mobile Kindercocktailbar einmal wöchentlich bereits über die Flure von 17 Kinderonkologien in ganz Deutschland. Am 21. März 2016 startete der „Fruchtalarm“ auch in der Kinderonkologie in Kassel und findet seither jeden Montagnachmittag statt.

Mehr erfahren Sie unter www.fruchtalarm.info

Sandmännchen

In diesem Kurs werden Informationen über die optimale Ernährung des Säuglings im ersten Lebensjahr vermittelt.

Jeden Wochentag um 19.00 Uhr gibt es ein besonderes Ereignis, auf das die Kinder schon sehnsüchtig den Nachmittag über warten: Das Sandmännchen kommt in die Patientenzimmer, erzählt ein Märchen oder liest eine Geschichte vor. Dieses von den Kindern sehr geliebte Ritual organisiert und finanziert die Elterninitiative „Verein für krebskranke Kinder Kassel e.V.“

Klinikfeste

Eine dicht belagerte Hüpfburg, wackelige Gehversuche auf Stelzen, freudige Gesichter beim Anblick der lustigen Clowns: Die Station feiert ein buntes Fest. Den Mädchen und Jungen ist kaum anzumerken, dass es sich bei etlichen von ihnen um unsere Patienten handelt.

Alle zwei Jahre laden wir die Kinder unserer Station und ihre Angehörigen zusammen mit ehemaligen Patienten zu einem Fest ein. Zu erleben, wie gut es früheren Patienten heute wieder geht, macht den kranken Kindern und ihren Familien Mut. Auch unser Team empfindet es immer wieder als Ansporn für die tägliche Arbeit, ehemalige Patienten wieder so munter zu erleben.

Transitionsambulanz

Mit Transition meint man die Übergabe der Betreuung eines Patienten aus der Kinder-und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin. Diese steht in der Regel an, wenn die Patienten 18 Jahre alt werden. Um diesen Wechsel optimal und lückenlos zu gestalten, werden die Jugendlichen frühzeitig sowohl medizinisch als auch psychosozial in der sog. Transitionssprechstunde von uns darauf vorbereitet. Zusätzlich erfolgt eine strukturierte Übergabesprechstunde, bei der die Kinderonkologin, die Erwachsenenonkologin und die Sozialarbeiterin der Kinderonkologie gemeinsam mit dem Patienten und seinen Eltern die weitere Betreuung in der Erwachsenenonkologie besprechen. Gerne stehen wir anfangs auch nach erfolgtem Wechsel in die Erwachsenenmedizin für Fragen weiter zur Verfügung .

Tiergestützte Intervention

Im Rahmen der onkologischen Nachsorge bieten wir tiergestützte Interventionen für unsere Patienten als auch Geschwisterkinder an. Dies wird durch fachlich ausgebildetes Personal angeleitet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die ganzheitliche Entwicklungsförderung und Krankheitsverarbeitung der Patienten. Die Gestaltung der Stunde kann unterschiedlich sein und richtet sich nach den Bedürfnissen und Wünschen des Patienten und Geschwisterkindes, mit dem wir arbeiten. Wir sehen unsere Aufgabe in der Begleitung der Begegnung mit dem Tier (Hund/Pferd). Dabei gehen wir auf Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle ein. Tiere faszinieren uns, sie berühren uns durch ihre analoge Kommunikation besonders auf der emotionalen Ebene und halten uns zu ständiger geistiger und körperlicher Bewegung an.

Aktuell

  • Aufbau einer (Langzeit-) Nachsorgeambulanz nach einer Krebserkrankung (Netzwerk für onkologische Fachberatung): Intensive und langwierige Therapien bedeuten für Erkrankte oftmals Herausforderungen, unter anderem auch im sozialen Bereich oder bei der Schul- und Berufsausbildung. Damit die Patienten nicht allein gelassen sind, bauen wir ein Netzwerk für onkologische Fachberatung auf. Dort unterstützen wir die Patienten bei der Suche nach passenden Ansprechpartnern, beraten bei psychosozialen Herausforderungen, unterstützen bei Anliegen in der Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf und bieten unsere Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen an.
  • Ausbau der Geschwisterbegleitung: Rund zwei Millionen Kinder leben in Deutschland mit einem kranken oder behinderten Geschwister. Sie sind stark belastet und tragen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von psychischen Auffälligkeiten – sie brauchen besondere Unterstützung. Der Verein für krebskranke Kinder Kassel e.V. bietet regelmäßige erlebnispädagogische Geschwisterfreizeiten (z.B. Sylt-Freizeit, Huskyprojekt) und Geschwisternachmittage an. Hierbei werden die Ressourcen der Geschwisterkinder gestärkt und gleichzeitig die Belastungen dieser reduziert. Um die Geschwisterbegleitung auszubauen, werden durch eine dafür speziell ausgebildete Mitarbeiterin („Fachkraft für Geschwister von kranken und/oder behinderten Menschen“) zusätzliche konkrete Handlungs- und Gestaltungskompetenzen für die praktische Umsetzung der Geschwisterbegleitung erworben und stellt ein eindeutiges Qualitätsmerkmal der Arbeit mit Geschwisterkindern dar.

 

Notfall
 


Florian Wurst
Erzieher

Telefon: 0561 / 980 - 17593
Telefax: 0561 / 980 - 6759
E-Mail

Sibylle Knoch
Kunst-
therapeutin

Telefon: 0561 980 - 17593
Telefax: 0561 980 - 6759
E-Mail
Kontaktaufnahme

Psychosozialer Dienst:
Stefanie Soßdorf
Tel.: 0561-980-19724
stefanie.sossdorf@klinikum-kassel.de

Medizinische Ansprechpartner

Frau Dr. med. Martina Rodehüser
Frau Dr. med. Sandra Tebbe

Sprechstunde

Mittwoch von 14:00 – 15:00 Uhr nach vorheriger Anmeldung