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Informationen am Tag des brandverletzten Kindes

Kassel, 5. Dezember 2011. Zum zweiten Mal ruft „Paulinchen“, die Elterninitiative für brandverletzte Kinder, am 7. Dezember bundesweit zum „Tag des brandverletzten Kindes“ auf. Schwerpunktthema sind in diesem Jahr Verbrühungsunfälle, denn die Zahl der Verbrühungen bei Kleinkindern liegt nach wie vor auf hohem Niveau.

Die Verbrühung mit heißen Flüssigkeiten wie Kaffee, Tee und heißem Wasser ist eine der häufigsten Unfallursachen im Kleinkindalter. „Bereits eine Tasse mit heißem Tee reicht aus, um die dünne und zarte Haut des Kleinkindes am Kinn, Hals und Oberkörper tiefgradig zu schädigen“, erläutert Dr. Joachim Suß, der mit seinem Team im Zentrum für brandverletzte Kinder am Klinikum Kassel zirka 40 schwerbrandverletzte Kinder pro Jahr behandelt. „Thermische Verletzungen sind sehr schmerzhaft und ziehen einen langen Behandlungsprozess nach sich. Diese Unfälle verändern das Leben der ganzen Familie.“ Um es so weit gar nicht kommen zu lassen, informiert die Klinik für Kinderchirurgie am Mittwoch mit Plakaten und Luftballons in der Eingangshalle des neu eröffneten Kinderzentrums am Möncheberg.

Jedes Jahr werden allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit thermischen Verletzungen ärztlich versorgt. Davon haben ca. 6.000 Kinder so schwere Verbrennungen oder Verbrühungen erlitten, dass sie stationär behandelt werden müssen. „Wir wissen, dass 76 Prozent dieser Kinder zur Altersgruppe unter 5 Jahren gehören. Deshalb ist es wichtig, mit der Prävention ganz früh anzusetzen und Familien möglichst schon in der Schwangerschaft über Unfallgefahren zu informieren“, so Adelheid Gottwald, Vorsitzende der Paulinchen-Initiative für brandverletzte Kinder e.V..

 
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