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Scharfer Blick ins Innere des Menschen

Bad Arolsen, 29.  September 2011. „Mit Adleraugen die inneren Organe des Menschen untersuchen“, so beschreibt der Ärztliche Direktor Walter Knüppel die neue Hightech-Ausstattung der Endoskopie-Abteilung der Inneren Medizin im Krankenhaus Bad Arolsen. Die gesamte Geräteausstattung zur Untersuchung der Bronchien und Lunge, der Speiseröhre, des Magens, des Dünndarms und der Gallenwege sowie des Dickdarmes wurde ausgetauscht. Hinzugekommen ist ein  mobiles, rasch einsetzbares Bronchoskop für die Intensivstation. Außerdem wurde eine hochauflösende digitale Videotechnik eingeführt, die Blicke auf die Organschleimhaut mit erheblich stärkerer Vergrößerung als bisher ermöglicht. An drei Videountersuchungsplätzen können nun parallel Patienten untersucht werden. Das Krankenhaus Bad Arolsen profitiert somit von der Technologiepartnerschaft  zwischen der Gesundheit Nordhessen (GNH) und der Firma Dräger, die seit vorigem Jahr für den reibungslosen Betrieb der rund 10.000 elektromedizinischen Geräte in der Holding sowie eine medizintechnische Infrastruktur auf dem aktuellen Stand der Technik verantwortlich ist.

Im Krankenhaus Bad Arolsen werden jährlich mehr als 3000 endoskopische Untersuchungen stationär und ambulant durchgeführt. Die neue Technik ermöglicht eine noch feinere Schleimhautdarstellung und frühzeitige Erkennung von krankhaften Veränderungen. Gleichzeitig zur Probenentnahme für die Diagnostik können bei einer Endoskopie auch Therapiemaßnahmen wie die Stillung von Blutungen aus Magengeschwüren oder die Abtragung von Polypen aus dem Dickdarm erfolgen.
Als eine besondere Spezialität des Gastroenterologen hebt Oberarzt Dr. Peter Dravoj die endoskopische Entfernung von Gallengangssteinen oder die Einlage von Stents (Stützen) in verengte Gallenwege hervor. Die Darmspiegelung als Vorsorgemaßnahme ist ab dem 50. Lebensjahr wichtig und empfohlen. Oberarzt Andreas Karras betont, dass durchschnittlich etwa bei jeder vierten Darmspiegelung Polypen zu finden sind, die als Vorstufen von Tumorerkrankungen gelten. Daher sollten Bauchbeschwerden oder Blut im Stuhlgang unbedingt abgeklärt werden.
„Die Zahl der bei Endoskopien entdeckten Krebserkrankungen ist deutlich steigend. Umso wichtiger ist die rechtzeitige Erkennung dieser Veränderungen mit ausgefeilter Technik“, weiß Chefarzt Walter Knüppel, der die stationäre und ambulante onkologische Therapie leitet. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit den operativ tätigen Kollegen im Krankenhaus Bad Arolsen könne eine zügige Diagnostik und Therapie garantiert werden.

Für die Diagnose und Behandlung von Lungenerkrankungen werden bereits interventionelle Verfahren wie Laser-Therapie,  Argon-Plasma-Beamer, Kryo–Sonde und spezielle Tumorbehandlungsverfahren vorgehalten. Das Krankenhaus Bad Arolsen ist als einzige Klinik in Waldeck-Frankenberg auf Lungenerkrankungen spezialisiert und verfügt beispielsweise über die einzige Autofluoreszenzbronchoskopie in Nordhessen. Geplant ist die Erweiterung des Gerätespektrums um eine hochmoderne Untersuchungseinheit, die mit filigranen Ultraschall-Köpfen die Untersuchung der Bronchien ermöglicht (endobronchialer Ultraschall).

Die GNH und Dräger haben im Vorjahr einen Nutzungsvertrag über Medizintechnik mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Der Vertrag beinhaltet die systematische Erneuerung des Geräteparks, dessen Instandhaltung und Wartung sowie die Bereitstellung von Verbrauchsmaterialien, ohne dass die GNH Eigentum an den Geräten erwerben muss. Das Auftragsvolumen über die gesamte Laufzeit des Vertrages liegt bei über 60 Mio. Euro. Das Modellprojekt hat bundesweit Beachtung erfahren und wurde beispielsweise im Mai dieses Jahres mit dem Innovationspreis PPP 2011 des Behörden-Spiegels ausgezeichnet.
 

 
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