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Facharzt-Team bekämpft schwierige Krebsart

Kassel, 11. August 2011. Eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse bleibt häufig lange unbemerkt. Sie tut nicht weh und verursacht kaum eindeutige Symptome. Das ist tückisch, weil eine Heilung des Bauchspeicheldrüsenkrebses nur in früheren Stadien durch die vollständige Entfernung möglich ist. „Wir haben mittlerweile sehr fortschrittliche Operationstechniken in der Pankreaschirurgie, mit minimiertem Blutverlust und möglichst organerhaltend. Dennoch ist die Operation der Bauchspeicheldrüse ein Risiko, das man nur in die Hände eines erfahrenen Teams legen sollte“, sagt Prof. Dr. Jürgen Faß, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Kassel. Er leitet seit sechs Jahren das Darmzentrum am Klinikum Kassel, zu dem das neue Pankreaskarzinomzentrum gehört.

Neben der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sind die Medizinischen Kliniken I (Gastroenterologie, Prof. Dr. Frank Schuppert) und IV (Onkologie, Prof. Dr. Martin Wolf) die Kernfächer des Darm- und des Pankreaskarzinomzentrums. Die enge Zusammenarbeit dieser Fachdisziplinen mit den Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen sind für den Therapieerfolg von großer Bedeutung. „Durch den Zusammenschluss im Pankreaskarzinomzentrum können wir eine umfassende Behandlung sicherstellen. Das gilt nicht nur für die Patienten, die operiert werden können, sondern auch für diejenigen, bei denen der Krebs schon weiter fortgeschritten ist. Gerade solche Patienten benötigen ein gezieltes Zusammenwirken von zum Beispiel Chemo- und Strahlentherapie“, sagt Prof. Faß.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist keine der ganz häufigen Tumorerkrankungen, nimmt aber in der Häufigkeit und Bedeutung zu. In Deutschland erkranken jährlich etwa 6400 Männer und 7000 Frauen daran. Zum Vergleich: Vom Dickdarmkrebs sind rund 36.300 Männer und 32.400 Frauen im gleichen Zeitraum betroffen. Die Zertifizierung zum Pankreaskarzinomzentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft setzt Bedingungen voraus, die die Qualität der Behandlung sicher stellen. So müssen alle am Zentrum Beteiligten große Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs anhand ihrer Leistungszahlen nachweisen. Außerdem müssen sehr anspruchsvolle Strukturmerkmale erfüllt sein und ein Netzwerk mit niedergelassenen Kooperationspartnern vorliegen. Eine wöchentliche Tumorkonferenz und die Teilnahme an aktuellen Behandlungsstudien sind Pflicht.  „Wir sind stolz darauf, dass die Deutsche Krebsgesellschaft uns jetzt als Pankreaskarzinomzentrum zertifiziert hat. Damit bestätigt die DKG die hohe Behandlungsqualität, die in unseren beteiligten Kliniken und bei den Kooperationspartnern seit Jahren sichergestellt wird“, sagt Prof. Faß.

 
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