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Vorbildliches Engagement für die Organspende

Kassel, 22. November 2011. Das Klinikum Kassel ist für seinen Einsatz für die Organspende ausgezeichnet worden. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums haben gemeinsam mit der Klinikleitung die Aufgabe Organspende angenommen und vorbildlich umgesetzt“, erklärte der hessische Sozialminister Stefan Grüttner. „Die heutige Ehrung soll andere Krankenhäuser motivieren, die Organspende ebenfalls als selbstverständlichen Teil des Vorsorgungsauftrages anzunehmen.“

Seit 2003 zeichnen das Hessische Sozialministerium und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) jährlich ein Krankenhaus in Hessen aus. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Kriterien wie die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

„Eine Organspende ist jederzeit in jedem Krankenhaus mit Intensivstation möglich“, erklärte Dr. med. Undine Samuel, Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Mitte. „Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der DSO stehen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung. Im akuten Fall einer Organspende kommen sie in die Krankenhäuser und unterstützen die Mitarbeiter vor Ort“, so Samuel.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, die wir heute erhalten haben“, betonte Dr. Gerhard M. Sontheimer, Geschäftsführer des Klinikums Kassel. „Sie würdigt in erster Linie das Engagement unserer Transplantationsbeauftragten und ihrer Kollegen. Ihnen gelingt es immer wieder, das Thema Organspende konsequent und offen, aber auch mit viel Feingefühl gegenüber den Angehörigen anzusprechen.“

Den Schlüssel zu mehr Organspenden sieht Sozialminister Grüttner nicht allein bei den Krankenhäusern. „Auch jeder einzelne ist aufgerufen, über Organspende nachzudenken und zu Lebzeiten eine eigene Entscheidung zu treffen“, führte er aus. „Daher bin ich der Meinung, dass im Rahmen der Änderung des Bundestransplantationsgesetzes die bisherige erweiterte Zustimmungslösung durch eine Erklärungslösung ersetzt werden muss.“ Darüber hinaus setze sich Hessen dafür ein, dass für diejenigen, die sich dennoch nicht erklären wollen, die erweiterte Widerspruchslösung gelten sollte. Das bedeute, dass eine Organspende nach dem Tod erlaubt sei, sofern die Angehörigen nicht widersprechen. „Mit der Organspende kann man seinen Mitmenschen in einer existenziellen Notlage helfen. Daher muss es dem Einzelnen zuzumuten sein, sich mit der Möglichkeit der Organspende auseinanderzusetzen und sich zu erklären“, führte Grüttner weiter aus.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, die medizinischen Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Mitte, zu der das Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz gehören, betreuen insgesamt 205 Krankenhäuser, davon 99 in Hessen.

 
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